Jahresbericht 2018

Ehrenamt

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Fachtagung „Ehrenamt im Ostallgäu“: 180 Ehrenamtliche bilden sich weiter und tauschen sich aus

Landrätin Maria Rita Zinnecker begrüßt die Teilnehmer*innen der Fachtagung „Ehrenamt im Ostallgäu“.
Landrätin Maria Rita Zinnecker begrüßt die Teilnehmer*innen der Fachtagung „Ehrenamt im Ostallgäu“.

Rund 180 Ehrenamtliche haben an der dritten Fachtagung „Ehrenamt im Ostallgäu“ der Servicestelle EhrenAmt des Landkreises Ostallgäu teilgenommen. In den Räumen des Landratsamtes in Marktoberdorf informierten sich die Teilnehmer*innen aus dem Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren in 17 Workshops zu Themen wie Vereinsrecht, eine gute Rede halten oder Projektarbeit.
 
„Sie alle können sich heute bei kompetenten und erfahrenen Referenten über die aktuellen Themen informieren, Sie können Fragen rund um Ihr eigenes Ehrenamt klären und Sie haben die Gelegenheit, sich mit vielen Gleichgesinnten auszutauschen,“ sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker zur Begrüßung der Ehrenamtlichen. Zinnecker weiter: „Die Fachtagung ist einer unserer Wege, Danke für Ihr hervorragendes Engagement zu sagen.“

 

Workshops bieten konkrete Tipps für das ehrenamtliche Engagement

 
In ihrem Workshop „Gute Rede – schlechte Rede“ gaben Thommi Stottrop, Moderator bei Bayern 3, und Thomas Heinze, Coach und Berater, Impulse, wie man informiert ohne zu langweilen, zur Bedeutung der Körpersprache und dem richtigen Umgang mit Nervosität. Neben rechtlichen Grundlagen ging Rechtsanwalt Richard Didyk auf Neuerungen im Bereich Datenschutz ein und sorgte damit für Aufklärung bei den Ehrenamtlichen. Die Themen Projekt- und Teamarbeit im Ehrenamt bespielte Christa Jordan. Sie ist Kommunikationstrainerin und bildet seit vielen Jahren Ehrenamtliche in diesen Themen weiter. „Meine Erwartungen an die Fachtagung wurden alle erfüllt. Ich habe hilfreiche Informationen erhalten und konnte mich mit anderen Ehrenamtlichen austauschen und vernetzen“, sagte Teilnehmerin Andrea Zeisberger-Refle.

 

Die Bildergalerie finden Sie hier: https://www.ehrenamt-ostallgaeu.de/fachtagung-2018.html

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Erlebnistag in der Natur als Dankeschön für Ostallgäuer Ehrenamtliche

Ein Teil der Teilnehmer*innen baute erfolgreich seetüchtige Floße.
Ein Teil der Teilnehmer*innen baute erfolgreich seetüchtige Floße.

Als Wertschätzung hat Landrätin Maria Rita Zinnecker Ehrenamtliche aus dem Ostallgäu zu einem Erlebnistag im Erlebnispädagogikzentrum Outward Bound Schwangau eingeladen. Die Inhaber der Ostallgäuer Ehrenamtskarte, denen diese im März 2017 als Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement verliehen wurde, konnten sich zwischen Aktionen wie Floßbauen, Wandern im Bachbett und Klettern im Hochseilgarten entscheiden. 

 

Die 34 Teilnehmer*innen wurden im Erlebniszentrum Outward Bound in Schwangau von Julia Grimm, Ehrenamtsbeauftragte des Landkreises Ostallgäu, und Manuel Wenzel, Leiter des Bildungszentrums Outward Bound Schwangau, empfangen. „Wir haben dieses Mal ein besonderes Dankeschön für die Inhaber der Ostallgäuer Ehrenamtskarte organisiert. Die Aktionen mit Outward Bound sollen Freude bereiten, den Mut, über die eigenen Grenzen zu gehen, vermitteln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten fördern“, sagte Julia Grimm.

 

Die Ehrenamtlichen teilten sich in drei Gruppen auf und starteten in den Nachmittag. Die Wandergruppe begann ihre Tour im nahegelegenen Flussbett. Nasses Geröll, Äste und Wurzeln boten keinen vorgegebenen Pfad, dafür jede Menge Optionen, den eigenen Weg zu finden. Der Bannwaldsee war das Ziel der Floßbauer. Nach einer kurzen Wanderung zum See bauten die Teilnehmer*innen ihre eigenen Flöße aus Regentonnen, Brettern und Seilen und stachen dann auf diesen in See. Die dritte Gruppe hatte sich im hauseigenen Klettergarten in luftige Höhe begeben. Je drei Kletterer bildeten ein Team: Zwei sicherten und einer kletterte.
 
