Jahresbericht 2018

Demenz

Sozialausschuss beschließt Budgeterhöhung zur Förderung von niedrigschwelligen Entlastungs- und Betreuungsangeboten sowie ambulanten und teilstationären Pflege- und Betreuungsangeboten (FEBP) ab 2020

Bei der Übergabe des MAKS-Starterpakets (v. l.): Demenzbeauftragter des Landkreises Stephan Vogt, Geschäftsführerin der Katholisch-Evangelischen Sozialstation Füssen Anja Schmid, Pflegedienstleiterin Christa Lukes und Betreuungsassistentin Karin Unger
Bei der Übergabe des MAKS-Starterpakets (v. l.): Demenzbeauftragter des Landkreises Stephan Vogt, Geschäftsführerin der Katholisch-Evangelischen Sozialstation Füssen Anja Schmid, Pflegedienstleiterin Christa Lukes und Betreuungsassistentin Karin Unger (Foto: Andrea Mahler)

Aufgrund der ausgeweiteten Aktivitäten der 22 am Programm teilnehmenden Einrichtungen wird die Summe der beantragten Förderbeträge voraussichtlich deutlich ansteigen. Aus diesem Grund wurde vom Ausschuss für Familie und Soziales am 22. November 2019 die maximale Fördersumme für das Leistungsjahr 2019 von 90.000 auf 120.000 Euro erhöht.
  
Ein Bedarf an finanzieller Förderung der niedrigschwelligen und insbesondere der ambulanten Pflegeangebote besteht im gesamten Landkreis. Dies ergab unter anderem ein runder Tisch zur Versorgungssituation des südlichen Landkreises unter Beteiligung mehrerer Dienste, der AOK-Pflegekasse, sowie der Senioren- und des Demenzbeauftragten im Landkreis vom 11. Juli 2019.
  
Die FEBP dienen als Steuerungsinstrument, um niedrigschwellige Entlastungs- und Betreuungsangebote sowie ambulante und teilstationäre Pflege- und Pflegeberatungsdienste bei der Erreichung der Ziele des Ostallgäuer Seniorenkonzeptes finanziell zu unterstützen. Hilfe- und pflegebedürftigen Menschen soll ein möglichst langer Verbleib in der eigenen Häuslichkeit ermöglicht werden. Nach dem Prinzip „ambulant vor stationär“ soll die Lebenswelt pflegebedürftiger Menschen die notwendigen Versorgungsstrukturen sowie neue Betreuungs- und Pflegeformen für ältere und pflegebedürftige Menschen im ambulanten Bereich umfassen.

Demenzbeauftragter berät Gemeinden zu ambulant betreuten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz

In ambulant betreuten Wohngemeinschaften leben Menschen mit Demenz in einer offen gestalteten Wohnform. (Foto: Stephan Vogt)
In ambulant betreuten Wohngemeinschaften leben Menschen mit Demenz in einer offen gestalteten Wohnform. (Foto: Stephan Vogt)

Durch die Ansiedelung ambulant betreuter Wohngemeinschaften können kleinere Gemeinden im ländlichen Raum eine Belebung ihrer Ortskerne erhalten und fördern. Für pflegebedürftige Bürger*innen mit Demenz und ihre Angehörigen stellen sie eine ortsnahe Alternative zu Angeboten stationärer Pflegeeinrichtungen dar. Mit dem Demenz-Beauftragten Stephan Vogt aus der Sozialen Entwicklung fanden interessierte Initiatoren im Landkreis einen kompetenten Ansprechpartner zu diesem komplexen Thema.
  
Es hat sich herumgesprochen, dass Vogt seine über viel Jahre in der Praxis gesammelten Erfahrungen als Entwickler und Begleiter von Senioren-Wohngemeinschaften auf gut verständliche Weise gerne weitergibt. Neben Vorträgen in Kreisen der Ostallgäuer Nachbarschaftshilfen brachte er sein Fachwissen in die Beratung potenzieller Initiativen in insgesamt sieben Ostallgäuer Gemeinden ein. Das Thema bekommt derzeit mit dem im Dezember 2019 vom Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege veröffentlichten Investitionsförderprogramm PflegeSoNah so richtig Schwung.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
Soziale Entwicklung
Alexander Zoller

Tel. 08342 911-435
Fax 08342 911-563
 
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