Jahresbericht 2018

Bildungsregion

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72-Stunden-Aktion fördert soziale Kompetenzen

Landrätin Zinnecker und Oberbürgermeister Bosse bei der Auftaktveranstaltung der „72 Stunden“-Sozialaktion
Landrätin Zinnecker und Oberbürgermeister Bosse bei der Auftaktveranstaltung der „72 Stunden“-Sozialaktion

Vom 23. bis 26. Mai fand die bundesweite „72 Stunden“-Sozialaktion des BDKJ (Bund Deutscher Katholischer Jugend) statt. In Kaufbeuren und im Ostallgäu übernahmen Oberbürgermeister Stefan Bosse und Landrätin Maria Rita Zinnecker die Schirmherrschaft. Die Koordinierungsgruppe wurde von der Bildungskoordination des Landratsamtes bei der Organisation unterstützt.
 
Bei der Sozialaktion führten Kinder- und Jugendgruppen innerhalb von 72 Stunden ein soziales Projekt durch. Im Ostallgäu nahmen über 650 Jugendliche aus 28 verschiedenen Gruppen teil, wodurch der Landkreis eine der deutschlandweit engagiertesten Regionen darstellte. Ob Insektenhotel, Kuchenverkauf für einen guten Zweck oder der Bau eines Waldlehrpfades: So vielfältig wie die Teilnehmergruppen waren auch die Projekte.
 
Landrätin Zinnecker wies auf der Auftaktveranstaltung mit 250 Teilnehmer*innen in der Realschule Marktoberdorf auf die Bedeutung der Aktion über die 72 Stunden hinaus hin: „Eure Arbeit zeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist, sei es im Sozialen, Naturschutz, Kultur und anderen Bereichen. Ohne das Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft nicht so sozial und vielfältig und mit eurem ehrenamtlichen Engagement gewinnt ihr auch an Erfahrungen und bekommt soziale Kompetenzen, die euch später im Erwachsenenleben weiterhelfen werden.“

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Landratsamt bietet Medienberatung in den Gemeinden an

Das Landratsamt Ostallgäu hat im Rahmen des Schwerpunkts „Digitalisierung“ der Bildungsregion Ostallgäu ein Projekt gestartet, mit dem vor Ort Bürgerinnen und Bürger kostenlos beraten werden – die ehrenamtliche Medienberatung in den Gemeinden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Senior*innen. Die Nutzung von Internet und Smartphone wird auch bei der Generation 60+ immer alltäglicher. Diese haben aber Fragen, sei es zur Bedienung, zur Sicherheit oder anderen Themen.
 
Die ehrenamtlichen Medienberater*innen sind technikkundige, meist ältere Menschen, die anderen bei alltäglichen Fragen und Problemen mit Smartphone und Co helfen wollen. Sie sind zu bestimmten Zeiten regelmäßig an Begegnungsorten wie Gemeindebücherei, Dorfhaus oder Seniorentreff.
 
Die ehrenamtliche Medienberatung wurde als Pilotprojekt in Biessenhofen, Kaltental, Lechbruck, Nesselwang und Roßhaupten gestartet und hat schon großen Anklang gefunden. Die Medienberater*innen wurden über die Seniorenbeauftragten vor Ort gefunden und in einem zweitägigen Kurs der VHS Biessenhofen geschult. Die Kurskosten werden vom Landratsamt getragen, das die Gemeinden auch bei rechtlichen Fragen berät und bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Medienberatung ist immer kostenlos, neutral und vertraulich.
 
Wer Interesse an der Medienberatung auch in seiner Gemeinde hat, kann sich an Irmgard Haberberger, Seniorenbeauftragte des Landkreises, unter 08342 911-475 oder irmgard.haberberger(at)lra-oal.bayern.de wenden.

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ProfilPASS® für Jugendliche ohne Ausbildung

Das erfolgreiche Projekt ProfilPASS® wird im Schuljahr 2019/2020 erstmalig auch in dem Berufsintegrationsjahr für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (BIJ-JoA) an der Berufsschule Ostallgäu durchgeführt. Ziel ist es die jungen Menschen zu unterstützen, ihre Stärken und Interessen zu entdecken, sowie ihr Selbstbewusstsein und ihre Verantwortungsbereitschaft zu stärken.
 
Der ProfilPASS® ist ein kostenloses und freiwilliges Angebot für die Schüler*innen an zwei Unterrichtseinheiten pro Schulwoche. In Einzel- und kleinen Gruppenangeboten werden über das ganze Schuljahr hinweg die individuellen Interessen und Stärken der jungen Menschen gemeinsam mit einer zertifizierten ProfilPASS®-Trainerin erfasst, unabhängig von Schulnoten und Zeugnissen. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage, um Praktika und Ausbildungsberufe zielgerichtet auszuwählen.
 
Das Instrument ProfilPASS® ist schon länger im Landkreis Ostallgäu etabliert. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene jeden Alters nutzen das Angebot. Für junge Zugewanderte mit Sprachförderbedarf wurde er inhaltlich angepasst und fest im Unterricht in den Berufsintegrationsklassen der Berufsschule Ostallgäu verankert. Aufgrund des hohen Mehrwerts des Kompetenzbilanzierungsinstrumentes wird der ProfilPASS® dieses Schuljahr auch für Jugendliche ohne Ausbildung im Landkreis angeboten.
 
Das Projekt wurde durch die Fachstellen Bildungsmanagement und Koordination Jugendberufsagentur am Landratsamt Ostallgäu initiiert. Die Durchführungskosten übernimmt die Kinderbrücke Allgäu, Sachaufwandsträger des Projektes ist der Landkreis.