Nach getaner Arbeit ließen die Gäste den Tag mit Aussicht auf die Allgäuer Alpen und mit einem Abendessen ausklingen. „Der Tag heute war wie Urlaub. Ich konnte richtig abschalten und den Tag genießen. Die Einladung dazu ist für mich eine wertvolle Anerkennung“, sagte Angelika Schinko-Herb, die ehrenamtlich in Görisried als Seniorenbeauftragte und Koordinatorin der Nachbarschaftshilfe tätig ist.
 
Die Bildergalerie finden Sie hier: https://www.ehrenamt-ostallgaeu.de/ehrenamtskarte-2017.html

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Neuerungen beim Datenschutz: Infoveranstaltungen werden von 340 Vereinen besucht

Bis auf den letzten Platz war der Saal Ostallgäu bei der Infoveranstaltung zum Datenschutz gefüllt.
Bis auf den letzten Platz war der Saal Ostallgäu bei der Infoveranstaltung zum Datenschutz gefüllt.

Datenschutz ist ein sensibles Thema – auch und besonders für Vereine, da sie regelmäßig mit personenbezogenen Daten arbeiten, wenn sie beispielsweise zu Veranstaltungen laden oder Mitgliedsbeiträge einziehen. Ende Mai dieses Jahres trat nun die neue EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft, bringt einige Neuerungen und sorgt so für neue Fragestellungen. Um diese zu beantworten, hat die Servicestelle Ehrenamt  im April und Mai 2018 im Landratsamt zwei Infoveranstaltungen für Vereine angeboten.
 
Die Informationsveranstaltungen zum Thema „EU-Datenschutzgrundverordnung – Neue Pflichten für Vereine“ wurden von Rechtsanwalt Richard Didyk durchgeführt. Er hat den jeweils rund 170 Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die zukünftige Rechtslage gegeben sowie einige praktische Tipps zur Umsetzung der Datenschutzverordnung in ihren Vereinen geliefert.

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Sicherheit geht vor: Ostallgäuer Böllergeräte geprüft

Unter den geprüften Geräten waren auch echte Kanonen.
Unter den geprüften Geräten waren auch echte Kanonen.

Als Unterstützung für Vereine hat die Servicestelle EhrenAmt des Landratsamtes Ostallgäu in Zusammenarbeit mit dem Beschussamt München Anfang Juli Termine zur Prüfung von Böllergeräten koordiniert. Insgesamt wurden 90 Geräte von rund 35 Ostallgäuer Vereinen und Gemeinden in Breitenbrunn bei Mindelheim geprüft.
 
Die Kanonen und Böller werden von den Vereinen und Gemeinden auf Hochzeiten, Kriegergedenktagen und Beerdigungen eingesetzt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen die Geräte alle fünf Jahre überprüft werden. Dies erfolgte in den vergangenen Jahren durch eine visuelle Kontrolle und war in den Bauhöfen vor Ort möglich. Neue Vorschriften führen nun dazu, dass die Geräte während der Prüfung scharf geschossen werden müssen. Dies ist nur in speziellen Kiesgruben möglich. Die Ehrenamtlichen müssen sich deshalb seit letztem Jahr beim Beschussamt München melden und für die Prüfung der Geräte weite Wege in Kauf nehmen.

 

Unterstützung für Vereine

   
Julia Grimm von der Servicestelle EhrenAmt hatte sich deshalb des Themas angenommen: „Wir haben die Bedarfe bei den Ostallgäuer Vereinen und Gemeinden abgefragt und mit dem Beschussamt einen Termin koordiniert, zu dem die Vereine und Gemeinden eingeladen wurden. Die Kiesgrube in Breitenbrunn bei Mindelheim ist für die Beschussprüfung geeignet und aus dem Ostallgäu gut zu erreichen.“ Die Unterstützung durch die Servicestelle EhrenAmt wurde von den Vereinen positiv bewertet. Schützenmeister Hans Theil von der Vereinigten Schützengesellschaft Lechbruck sagt: „Ich finde eine zentrale Koordinierung der Beschussprüfung gut, da es uns Vereine konkret entlastet. Verbessern würde ich, dass die Vereine gestaffelt und nicht alle auf einmal vom Beschussamt München eingeladen werden. So können Wartezeiten verringert werden.“

 

Geräte werden auf Herz und Nieren geprüft

 
Das Beschussamt München ließ es in der Kiesgrube bei Breitenbrunn krachen. Die 90 Salutkanonen und Böller aus dem Ostallgäu wurden hinsichtlich Material, Funktion und Sicherheit in einer technischen Prüfung getestet. Bei der Prüfung verwendet das Beschussamt eine Schrotvorlage, um den Druck bei der Zündung zu erhöhen. So auf Herz und Nieren geprüft können die Kanonen und Böller wieder auf öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt werden.