Jahresbericht 2020

Gleichstellungsstelle

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Kinderschutz braucht starke Netze – Fortbildung für Fachkräfte

V. l.: Rita Steffes-enn (Kriminologin), Christine Maschke (Notrufstelle), Eva Storf (Jugendamt am Landratsamt Ostallgäu) und Heike Krautloher (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ostallgäu)
V. l.: Rita Steffes-enn (Kriminologin), Christine Maschke (Notrufstelle), Eva Storf (Jugendamt am Landratsamt Ostallgäu) und Heike Krautloher (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ostallgäu)

In Kooperation mit der Notrufstelle für Opfer sexueller Gewalt haben die Gleichstellungsstellen des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren sowie die Kolleginnen der Kindergartenfachaufsicht der beiden Kommunen die zweitägige Fortbildung „Sexuelle Übergriffe unter Kindern" im Landratsamt in Marktoberdorf veranstaltet.
  
Referentin Rita Steffes-enn ging neben bindungstheoretischen Aspekten auch auf die psychosexuelle Entwicklung von Kindern ein, um davon ausgehend konkrete sexuelle Handlungen besser einschätzen zu können und übergriffigem Verhalten entgegen zu steuern. Außerdem nannte Steffes-enn aus den vielfältigen Forschungen und Untersuchungen wichtige Erkenntnisse, zu Beispiel, dass „das Miterleben von häuslicher Gewalt der höchste Risikofaktor für die Sexuelle Übergriffigkeit eines Kindes gegenüber anderen Kindern [ist].“
  
Nach wie vor hat das Thema der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch Vernachlässigung, Misshandlung und/oder sexuellen Missbrauch traurige Aktualität. Auch die Veröffentlichung von gravierenden (sexuellen) Misshandlungen in Schulen und anderen Institutionen wirft immer wieder die Frage nach einer Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor (sexueller) Gewalt auf. Als Organisatorinnen und Koordinatorinnen des Runden Tisches zum Themenkreis „Häusliche Gewalt/Gewalt gegen Frauen und Kinder“ für die Region Kaufbeuren/Ostallgäu sind die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren bemüht, Fachkräfte zu unterstützen, den Fällen von Kindeswohlgefährdung und sexuellem Missbrauch von Kindern so früh wie möglich auf den verschiedenen erforderlichen Ebenen zu begegnen.

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Online-Jahressitzung der Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Gleichstellungsstellen

Einmal im Jahr lädt die LAG zu einer gemeinsamen Sitzung – dieses Jahr coronabedingt im virtuellen Raum.
Einmal im Jahr lädt die LAG zu einer gemeinsamen Sitzung – dieses Jahr coronabedingt im virtuellen Raum.

Hauptthemen der Jahressitzung waren die Auswirkungen der Coronakrise auf den Alltag von Frauen und auf die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten, der sich immer mehr abzeichnende Role Back, was die Geschlechterrollen betrifft, und das Thema Häusliche Gewalt. Wie die Sprecherinnen der LAG betonten, macht die Coronazeit Ungleichverhältnisse zusätzlich deutlich und verstärkt diese sogar. Dr. Christiane Nischler-Leibl vom Bayerischen Sozialministerium stellte in ihren Ausführungen heraus, dass das Einsetzen für Gleichstellung nun noch wichtiger geworden sei. Die Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft zeigten sich erfreut, dass die Tagung auch in virtueller Form bei den Kolleg*innen sehr positive Resonanz fand. Fachlichen Input lieferten neben Nischler-Leibl die Gleichstellungsbeauftragten mit Analysen aus ihrem Arbeitsalltag, Trainerin Susanne Westphal vom Institut für Arbeitslust und Ariane Wissmeier-Unverricht vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
 
Die Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Gleichstellungsstellen (LAG) ist ein bayernweites Bündnis von kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten aus Städten, Gemeinden und sonstigen kommunalen Gebietskörperschaften und vertritt derzeit über 100 Mitglieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu

Gleichstellungsstelle

Tel. 08342 911-287
Fax 08342 911-551
 
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pro familia - Beratungsstelle

Tel. 0831 960774-0

Fax 0831 960774-18

 

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