Jahresbericht 2018

Bauverwaltung

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Weiterhin große Bautätigkeit – insbesondere bei Wohnhäusern

Das Ostallgäu baut und baut. Die Baukonjunktur blieb auch im Jahr 2019 stabil, erreichte aber nicht mehr das sehr hohe Niveau der vergangenen Jahre. Die weiterhin als positiv bewertete konjunkturelle Lage erklärt sich unter anderem durch den anhaltend florierenden Wohnungsbau, gefördert durch unterstützende Maßnahmen, wie beispielsweise die Einführung des Baukindergeldes im vergangenen Jahr. Weitere Impulse kamen vom sehr niedrigen Zinsniveau und einer verstärkten Zu- und Binnenwanderung. Insbesondere der Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern florierte.

Neubau Wohnhäuser

Die nachfolgende Grafik zeigt, dass die Ergebnisse der vorangegangenen Jahre nicht mehr ganz erreicht wurden. Sowohl die Zahlen der Neubauten (Bauanträge und Genehmigungsfreistellungsverfahren) wie auch die Zahlen beim Wohnungsbau (Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Mehrfamilienhäuser) konnten das Niveau der vorangegangenen Jahre nicht mehr ganz erreichen (2014: 385; 2015:  437, 2016: 440, 2017: 397, 2018: 375, 2019: 345).

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Neue landwirtschaftliche Bauvorhaben

Wie aus der nachfolgenden Graphik zu entnehmen ist, ist auch ein Rückgang der landwirtschaftlichen Bauten zu verzeichnen. Wegen eines Überangebots an Holz durch Klimaschäden und dem so genannten „Käferholz“ ist der Holzpreis zwar insgesamt rückläufig und das vorhandene Holz wird lieber als Baustoff für eigene Bauvorhaben verwendet und einige Bauvorhaben, die noch nicht zwingend anstanden, vorgezogen. Dennoch führte die angespannte Liquiditätslage in vielen Betrieben zu einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft. Die Anzahl der Bauanträge für landwirtschaftliche Bauvorhaben war daher leicht rückläufig. Im Jahr 2017 wurden beispielsweise zwei Biogasanlagen beantragt, im Jahr 2018 und 2019 nur jeweils eine. Die Zahl an landwirtschaftlichen Maschinenhallen hat 2019 mit 32 Stück dagegen das bislang höchste Niveau erreicht.
 
Die Investitionskosten für neue landwirtschaftliche Bauvorhaben betrugen im Jahr 2019 15,5 Mio Euro (2018: 18,57 Millionen Euro, 2017: 19,48 Millionen Euro; 2016: 10,5 Millionen Euro, 2015: 14,49 Millionen Euro; 2014 11,23 Millionen Euro).

Gewerbliche Bauvorhaben

Im Jahr 2019 wurden auch im Wirtschaftsbau fallende Unternehmensinvestitionen verzeichnet. Die Anzahl der gewerblichen Neubauten fiel mit 27 Anträgen erheblich (2018: 41; 2017: 31; 2016: 35, 2015: 26; 2014: 26). Daneben wurden 2019 bisher 20 gewerbliche Bauvorhaben im Genehmigungsfreistellungsverfahren eingereicht (2018: 29, 2017: 19). Die Investitionskosten für neue Gewerbebauten (Bauanträge und Genehmigungsfreistellungsverfahren) betrugen im Berichtsjahr 2019 46,36 Millionen Euro und lagen damit leicht über dem Niveau der vorangegangenen Jahre (2018: 45,8 Millionen Euro, 2017: 32,1 Millionen Euro, 2016: 32,7 Millionen Euro, 2015: 43,1 Millionen Euro, 2014: 26,43 Millionen Euro).
 
Die Zahl der Anträge zur Erweiterung gewerblicher Bauten lag im Berichtsjahr 2019 bei 16 und damit ebenfalls deutlich unter dem Niveau der Vorjahre (2018: 24, 2017: 28, 2016: 26, 2015: 24, 2014: 25). Die Investitionskosten in diesem Bereich lagen 2019 bei 14,4 Millionen Euro, (2018; 13,26 Millionen Euro, 2017: 21,7 Millionen Euro, 2016: 9,6 Millionen Euro, 2015 mit 18,25 Millionen Euro, 2014: 9,12 Millionen Euro) und damit leicht über denen vorangegangener Jahre.
  
