Jahresbericht 2021

Bildungsregion

Nachhilfeprojekt „Ostallgäuer Schülerförderung 2021“

Nachdem die Auswirkungen der monatelangen Homeschooling-Phase besonders bei den Schüler*innen sichtbar wurden, startete im Frühjahr 2021 das landkreisweite Nachhilfeprojekt „Ostallgäuer Schülerförderung 2021“. In enger Abstimmung mit dem Schulamt des Landkreises und der Stadt Kaufbeuren sowie verschiedenen Schulleitungen entstand ein Konzept für eine pädagogisch sinnvolle Unterstützung der Grund- und Mittelschulen. Bereits nach den Osterferien starteten die Schulen vor Ort individuellen Nachhilfekursen. In Kleingruppen von maximal 6 Schülern wurden die Defizite in den Bereichen Mathematik, Deutsch und Englisch verringert. Im gesamten Landkreis haben sich 15 Grund- und vier Mittelschulen an diesem Projekt beteiligt. Die Rückmeldungen der Schulleiter wie auch der Nachhilfekräfte waren durchweg positiv. Die Kinder und Jugendlichen haben wieder Spaß am Lernen und bauen damit nebenbei auch ihr Selbstwertgefühl wieder auf.

 

Einen großen Teil zum erfolgreichen Gelingen dieses Projekts trug die Kinderbrücke Allgäu bei, die die Finanzierung für diese wichtige Unterstützung für die Grundschulen übernommen hat. Wir freuen uns sehr, mit der Kinderbrücke Allgäu einen wichtigen und starken Partner an unserer Seite zu haben, mit dem wir auch im aktuellen Schuljahr das Projekt, als Ergänzung zum zwischenzeitlich angelaufenen Unterstützungsprogramm des Freistaats Bayern, weiterführen können.

Gemeinsam konnten so rund 650 Kinder und Jugendliche im Landkreis passgenaue Nachhilfe erhalten.

Siegelverleihung „Digitale Bildungsregion“

Nachdem bereits im vergangenen Jahr die positive Nachricht über den Erhalt des Siegels der „Digitalen Bildungsregion“ im Landkreis angekommen war, gab es im Juni dieses Jahres nun die langerwartete Siegelübergabe durch Herrn Kultusminister Prof. Dr. Piazolo.

Mittels einer Vielzahl von Projekten wird im Landkreis auch in der Bildung  Digitalisierung umgesetzt: So wurden im vergangenen Jahr kurzfristig über die Bildungsregion gebrauchte Laptops von Firmen und Privatpersonen gesammelt, aufbereitet und an Schulen weitergegeben, um notwendige Bedarfe, die durch das Homeschooling von Schülerinnen und Schülern entstanden sind, zu decken. Besondere Erwähnung Seitens des Kultusministers fand das Projekt „Lets act“ des Kreisjugendringes, das gerade in der Pandemie digitale Möglichkeiten nutzte, um Jugendliche an ehrenamtliches Engagement heranzuführen.

Bildungskonferenz 2021

Unter dem Motto: „Mut zur Lücke – Chancen und Herausforderungen der Pandemie für unsere Bildungsregion.“ fand im Juli, coronabedingt in etwas kleinerer Form als in den vergangenen Jahren, die Bildungskonferenz im Arthur-Groß-Saal des Gymnasiums Marktoberdorf statt. Über 80 Teilnehmende waren bei der Veranstaltung dabei. Als Gastredner konnte Dr. Henning Beck gewonnen werden. Der Neurowissenschaftler erklärte sehr anschaulich, welchen Weg Informationen in unser Gehirn nehmen und mit welchen Datenmengen das Organ täglich umgehen muss. Mit Wissen allein kommt man hier allerdings noch nicht so recht weiter, der Schlüssel liegt im Verstehen. Erst wenn die aufgenommenen Informationen verstanden und auf andere Problemstellungen transferiert werden können, ist dieses Wissen für uns hilfreich. Ein weiterer interessanter Aspekt war, welche Auswirkungen die aktuelle Situation sowie die Digitalisierung auf unser Lernverhalten haben werden.

 

Im Anschluss ging es für die Konferenzteilnehmer in verschiedenen Themenkleingruppen weiter: Stefanie Kohler, Schulleiterin der Pflegefachschule Kaufbeuren, erläuterte die aktuellen und umfangreichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Pflege.

In der Gruppe von Herrn Dr. Beck wurde über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von digitaler zu analoger Bildung gesprochen. Eines der zentralen Ergebnisse dieser Gruppe war, dass digitale Bildung auch in Zukunft einen Platz behalten wird, die Lernformate aber nicht einfach von der analogen in die digitale Welt übertragen, sondern dahingehend methodisch angepasst werden müssen.

Die Teilnehmenden des dritten Workshops konnten sich über mögliche Maßnahmen zum Thema „Bildungsgerechtigkeit trotz Pandemie“ austauschen und Ideen sammeln. Tanja Stölzle vom Bildungsbüro Kaufbeuren berichtete über die gemeinsamen Aktionen während der Pandemie mit der Bildungsregion Ostallgäu und suchte mit den Teilnehmern neue Ansätze, welche auch in Zukunft helfen, die Bildungsgerechtigkeit im Landkreis hochhalten zu lassen.

Die Wichtigkeit informeller Bildung wurde in einer weiteren Gruppe erörtert. Maximilian Mihatsch vom St. Michaelsbund führte die Bedeutung der Büchereien in diesem Kontext an und sensibilisierte für die unzähligen weiteren informellen Lernorte, die vor allem im Ostallgäu zahlreich zu finden sind.

 

Die Bildungskonferenz war die erste Vor-Ort Veranstaltung seit Beginn der Pandemie und damit seit langer Zeit die erste Möglichkeit für die anwesenden Teilnehmer, sich wieder mal direkt auszutauschen und ins Gespräch zu kommen. Das Fazit der Teilnehmer wie auch der Organisatoren war durchweg positiv.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu

Bildungsregion

Tel. 08342 911-511

Fax 08342 911-563

 

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