Jahresbericht 2020

Personenstand und Ausländerwesen

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Aus „Ehrenamt Asyl“ wird „Kommunale Integration“

Isabel Costian (l.) und Julia Jäkel
Isabel Costian (l.) und Julia Jäkel

Mit Beginn des Jahres 2020 wurde die ehemalige Stelle „Ehrenamt Asyl“ zur Stelle „Kommunale Integration“. Das Aufgabenfeld erstreckt sich nun auf den gesamten Bereich der Integration und Zuwanderung. Julia Jäkel ist nach wie vor im Förderprogramm der Integrationslotsen und verantwortlich für ehrenamtliche Integrationsakteur*innen. Isabel Costian ist seit 1. Januar 2020 als eine von vier geförderten Stellen in Bayern die Integrationsmanagerin des Landkreises. Sie hat die Aufgabe, Integrationsbedarfe festzustellen und zu koordinieren. Darüber hinaus ging zum 1. Juli 2020 mit Ende der Förderung Bildungskoordination Neuzugewanderte der Bereich Sprache in die Zuständigkeit der Kommunalen Integration über. Gemeinsam sind Costian und Jäkel die Ansprechpersonen zum Thema Integration im Landkreis.

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App Integreat veröffentlicht: digitaler Kompass für das Ostallgäu

Die App Integreat kann man sich in acht Sprachen übersetzen lassen.
Die App Integreat kann man sich in acht Sprachen übersetzen lassen.

Anfang des Jahres 2020 wurde die App Integreat für den Landkreis veröffentlicht. Zeitgleich sind Isabel Costian und Julia Jäkel zu einer „Vorstellungstour“ durch den Landkreis gefahren, um die Nutzung vorzustellen. Die App dient als digitaler Kompass für das Ostallgäu und bietet Zugewanderten, Beratungsstellen, Ehrenamtlichen und weiteren Integrationsakteur*innen die Möglichkeit, alle wichtigen Informationen gebündelt abrufen zu können. Die Besonderheit stellt die Übersetzungsmöglichkeit in insgesamt acht Sprachen dar (Deutsch, Englisch, Französisch, Rumänisch, Türkisch, Arabisch, Dari und Tigrinya).
 
Die Inhalte sind abrufbar unter www.intergreat.app/ostallgaeu/de oder per Download im App Store.

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Zwei Workshops für Integrationsakteur*innen

In September 2020 fand ein Workshop zum Integrationskoffer statt. Im Integrationskoffer sind erprobte Methoden, Erfahrungen und Handlungsempfehlungen zum gegenseitigen Umgang enthalten. Dr. Judith Abdel-Massih-Thiemann vermittelte allen Teilnehmenden ein gegenseitiges besseres Verständnis im Für- und Miteinander. Im Anschluss an den Workshop erhielten alle Teilnehmenden einen eigenen Integrationskoffer.
 
Im November fand der Online-Workshop „Salafismus erkennen und handeln“ statt. Ein Referent vom Bayrischen Landesamt für Verfassungsschutz erklärte allen Teilnehmenden die Grundlagen, Entstehung und unterschiedlichen Auffassungen des Islam und des Islamismus. Des Weiteren wurden die Ursachen, warum sich Menschen radikalisierten Szenen, insbesondere religiös begründet, anschließen näher betrachtet. Weiter erfolgten Hinweise auf „Warnsignale“ im Umgang mit Zugewanderten.

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Asylbewerberzahlen bleiben stabil

Im Jahr 2020 blieb die Zahl der Asylbewerber in den landkreisweit verteilten Unterkünften relativ stabil. Anfang 2020 wurden 574 Asylbewerber in 17 dezentralen Unterkünften im Landkreis untergebracht. Ende 2020 (Stand 26. November 2020) wurden 531 Asylbewerber in 17 dezentralen Unterkünften beherbergt.
 
Durch die Ausländerbehörde wurden insgesamt 1511 Aufenthaltstitel, 233 Reiseausweise und 217 Ausweisersatzpapiere ausgehändigt. Sie wurde an 67 Visaverfahren beteiligt. Im Bereich der Asylbewerber wurden 291 Aufenthaltsgestattungen und 196 Duldungen ausgestellt.
 
Die Ausländerbehörde hat in ihrem Zuständigkeitsbereich 2020 außerdem insgesamt 21 Abschiebungen veranlasst und zwei erfolgreich durchgeführt. Dabei handelte es sich um abgelehnte Asylbewerber aus Pakistan. Zudem unterstützte die Ausländerbehörde Ostallgäu die Zentrale Ausländerbehörde Schwabens bei acht Abschiebungen, wobei zwei Abschiebungsversuche erfolgreich verliefen. Hierbei wurden Personen nach Frankreich und Afghanistan abgeschoben. Es wurden 167 Sicherheitsbefragungen von Asylbewerber und anerkannten Flüchtlinge durchgeführt.
  
Aufgrund von Coronainfektionen standen fünf Unterkünfte mit insgesamt 217 Bewohnern unter Quarantäne.

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52 Einbürgerungsverfahren erfolgreich abgeschlossen, 169 Verfahren wegen Verstößen gegen das Pass- und Melderecht eingeleitet

Der Wunsch auf Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit und damit das Interesse an einer Einbürgerung in die Bundesrepublik Deutschland ist bei den im Landkreis Ostallgäu dauerhaft lebenden Ausländern nach wie vor vorhanden.
 
Insgesamt haben im Jahr 2020 111 Personen Antragsunterlagen angefordert und übersandt bekommen. Anschließend wurden insgesamt 55 Einbürgerungsverfahren begonnen. 52 Einbürgerungsverfahren konnten erfolgreich abgeschlossen werden sowie die Ausstellung von 15 Einbürgerungszusicherungen, damit das Entlassungsverfahren aus der ausländischen Staatsangehörigkeit erfolgen kann.
 
Im Bereich des Pass- und Melderecht wurde insgesamt in 169 Fällen ein Verfahren eingeleitet. Sechs Verfahren wurden eingestellt. Neun Verwarnungen wurden ausgesprochen und 45 Verfahren wurden durch den Erlass eines Bußgeldbescheids abgeschlossen.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
Personenstand & Ausländerwesen

Tel. 08342 911-330

Fax 08342 911-555 

 

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