Jahresbericht 2018

Demenz

Wanderausstellung DEMENSCH im Landratsamt Ostallgäu

Vom 26. September bis zum 30. Oktober 2018 waren die 40 Exponate der Ostallgäuer DEMENSCH-Ausstellung erstmals in einer Zusammenschau im Foyer des Landratsamts in Marktoberdorf zu sehen. Die Ausstellung des Landkreises wirbt für einen menschlichen Umgang mit Demenz – ganz im Sinne des Demenzkonzepts des Landkreises „Einfach dazugehören“. Mit menschenfreundlichem Humor thematisieren die Bilder des bundesweit bekannten Cartoonisten Peter Gaymann Situationen aus dem Alltag der Betroffenen.

 

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Positiver Trend zum Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag Pflegebedürftiger setzt sich fort

Die Umsetzung von haushaltsnahen Dienstleistungen wie die gemeinsame Zubereitung von Mahlzeiten war unter anderem Thema der Freiwilligen-Schulungen – ein Bedarf den viele ambulante Pflegedienste derzeit gar nicht abdecken können.
Die Umsetzung von haushaltsnahen Dienstleistungen wie die gemeinsame Zubereitung von Mahlzeiten war unter anderem Thema der Freiwilligen-Schulungen – ein Bedarf den viele ambulante Pflegedienste derzeit gar nicht abdecken können.

Rund zwei Drittel der begleitenden Angehörigen von Menschen mit Demenz wünschen sich Unterstützung im Alltag. Begleitung zum Arzt, Spaziergänge, kleine Erledigungen im Haushalt oder einfach ein aufmerksames Gespräch entlasten den Alltag und geben den Betroffenen das Gefühl einfach dazu zu gehören. Wichtig ist, dass diese Hilfen bezahlbar bleiben und von den Pflegekassen anerkannt sind. Ehrenamtliche Helferkreise helfen mit, diese Lücke zu schließen.
 
Dafür müssen die freiwilligen Helferinnen und Helfer auf ihre anspruchsvolle Aufgabe gut vorbereitet werden. Insgesamt nahmen rund 130 Teilnehmer*innen an den acht Schulungen teil, die über den Landkreis verteilt stattgefunden haben. Die Teilnahme der Ehrenamtlichen an den Kursen ist Vorrausetzung dafür, dass diese in einem von den Pflegekassen anerkannten Dienst tätig werden können.

Neues Förderprogramm zum Ausbau ambulanter Dienste zeigt erste Erfolge

Die am Förderprogramm des Landkreises teilnehmenden Pflegedienste haben 2018 ihre ambulanten Betreuungs-, Pflege- und Beratungsdienstleistungen weiter verbessert. Insbesondere die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz wurden in der Angebotsentwicklung berücksichtigt. Ein Höhepunkt war die Verabschiedung eines Ostallgäuer Standards zur Umsetzung der ganzheitlichen Förderung von Menschen mit Demenz. Wesentliche Grundlage stellt dafür die wissenschaftlich anerkannte MAKS-Aktivierungstherapie dar. MAKS steht dabei für die Förderung der Motorik, Alltagsorientierung, Kognition und Spiritualität. Auch beim Ausbau von aufsuchenden Pflegeberatungsangeboten wurde intensiv gemeinsam gearbeitet. Dabei wurde ein wichtiger Beitrag für ein enger werdendes Netz von ambulanten und niedrigschwelligen Hilfen geschaffen, die einen möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung auch bei zunehmender Pflegebedürftigkeit ermöglichen.
 
2018 erhielten erstmals neunzehn Ostallgäuer Einrichtungen Zuschüsse in Höhe von insgesamt 67.412 Euro im Rahmen des 2017 vom Landkreis eingeführtem Förderprogramms für ambulante und teilstationäre Pflegedienstleistungen – kurz FEBP. 

  

 

 

Die Arbeit des Demenzbeauftragten wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
Soziale Entwicklung
Alexander Zoller

Tel. 08342 911-435
Fax 08342 911-563
 
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