Jahresbericht 2018

Bildung für Neuzugewanderte

nach oben

Auftaktworkshop zum App Integreat: digitaler Kompass für das Ostallgäu

Auftaktworkshop im Landratsamt
Auftaktworkshop im Landratsamt

Der Landkreis möchte alle aus dem Ausland zugezogenen Personen im Ostallgäu unterstützen und stellt daher die Integreat App zur Verfügung. Diese stellt ganzheitliche regionale Informationen zu allen Lebensbereichen digital und kostenlos zur Verfügung. Neuzugezogene bekommen so auf einen Blick nützliche Informationen in verschiedenen Sprachen. Die App ist damit ab dem Zeitpunkt der Ankunft ein nützlicher Alltagsbegleiter im Ostallgäu, der Fragen rund um alle Lebensbereiche beantwortet.
  
Mit der Frage, welche Bereiche die App abdecken soll, beschäftigte sich der Auftaktworkshop im Landratsamt Anfang Juli 2019. Die vielen verschiedenen Expert*innen aus den Bereichen Bildung und Integration trugen hierzu an sechs verschiedenen Thementischen ihr Wissen zusammen und diskutierten, welche Inhalte für Neuzugewanderte relevant sind. Die Ergebnisse aus dem Auftaktworkshop bilden die Grundlage für den Aufbau die Inhalte der App Integreat im Ostallgäu. Gemeinsam und abteilungsübergreifend formulierten die Bildungskoordination für Neuzugewanderte Linda Hagspiel und die Integrationslotsin Julia Jäkel des Landkreises daraus die spezifischen Inhalte in einfach formulierter Sprache. Die App kann seit Anfang 2020 kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. Infos zum Download finden Sie hier: https://www.sozialportal-ostallgaeu.de/app-integreat.html.

Neuer Angebotsguide als Unterstützung für regionale Unternehmen

Gemeinsam mit dem „IQ Netzwerk Bayern“ und der Stadt Kaufbeuren hat der Landkreis Ostallgäu einen Angebotsguide für Unternehmen mit neuzugewanderten Beschäftigten entwickelt. Die Übersicht zeigt Unternehmer*innen auf einen Blick, an welche Beratungsstellen sie sich bei bestimmten Fragen wenden können. Die Übersichtstabelle beinhaltet die Themenbereiche Personalsuche, rechtliche Rahmenbedingungen, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Spracherwerb, Fachliche Qualifizierung, Ausbildung, Finanzielle Förderung, sowie inner- und außerbetriebliche Bindung. Mit einem weiteren Mausklick öffnet sich direkt die dazugehörige Homepage mit den genauen Daten für eine Kontaktaufnahme. Unternehmen im Ostallgäu und Kaufbeuren sollen so bei der Integration von neuzugewanderten Beschäftigten in ihren Betrieb unterstützt werden.
 
Der Angebotsguide stellt ein zentrales Ergebnis des Netzwerkes „Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“ dar. Das Netzwerk ist nach den beiden Säulen „Sprache“ und „Kompetenz“ der dritte Baustein des Gesamtprozesses „Flüchtlinge – Wege in den Arbeitsmarkt“, der vom Jobcenter Ostallgäu initiiert wurde.
 
Der Angebotsguide ist im Internet zu finden unter www.bildung-ostallgaeu.de/anerkennung-kompetenzen.html oder auf Anfrage bei den Bildungskoordinatorinnen für Neuzugewanderte des Landkreises sowie auf der interaktiven Karte des Landkreises Ostallgäu unter dem Thema Integration – Ausbildung und Arbeit: https://maps.ostallgaeu.de.

ProfilPASS in Berufsintegrationsklassen fortgesetzt

Das erfolgreiche Projekt „ProfilPASS in Berufsintegrationsklassen“ wird im Schuljahr 2019/2020 zum vierten Mal in Folge an der Berufsschule umgesetzt. Mit dem Instrument „ProfilPASS“ werden individuelle Kompetenzen bei jungen Menschen mit einem Sprachförderbedarf erfasst und es wird damit ein Beitrag zur beruflichen Orientierung geleistet. In zwei Stunden pro Schulwoche ermittelt die zertifizierte Trainerin zusammen mit den Schüler*innen die jeweiligen Kompetenzen durch Coaching und Gruppenprozesse.
  
Für berufsschulpflichtige Zugewanderte zwischen 16 und 21 Jahren mit einem Sprachförderbedarf wurden in der Vergangenheit bayernweit Berufsintegrationsklassen eingerichtet. Der Schulbesuch bereitet auf eine Berufsausbildung oder eine weiterführende Schule vor. Der ProfilPASS unterstützt als zusätzliches Angebot zum Regelunterricht die jungen Menschen an der Berufsschule Ostallgäu beim Übergang in individuell passende Anschlussmaßnahmen.
 
Für die Übernahme der Durchführungskosten konnte die Bildungskoordination für Neuzugewanderte erstmals die Kinderbrücke Allgäu gewinnen. Der Landkreis ist Sachkostenaufwandsträger und trägt die Koordination für das Projekt.