Jahresbericht 2018

Berufsorientierung

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Landkreis unterstützt Mentorenprogramm VerA

Landrätin Maria Rita Zinnecker informiert Interessierte bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung zur Initiative VerA am 5. Juni 2018 im Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf.
Landrätin Maria Rita Zinnecker informiert Interessierte bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung zur Initiative VerA am 5. Juni 2018 im Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf.
Ein VerA-Tandem im Bereich Gastronomie beim Austausch. Bildquelle: SES
Ein VerA-Tandem im Bereich Gastronomie beim Austausch. Bildquelle: SES

Seit 2018 unterstützt der Landkreis Ostallgäu als zertifizierte Bildungsregion gemeinsam mit den Städten Kaufbeuren und Kempten sowie dem Landkreis Oberallgäu die bundesweite Initiative „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ (kurz: VerA) im Allgäu. Initiator des Programms ist der „Senior Experten Service“ (SES), eine der größten deutschen Ehrenamtsorganisationen für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand.
  
VerA ist ein kostenloses Angebot und richtet sich an alle deutschen sowie zugewanderten Menschen vor und während der Ausbildung, die Unterstützung benötigen – unabhängig von Alter, Herkunft oder beruflicher Richtung. Das Besondere an VerA ist das Tandem-Modell: Um jeden Jugendlichen kümmert sich ein*e Senior Expert*in ganz persönlich. Dauer, Rahmen und Inhalte der Zusammenarbeit legt jedes Tandem gemeinsam fest. Die Erfolgsquote ist hoch: Über 80 Prozent der Tandems erreichen ihr Ausbildungsziel. Der Landkreis Ostallgäu unterstützt den Projektträger über bestehende Netzwerke bei der Gewinnung von interessierten Ehrenamtlichen und unterstützungsbedürftigen Jugendlichen im ländlichen Raum.
   
Als Auftakt der Initiative im Allgäu fand am 5. Juni 2018 eine öffentliche Informationsveranstaltung im Landratsamt statt. Hier referierten der Regionalkoordinator für VerA im Allgäu, Roland Müller, sowie die stellvertretende Leiterin des SES in Bonn, Astrid Kloos, über die Initiative und die Aufgaben einer ehrenamtlichen Begleitung. Außerdem stellte ein Tandem Einblicke in die Praxis vor und zwei Vertreter der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer stellten datenbasiert die Ausbildungssituation im Allgäu vor. Mittlerweile konnten in der Wirtschaftsregion Allgäu über 60 ehrenamtliche Ausbildungsbegleiter*innen gewonnen werden.

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Erstmals Vernetzung von Lehrkräften in der Berufsorientierung

2018 wurden zum ersten Mal Regionaltreffen für Lehrkräfte der Gymnasien und der Mittelschulen organisiert, die an ihrer Schule für die Berufsorientierung zuständig sind. Die Organisation und Einladung erfolgte durch die kommunalen Koordinationsstellen für Berufsorientierung des Landkreises und der Stadt Kaufbeuren gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt Kaufbeuren-Ostallgäu und der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen.
 
Hauptziele der Regionaltreffen zur Berufsorientierung sind, die Herausforderungen in der koordinierenden Arbeit vor Ort anzugehen, die regionale Vernetzung und den Austausch auf operativer Ebene zu fördern und die Lehrkräfte bei der Erarbeitung eines schulspezifischen Umsetzungskonzepts der beruflichen Orientierung zu unterstützen.

 

Mittelschulen: Organisation mit Staatlichem Schulamt

   
Im offenen Austausch wurde nochmal deutlich, dass es insbesondere an den Mittelschulen vielfältige Angebote und viele Akteure in der Berufsorientierung gibt. Momentan herrsche eine hohe Zufriedenheit in der Ausbildungsvermittlung. Dies ist der sehr guten Arbeits- und Ausbildungsmarktlage zuzuschreiben. Dennoch gibt es weiterhin Jugendliche, die Probleme bei Übergang von Schule in den Beruf haben. Auch die Qualität der vielen Berufsorientierungsmaßnahmen variiert. Ein Treffen auf diese Ebene soll künftig mindestens einmal im Schuljahr stattfinden.

  

Gymnasien: Funktionsstelle zur Berufsorientierung

  
Seit vergangenem Schuljahr gibt es an allen Gymnasien eine beauftragte Lehrkraft als Koordinator*in zur beruflichen Orientierung (KBO). Dabei handelt es sich größtenteils um Personen, die bisher keinen fachlichen Bezug zum Thema Berufsorientierung hatten. Diese Lehrkräfte sollen künftig über die Regionaltreffen bei der Aufgabe der Berufsorientierung unterstützt werden. Dabei werden Themen wie Elterneinbindung oder Unterschiede in den Kompetenzfeststellungsverfahren bearbeitet, aber auch Erfahrungswerte mit verschiedenen Berufsorientierungsangeboten offen diskutiert. Gemeinsam mit den Berufs- und Studienberatern der Agentur für Arbeit soll die regionale Vernetzung und Unterstützung zweimal jährlich organisiert werden.

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Neue Übersicht zu Praktikumszeiten und Berufsorientierungsveranstaltungen

Die Koordinationsstelle zur Berufsorientierung hat gemeinsam mit der Stadt Kaufbeuren eine zentrale Darstellung der Praktikums‐ und Messezeiten an Schulen im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren erstellt. Damit soll eine Übersicht über die Veranstaltungen in der Region ermöglicht und Terminüberschneidungen aufgezeigt werden.
 
Die Übersicht wurde an die Schulen versendet und ist zusätzlich auf den Internetplattformen des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren abrufbar. Über die Online-Newsletter der Koordinationsstelle Berufsorientierung und der Wirtschaftsförderung wurden weitere Akteure, insbesondere die Unternehmen, auf dieses Angebot hingewiesen.
 
In Gesprächen mit Schulen und vor allem mit Unternehmen wurde der Wunsch geäußert, die Zeiten für Berufsorientierungstage, ‐messen und ‐veranstaltungen, besonders mit Beteiligung von Unternehmen und Institutionen, sowie Praktikumszeiten (Betriebspraktika im Rahmen der Berufsorientierung) zentral zu erfassen und zu veröffentlichen.

 

 

 

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

 

 

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung