Jahresbericht 2018

Abfallwirtschaft

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Große Zufriedenheit mit der Abfallentsorgung im Landkreis

Bei einer Befragung zeigten sich die Ostallgäuer*innen sehr zufrieden mit der Abfallwirtschaft des Landkreises. Bild: Pixabay / Bru-nO
Bei einer Befragung zeigten sich die Ostallgäuer*innen sehr zufrieden mit der Abfallwirtschaft des Landkreises. Bild: Pixabay / Bru-nO

Eine repräsentative Bürgerbefragung des Landkreises ergab, dass 87 Prozent der Bürger*innen mit der Abfallwirtschaft im Landkreis Ostallgäu zufrieden sind. Die Hälfte gab an, sogar sehr zufrieden zu sein. Im Vergleich zu anderen Landkreisen erreicht das Ostallgäu hierbei überdurchschnittliche Zufriedenheitswerte. Für die vom Landkreis in Auftrag gegebene Studie wurden eintausend Ostallgäuer*innen per Zufallsgenerator ausgewählt und telefonisch interviewt. 
 
Positiv bewerteten die Befragten die Entsorgungsmöglichkeiten für Abfallarten wie Hausmüll, Sperrmüll, Biomüll, Gartenabfälle, Papier und Glas. Etwas weniger zufrieden zeigten sich die Bürger*innen mit der Entsorgung von Verpackungsmaterialien, die im Grünen Sack zum Wertstoffhof zu bringen sind. Hier liegt die Zufriedenheit fünf Punkte unter dem Durchschnitt aller befragten Landkreise. Trotzdem spricht sich nur die Hälfte der Befragten dafür aus, dass Kunststoffverpackungen zukünftig in einer Gelben Tonne gesammelt und von zu Hause abgeholt werden. 33 Prozent der Befragten möchten das bisherige System beibehalten, 13 Prozent sind unentschieden. Dass ein vergleichsweise hoher Anteil der Bevölkerung am Bringsystem festhalten möchte, steht in Zusammenhang mit den geringen Entfernungen zu den Wertstoffhöfen und dem positiv beurteilten Service vor Ort. Dies gaben rund 90 Prozent der Befragten an. „Wir werden nun die Ergebnisse genauer bewerten, unsere verschiedenen Optionen prüfen, um das Abfallwesen im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger weiter zu optimieren“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Außerdem fanden die Meinungsforscher heraus, dass 65 Prozent der Bürger*innen mindestens alle vierzehn Tage einen Wertstoffhof besuchen. Fast alle (96 Prozent) nutzen dafür ein Auto. Nur rund ein Drittel aller Wertstoffhofbesucher verbindet die Fahrt zum Wertstoffhof mit anderen Erledigungen wie zum Beispiel Einkaufsfahrten oder Arztbesuchen. Die Studie erfüllt sämtliche wissenschaftliche Anforderungen. Die Fehlerquote, die sich durch die Hochrechnung der Ergebnisse ergeben könnte, liegt bei weniger als drei Prozent.

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Mehr Sicherheit an Wertstoffhöfen

Auch am Wertstoffhof Schwangau wird das Sicherheitskonzept umgesetzt werden.
Auch am Wertstoffhof Schwangau wird das Sicherheitskonzept umgesetzt werden.

Damit auch in Zukunft an den öffentlichen Wertstoffhöfen und Sammelstellen für Gartenabfälle möglichst wenige Unfälle passieren, hat die Kommunale Abfallwirtschaft ein Sicherheitskonzept erstellt und mit allen 45 Kommunen abgestimmt.

 

Das Konzept regelt unter anderem, dass alle Sammelstellen regelmäßig von sachkundigen Personen auf Sicherheitsmängel hin überprüft werden. Um Gefährdungen durch Fahrzeugverkehr auf den Wertstoffhöfen zu minimieren, werden an einigen Sammelstellen die Verkehrsregelungen optimiert und die Besucherströme besser gelenkt und gesteuert. Jede*r Bedienstete bekommt eine umfangreiche Unterweisung in Sachen Arbeits- und Betriebssicherheit sowie seine persönliche Schutzausstattung.

 

Die umfassende Optimierung der Sicherheitsbedingungen an den öffentlichen Wertstoffhöfen und Sammelstellen für Gartenabfälle im Landkreis Ostallgäu schützt auch die Bürger*innen bestmöglich vor Unglücksfällen. Die seit 2015 geltende Benutzungsordnung bleibt unberührt.

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Hausmülldeponie Oberostendorf auf Schwachgasabsaugung umgerüstet

Die neue Anlage zur Absaugung von Deponiegasen in Oberostendorf
Die neue Anlage zur Absaugung von Deponiegasen in Oberostendorf

Der Methangehalt der Deponiegase hat auf der Hausmülldeponie Oberostendorf in den vergangenen Jahren stetig abgenommen. Die Gasfackel war dadurch überdimensioniert und erfüllte durch ihr Alter auch nicht mehr den nötigen technischen Standard.

 

Aus diesen Gründen wurden die veraltete und überdimensionierte Anlage abgebaut und durch eine moderne Schwachgasabsaugung ersetzt. Die neue Anlage kann auch bei noch weiter zurückgehenden Gasmengen kontinuierlich betrieben werden. Damit wird sichergestellt, dass Methan, das die Ozonschicht der Atmosphäre angreift und den Prozess der Erderwärmung fördert, aus dem Deponiekörper Oberostendorf nicht in die Umwelt gelangt.

 

Bis 2005 wurde auf der kreiseigenen Deponie in Oberostendorf unbehandelter Hausmüll abgelagert. Die durch den Verrottungsprozess entstehenden, klimaschädlichen Methangase wurden seit Mitte der 1990er Jahre aus dem Deponiekörper abgesaugt und zur Erzeugung von Strom genutzt. Fiel die Stromerzeugungsanlage einmal aus, wurden die Gase über eine Gasfackel verbrannt und auf diese Weise unschädlich gemacht.

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Aktion Sauberes Ostallgäu: Waldkindergarten Purzelbaum gewinnt

Die Kinder des Waldkindergartens Purzelbaum und Kindergartenleiterin Csilla Hampel mit der vom Landkreis spendierten Partybrezel
Die Kinder des Waldkindergartens Purzelbaum und Kindergartenleiterin Csilla Hampel mit der vom Landkreis spendierten Partybrezel

Unter dem Motto „Der Frühling kommt – wir räumen auf!“ sammelten die Kinder des Waldkindergartens Purzelbaum eine ganze Woche lang Abfälle, die im Wald südlich des Ettwieser Weihers weggeworfen wurden. Insgesamt kamen elf prall gefüllte Säcke mit gebrauchten Papiertaschentüchern, Plastikverpackungen und anderem Unrat zusammen. Auch größere Gegenstände wie ein alter Bürostuhl wurden im Wald gefunden. Als Dankeschön erhielt die Kindergartengruppe eine von drei Riesen-Partybrezeln, die der Landkreis im Rahmen der Abfallsammelaktion „Sauberes Ostallgäu“ verlost hatte.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu

Kommunale Abfallwirtschaft

Schwabenstraße 11

87616 Marktoberdorf