Das Investitionsvolumen bei immissionsschutzrechtlich genehmigten Gewerbebauten lag 2019 bei 20.907.500 Euro (reine Baukosten) und damit dieses Jahr entgegen dem allgemeinen Trend deutlich über den Vorjahreswerten (2018: 5.254.636 Euro, 2017: 6.396.396 Euro, 2016: 4.835.590 Euro, 2015: 60.721.017 Euro, 2014: 35.492.092).

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Wohnungsbauförderung 2019

Beim Bayerischen Wohnungsbauprogramm handelt es sich um ein auf 15 Jahre befristetes, zinsverbilligtes Darlehen mit einem Zinssatz von 0,5 Prozent und einer Tilgung von einem Prozent bei Neubauten, sowie zwei Prozent beim Zweiterwerb. Zusätzlich erhalten Haushalte mit Kindern einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro pro Kind oder bestehender Schwangerschaft.
 
Nachdem nur begrenzt Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, richtet sich die Förderhöhe immer nach den zur Verfügung stehenden Mittel und der sozialen Dringlichkeit. Die soziale Dringlichkeit berechnet sich anhand der angemessenen Überschreitung der von der Labo genannten Mindestbeträge zur Tragbarkeit der Belastung. Eine Überschreitung von 30 Prozent bis maximal 50 Prozent ist zulässig.

 

Förderung im Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm 


Das Bayerische Zinsverbilligungsprogramm ist ein befristetes zinsverbilligtes Darlehen für die Finanzierung einer Immobilie. Das Darlehen beträgt bis zu einem Drittel der Gesamtkosten des selbst genutzten Wohnraumes. Die Bayern Labo bietet im Zinsverbilligungsprogramm Darlehensvarianten mit 10- und 15-jähriger Zinsfestschreibung sowie als weitere Alternative eine Darlehensvariante mit 30-jähriger Zinsfestschreibung (Volltilgung) an. Die bisherige Tilgung von einem Prozent wurde aufgrund der momentanen Niedrigzinsphase auf zwei Prozent Tilgung angehoben.  

 

Förderung der Anpassung von Wohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung 

 
Dabei handelt es sich um ein Darlehen für Maßnahmen zur Anpassung von Miet- und Eigenwohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung im Bestand. Der entsprechende Antrag muss binnen sechs Monate nach dem Beginn der Maßnahme beziehungsweise der Auftragsvergabe bei der Bewilligungsstelle eingereicht werden. Bei dieser Förderung handelt es sich um ein Darlehen bis zu 10.000 Euro, welches nach fünf Jahren in einen Zuschuss umgewandelt wird.
 
Der Freistaat Bayern und die Bayern Labo unterstützen Privatpersonen, vor allem Familien mit niedrigen und durchschnittlichen Einkommen, beim Bau oder Kauf eines Hauses, sowie beim Erwerb einer Wohnung. Sie bieten dazu befristet zinsverbilligte Darlehen, zinsfreie Darlehen, sowie Zuschüsse aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm zur Förderung von Eigenwohnraum an. Des Weiteren wird der Erwerb von vorhandenem Wohnraum (Zweiterwerb), der Kauf eines bereits gebauten Hauses oder einer bereits gebauten Wohnung, einem Ersatzneubau und der Neubau auf einer Konversionsfläche oder innerörtlichen Brachfläche gefördert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Landkreis Ostallgäu fördert Denkmalpflege mit 50.000 Euro

Auch die Sanierung der katholischen Pfarrkirche St. Vitus in Weicht wurde vom Landkreis bezuschusst.
Auch die Sanierung der katholischen Pfarrkirche St. Vitus in Weicht wurde vom Landkreis bezuschusst.

