Jahresbericht 2018

Bericht der Behindertenbeauftragten

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Pro Inklusion: besser hören, sprechen und verstehen

Die Schüler waren begeistert, wie unkompliziert man trotz Höreinschränkungen miteinander kommunizieren kann.
Die Schüler waren begeistert, wie unkompliziert man trotz Höreinschränkungen miteinander kommunizieren kann.

Auf Einladung der Behindertenbeauftragten fand unter dem Motto „Technik für erfolgreiches Lernen und Kommunizieren“ in der Mittelschule Marktoberdorf ein Unterricht mit neuen technischen Möglichkeiten zur Kommunikation mit Hörbeeinträchtigung statt. Mit Hilfe von Mikrophonen auf den Tischen der Schüler*innen werden bei normaler Sprechlautstärke die Aussagen sowohl direkt an das Hörgerät des Kindes mit Hörbeeinträchtigung als auch an den Lautsprecher im Klassenzimmer gesendet.
 
An der Technikpräsentation nahmen auch Vertreter der Realschule und des Gymnasiums Marktoberdorf, der Grundschule Thalhofen und der Stadt Marktoberdorf teil. Am Ende der Unterrichtsstunde waren sich die Beteiligten einig, sich für den Erwerb und die Anwendung dieser Technik in den verschiedenen Schulen einzusetzen, um eine bessere Teilhabe für Schüler*innen mit Hörschädigungen zu ermöglichen.

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Schwerpunktthema Gebetsstätten beim Netzwerk Allgäu

Waltraud Joa (Mitte) der Fachtagung des Netzwerks Allgäu
Waltraud Joa (Mitte) der Fachtagung des Netzwerks Allgäu

Die jährliche Fachtagung des Netzwerks Allgäu setzte 2018 den Schwerpunkt auf das Thema „Barrierefreiheit in Kirchen, Friedhöfen und Gebetsstätten“. Die Veranstaltung fand in Mindelheim statt. Behindertenbeauftragte Waltraud Joa bot außerdem den Workshop „Stellungnahmen im Bau“ an.
 
Das Netzwerk Allgäu besteht seit dem Jahr 2000 und setzt sich aus den Behindertenbeauftragten, den Behindertenbeiräten und Vertretern der Offenen Behindertenarbeit der Region Allgäu zusammen.

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Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur KIP-S

Dass im Rahmen des Auswahlverfahrens der Projekte für das Förderprogramm KIP-S auf das Kriterium der Barrierefreiheit geachtet wird, daran wirkte Behindertenbeauftrage Waltraud Joa im Beirat mit. Auf dem Bild (v. l.): Oberbürgermeister Stefan Bosse (Ka
Dass im Rahmen des Auswahlverfahrens der Projekte für das Förderprogramm KIP-S auf das Kriterium der Barrierefreiheit geachtet wird, daran wirkte Behindertenbeauftrage Waltraud Joa im Beirat mit. Auf dem Bild (v. l.): Oberbürgermeister Stefan Bosse (Kaufbeuren), Landrat Elmar Stegmann (Lindau), Waltraud Joa, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (Günzburg), Bürgermeister Josef Walz (Pfaffenhofen) und Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner.

Sitzung der VKIB Bayern e. V. im Landratsamt Ostallgäu

Hauptamtsleiterin Susanne Kettemer (Mitte) mit Mitgliedern der Vereinigung Kommunaler Interessensvertreter für Menschen mit Behinderung in Bayern bei deren Sitzung im Landratsamt Ostallgäu
Hauptamtsleiterin Susanne Kettemer (Mitte) mit Mitgliedern der Vereinigung Kommunaler Interessensvertreter für Menschen mit Behinderung in Bayern bei deren Sitzung im Landratsamt Ostallgäu

Die Sitzung der Vereinigung Kommunaler Interessensvertreter für Menschen mit Behinderung in Bayern fand 2018 im Landratsamt Ostallgäu statt. Hauptamtsleiterin Susanne Kettemer stellte den Teilnehmern*innen bei dieser Gelegenheit das neue, barrierefreie Besucherleitsystem des Landratsamtes vor.

Bezirk informiert zum Thema „Budget für Arbeit“

Die Behindertenbeauftragten und Inklusionskoordinatoren der schwäbischen Landkreise und kreisfreien Städte bei der Infoveranstaltung des Bezirks
Die Behindertenbeauftragten und Inklusionskoordinatoren der schwäbischen Landkreise und kreisfreien Städte bei der Infoveranstaltung des Bezirks

Volkmar Thumser, Behindertenbeauftragter des Bezirks Schwaben und Stefan Dörle, Inklusionskoordinator des Bezirks Schwaben, haben die Behindertenbeauftragten und Inklusionskoordinatoren aus den schwäbischen Landkreisen und kreisfreien Städten zu einem Austausch in die Bezirksverwaltung nach Augsburg eingeladen. Thema war das „Budget für Arbeit“, zu dem verschiedene Grundlageninformationen gegeben wurden.
 
Ziel des „Budgets für Arbeit“ ist es, Menschen mit Behinderungen Beschäftigungsalternativen zur Werkstatt zu ermöglichen. Menschen mit Behinderungen sollen durch eine Kombination aus finanzieller Unterstützung an den Arbeitgeber – einem sogenannten Minderleistungsausgleich – und kontinuierlicher personeller Unterstützung am Arbeitsplatz – der Betreuungsleistung – Arbeitsmöglichkeiten bei einem Unternehmen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wahrnehmen können.

Waltraud Joa wieder Mitglied des Landesbehindertenrates

Nach der Konstituierung des neuen Landesbehindertenrats lud Staatsministerin Kerstin Schreyer (6. v. r.) die Mitglieder sowie weitere Experten zu einem Austausch zum Thema „Sozialgenossenschaften – selbstorganisierte Solidarität“ ein.
Nach der Konstituierung des neuen Landesbehindertenrats lud Staatsministerin Kerstin Schreyer (6. v. r.) die Mitglieder sowie weitere Experten zu einem Austausch zum Thema „Sozialgenossenschaften – selbstorganisierte Solidarität“ ein.

Erneut wurde Waltraud Joa zum Mitglied des Bayerischen Landesbehindertenrats berufen. Laut des Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetzes wird dieser „von der Staatsregierung in geeigneter Weise zu Fragen der Fortentwicklung und Umsetzung der Behindertenpolitik in Bayern einbezogen“ (Art. 19 (1) BayBGG).

Mitwirkung beim Umsetzungskreis für den Aktionsplan Inklusion „Gut leben inklusive im Ostallgäu“

Zusammen mit verschiedenen Akteuren wie zum Beispiel den Arbeitskreisleitungen, der Offenen Behindertenarbeit und dem Inklusionskoordinator des Landratsamtes, Dr. German Penzholz, wurden die im Aktionsplan erarbeiteten Maßnahmen neu bewertet und soweit möglich zur Umsetzung gebracht.

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Vortrag „Barrierefreiheit für Alle – Tipps aus der Praxis“ auf den Bau- und Energietagen Ostallgäu

Auf den Bau- und Energietagen Ostallgäu referierte Waltraud Joa zusammen mit Stefanie Schleich, Architektin bei der Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer, zu den verschiedenen Möglichkeiten barrierefrei zu sanieren. Die Barrierefreiheit im Sanitärbereich war dabei ein großer Schwerpunkt. Ebenso die Zuschussmöglichkeiten, wie über die KfW oder andere Förderprogramme.
 
Die Bau- und Energietage Ostallgäu fanden am 17. und 18. November 2018 im Modeon in Marktoberdorf statt. Veranstalter der waren der Landkreis Ostallgäu, die Stadt Marktoberdorf sowie das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!).

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Fachbereich Bauwesen der VKIB Bayern trifft sich zur Fachtagung

Die VKIB Bayern hat eine Fachtagung zu den Themen Türsysteme, neueste technische Möglichkeiten für Menschen mit Höreinschränkungen, Beleuchtung im und außerhalb von Gebäuden sowie Barrierefreiheit und Brandschutz veranstaltet. Die Tagung fand im Sozialministerium für Behindertenbeauftragte aber auch Vertreter aus den Bauämtern aus ganz Bayern statt.

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Behindertenbeirat Füssen

Als Behindertenbeauftragte des Landkreises war Waltraud Joa zu den Treffen des Behindertenbeirates der Stadt Füssen unter der Leitung von Füssens Behindertenbeauftragter Dagmar Rothemund regelmäßig eingeladen. Bei diesen Treffen ging es vorrangig um bauliche Maßnahmen in der Stadt Füssen. Dabei waren auch Vertreter des Bauamtes anwesend, die die Planungsgrundlagen erläuterten.

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Tätigkeit im Jahr 2018 in Zahlen

Bei den Beratungen vor Ort ging es oft um Zugänglichkeit von Gebäuden und deren Nutzbarkeit, wie Gaststätten, Hotels und Sportanlagen. Auf dem Bild: Rampe zur Verpackerei Görisried.
Bei den Beratungen vor Ort ging es oft um Zugänglichkeit von Gebäuden und deren Nutzbarkeit, wie Gaststätten, Hotels und Sportanlagen. Auf dem Bild: Rampe zur Verpackerei Görisried.
  • 269 Beratungen:

- von Einzelpersonen: 131 
- von Architekten/Ingenieuren: 100 
- von Kommunen: 38

  • 99 Stellungnahmen zu Bauvorhaben Hoch- und Straßenbau
  • 16 Ortsbegehungen im Ostallgäu
  • 27 Besprechungen vor Ort und im Büro der Behindertenbeauftragten

 

Im Jahr 2018 lagen die Schwerpunkte der Arbeit der Behindertenbeauftragen in den Themenbereichen Bauen (vor allem Bestandsgebäude), Arbeit und Tourismus.