Jahresbericht 2018

Jugendberufsagentur

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Jugendberufsagentur Ostallgäu gegründet

Kooperationspartner der Jugendberufsagentur Ostallgäu (v. l.): Thomas Liebner, Geschäftsführer des Jobcenters Ostallgäu, Tanja Hiemer, Koordinatorin der Jugendberufsagentur, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Maria Amtmann, Vorsitzende der Geschäfts
Kooperationspartner der Jugendberufsagentur Ostallgäu (v. l.): Thomas Liebner, Geschäftsführer des Jobcenters Ostallgäu, Tanja Hiemer, Koordinatorin der Jugendberufsagentur, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Maria Amtmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen

Zwischen der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, dem Jobcenter Ostallgäu und dem Landkreis Ostallgäu wurde die Kooperationsvereinbarung für eine Jugendberufsagentur unterzeichnet. Die Jugendberufsagentur, deren Koordinatorin sich im Landratsamt Ostallgäu befindet, soll alle jungen Menschen im Landkreis noch besser dabei unterstützen, sich beruflich, sozial und gesellschaftlich zu integrieren, damit kein junger Mensch – unabhängig von seiner Herkunft – verloren geht.

  

Enge Zusammenarbeit 


Obwohl die Bedingungen auf dem Ausbildungsmarkt sehr gut sind, gelingt nicht allen jungen Menschen der Übergang von der Schule in den Beruf und die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. „Problematisch ist es vor allem, wenn junge Menschen aus sozial schwierigen Verhältnissen und mit persönlichen Problemen nicht aktiv um Hilfe bei der Suche nach einer Ausbildung oder einem Job nachfragen“, erklärt Maria Amtmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Die Förderung der beruflichen und sozialen Integration von benachteiligten jungen Menschen ist gemeinsame Aufgabe der öffentlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der Agentur für Arbeit und des Jobcenters und steht somit im Fokus der Gründung der Jugendberufsagentur. Diese Agentur stellt keine eigenständige Institution dar, vielmehr verpflichten sich die drei Kooperationspartner zur engeren Zusammenarbeit. „Die Kommunikation untereinander lief bisher auf hohem Niveau, nun soll die Abstimmung zu Einzelfällen und Unterstützungsangeboten noch mehr forciert und weitere wichtige Partner wie zum Beispiel die Schulen enger eingebunden werden“, betont Landrätin Maria Rita Zinnecker. Junge Menschen und ihre Familien erhalten bereits vielfältige Unterstützung von verschiedenen Einrichtungen und Institutionen. Gemeinsames Ziel ist daher, bedarfsgerechte und ökonomisch sinnvolle Strukturen zur Unterstützung junger Menschen aufzubauen und geplante Vorhaben abzustimmen, um Betreuungslücken zu schließen und Doppelstrukturen zu vermeiden.

 
Kein junger Mensch darf verlorengehen

 
„Wichtig ist es dabei nicht nur am Übergang von Schule in Ausbildung zu begleiten, sondern verstärkt die jungen Menschen anzusprechen und zu unterstützen, die bereits aus verschiedenen Gründen aus den Unterstützungssystemen „herausgefallen“ sind. Im Rahmen der Jugendberufsagentur sollen diese jungen Menschen wieder aufgefangen werden“, sagt Thomas Liebner, Geschäftsführer des Jobcenters Ostallgäu. Die Kooperation hat sich durch sogenannte Fallkonferenzen in den Berufsintegrationsklassen der Staatlichen Berufsschule Ostallgäu schon bewährt. Lehrer, Sozialpädagogen, Berufsberater, Mitarbeiter des Jugendamtes und Jobcenters sprechen dabei über sinnvolle Anschlussmöglichkeiten wie Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung der Schüler und Schüler*innen. Eine Besonderheit für die Jugendberufsagentur Ostallgäu stellt eine eigens eingerichtete Koordinationsstelle dar, die über das Jobcenter Ostallgäu finanziert wird. Deren Aufgabe ist es, die Akteure der Jugendberufsagentur zu unterstützen, indem zum Beispiel Abstimmungsformate eingerichtet und gemeinsame Ziele und Handlungsfelder festgelegt werden.