Wie schon seit vielen Jahren hat der Landkreis Ostallgäu auch 2019 wieder Mittel in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert wurden 16 verschiedenen Objekte - unter anderem die Pfarrkirche St. Vitus in Weicht, die Pfarrkirche St. Andreas in Nesselwang sowie das ehemalige Kloster St. Mang in Füssen. Ebenso wurden auch ehemalige Bauernhäuser in Unterthingau und Schwangau gefördert. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug rund sechs Millionen Euro.
 
Mit der Denkmalförderung setzt der Landkreis ein Zeichen für die Eigentümer von Denkmälern, dass es sich lohnt, diese Bauten für unsere Nachkommen zu erhalten. Daneben beteiligen sich auch weitere Förderer an der jeweiligen Finanzierung: in erster Linie das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München, die Bayerische Landesstiftung, der Bezirk Schwaben, die jeweilige Gemeinde und zum Teil auch diverse Stiftungen. 
 
Kulturdenkmäler stellen wichtige Quellen und Zeugnisse der menschlichen Geschichte dar. Die Aufgabe von Denkmalschutz und Denkmalpflege ist es, diese zu erhalten und zu schützen. Denkmäler prägen das Bild unserer Kulturlandschaften. Sichtbar wird das an historischen Altstadthäusern, Bauernhäusern, Kirchen und Kapellen, Burgen und Schlössern, aber auch an Parkanlagen, Grabstätten und mittlerweile stehen auch Bauten der Industrialisierung unter Denkmalschutz.

Bodenrichtwertsitzung 2019

Am 6. Juni 2019 fand die Sitzung des Gutachterausschusses zur Ermittlung der Bodenrichtwertliste für die Jahre 2017 und 2018 statt. Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Wert des Bodens für eine Mehrheit von Grundstücken einer bestimmten Zone, für die im Wesentlichen gleiche Nutzungs- und Wertverhältnisse vorliegen. Er ist bezogen auf einen Quadratmeter Grundstücksfläche eines Grundstücks mit definiertem Grundstückszustand (Bodenrichtwertgrundstück).
  
Bodenrichtwerte werden für baureife und bebaute Grundstücke sowie für landwirtschaftlich genutzte Flächen abgeleitet. Sie haben keine bindende Wirkung. Die Bodenrichtwerte wurden zum Stand 31. Dezember 2018 erstmalig einschließlich der Erschließungskosten (erschließungsbeitrags- und kostenerstattungsbeitragsfreier Zustand) ausgewiesen.

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Planfertigerbesprechung am 14. November 2019

Der allgegenwärtige Wandel in der Stadt- und Siedlungsstruktur bringt auf kommunaler Ebene einschneidende Veränderungen für eine nachhaltige Orts- und Raumentwicklung mit sich. Ländliche Erneuerung, sowie die zunehmende Bedeutung baukultureller Prozesse bilden eine der grundlegenden Herausforderungen, der sich die Planfertiger immer wieder neu stellen müssen. Dabei trifft man im Verlauf der verschiedenen Leistungsphasen auf die unterschiedlichsten Anforderungen, immer neue Entwicklungen und muss sich vielfältigen Haftungsrisiken stellen.
 
In der Planfertigerbesprechung 2019 wurde zu folgenden Themenschwerpunkten referiert: „Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land“ (Prof. Dipl. Arch. Mark Michaeli, Technische Universität München, Lehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land), „Werkbericht – Der historische Dachstuhl“ (Dipl. Ing. Michael Burz, Ingenieurbüro Roll GmbH) und „Haftung der Architekten“ (Rechtsanwältin Kerstin Menzel, Bayerische Architektenkammer, Referat für Recht und Berufsordnung).

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Wechsel im Staatlichen Bauamt

Wolfgang Wittkowske (l.) und Anton Hohenadl sind 2019 in Rente gegangen.
Wolfgang Wittkowske (l.) und Anton Hohenadl sind 2019 in Rente gegangen.

Im Jahr 2019 haben Kreisbaumeister Anton Hohenadl und Architekt Wolfgang Wittkowske in ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten. Auf Hohenadl folgte Jakob Lax.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu

Bauverwaltung

Tel. 08342 911-398

Fax 08342 911-564

 

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