Jahresbericht 2018

Klimaschutz

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Klimaanpassung: Landkreis bereitet sich vor

V. l.: Gregor Weyer (Umweltbüro LUP), Landrätin Maria Rita Zinnecker, Dr. Mady Olonscheck (Umweltbüro GreenAdapt) und Gerhard Limmer (Stadt Kaufbeuren) arbeiten gemeinsam am Klimaanpassungskonzept.
V. l.: Gregor Weyer (Umweltbüro LUP), Landrätin Maria Rita Zinnecker, Dr. Mady Olonscheck (Umweltbüro GreenAdapt) und Gerhard Limmer (Stadt Kaufbeuren) arbeiten gemeinsam am Klimaanpassungskonzept.

Das Ostallgäu erstellt als erster Landkreis in Bayern – gemeinsam mit der Stadt Kaufbeuren – ein Klimaanpassungskonzept. Als Pilotlandkreis wird er dabei vom Bayerischen Landesamt für Umwelt begleitet. Mit der Konzepterstellung wurden erfahrene Umweltbüros aus Berlin und Potsdam beauftragt, die nun ein Jahr Zeit haben, Behörden, Vereine, Verbände, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger intensiv in den Prozess einzubinden.
 
Weil das Ostallgäu als Alpenlandkreis eine besondere Sensibilität gegenüber dem Klimawandel hat, macht sich der Landkreis Gedanken, wie eine mögliche Klimaanpassung aussehen kann. Ziel ist es, nicht nur zu reagieren, sondern sich rechtzeitig und planvoll mit Maßnahmen auf die Auswirkungen des Klimawandels einzustellen.

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Energiesparclub Ostallgäu immer beliebter

Die teilnehmenden Klassen wurden für den Einsatz beim Energiesparclub vom Landkreis mit einem Zuschuss für die Klassenkasse belohnt.
Die teilnehmenden Klassen wurden für den Einsatz beim Energiesparclub vom Landkreis mit einem Zuschuss für die Klassenkasse belohnt.

Im vergangenen Jahr haben mit zehn Klassen erstmals deutlich mehr Klassen als bisher am Energiesparclub teilgenommen. Ziel des Projektes ist es, Grundschüler*innen für die Zusammenhänge zwischen Stromverbrauch und Klimawandel zu sensibilisieren, denn Klimaschutz fängt schon bei den Kleinsten an. Kleine Experimente und Spiele vermitteln anschaulich, wie Strom erzeugt wird und welche Möglichkeiten der Energiegewinnung es gibt. Gleichzeitig wird das Thema Klimaschutz dadurch in der Familie platziert, denn die Schüler*innen sollen beispielsweise auch Messgeräte mit nach Hause nehmen, um dort nach den größten „Stromfressern“ zu suchen.  
 
Seit 2015 nehmen jährlich hunderte Dritt- und Viert-Klässler am Energiesparclub Ostallgäu teil. Das Konzept wurde von engagierten Grundschullehrkräften entwickelt, die dabei vom Landratsamt und Schulamt fachlich und organisatorisch unterstützt wurden. Kisten mit den benötigten Unterrichtsmaterialien stehen in allen 30 Grundschulen im Landkreis Ostallgäu, eine auch in Kaufbeuren, zur Verfügung. Für die Lehrkräfte werden jährlich entsprechende Fortbildungen angeboten.

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„Energiezukunft Unternehmen“ in Halblech

Durch eine Erhöhung der Effizienz und Optimierung von Prozessen – auch mit Blick auf den Material- und Ressourceneinsatz – können Unternehmen ihre Energiekosten senken, ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und gleichzeitig das Klima schützen. Genau diesen Ansatz verfolgt das Projekt Energiezukunft Unternehmen. Aufbauend auf einer ganzheitlichen Analyse werden den Unternehmern*innen und Maßnahmen zur Prozess- und Energieoptimierung vorgeschlagen. Nach der ersten Pilotdurchführung in Marktoberdorf fand vom 17. Mai bis zum 29. Juni 2018 die zweite Pilotdurchführung in der Gemeinde Halblech statt. Den Auftakt bildete ein Unternehmerfrühstück, zu dem Bürgermeister Johann Gschwill eingeladen hatte.
 
Kern des Projektes ist eine rund dreistündige Energieberatung direkt im Unternehmen. Mit der Firma ECA Concept GmbH aus Kempten wurde den Unternehmen ein Dienstleister mit langjähriger Erfahrung in Energie- und Ressourceneffizienzberatungen zur Seite gestellt. Die Gelegenheit der kostenfreien Beratung nahmen in Halblech 12 Unternehmen wahr. Sie zeigten sich im Anschluss überzeugt von dem Angebot.

 

Von dem Projekt profitiert die Region gleich dreifach: Unternehmen senken ihre Energiekosten, Kommunen stärken ihren Wirtschaftsstandort und alle machen Klimaschutz. Weitere Kommunen, die ihren Unternehmen in 2019 ebenfalls eine Energieberatung zukommen lassen möchten, können sich beim Landratsamt melden.

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Landkreis hat nun drei E-Autos in seinem Fuhrpark

Landrätin Maria Rita Zinnecker mit den neuen E-Autos
Landrätin Maria Rita Zinnecker mit den neuen E-Autos

Der Landkreis Ostallgäu hat die Zahl der Elektroautos in seinem Fuhrpark auf drei erhöht. Seit Kurzem stehen die drei Renault Zoe für Dienstfahrten bereit. „Elektromobilität hat Zukunft und wir wollen damit nicht nur ein Zeichen setzen, sondern auch zeigen, dass E-Autos im Alltag durchaus praktikabel sind“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die E-Autos verfügen über eine reale Reichweite von rund 300 Kilometern und sind so auch auf längeren Strecken im Einsatz. Zusammen mit den zwei Dienst-E-Bikes bilden sie nun die E-Flotte des Landkreises. Allen ist gemein, dass sie ausschließlich mit Ökostrom geladen werden.

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Förderprogramm Sanierungsberatung und -begleitung: Fördermittel aufgestockt

Aufgrund der großen Nachfrage beim Förderprogramm „Sanierungsberatung und -begleitung“ des Landkreises hat Landrätin Maria Rita Zinnecker den regulären Fördertopf von 65.000 Euro einmalig auf 75.000 Euro erhöht.
 
Wer sein Haus saniert, tut nicht nur sich selbst und seinem Geldbeutel etwas Gutes, sondern auch der Umwelt. Wie auch schon in den Jahren zuvor unterstützt der Landkreis daher Sanierer finanziell durch das Förderprogramm „Sanierungsberatung und -begleitung“. Dadurch wird die Bundesförderung für eine Baubegleitung so aufgestockt, dass die Kosten dafür mit bis zu 100 Prozent gefördert werden. Die Baubegleitung durch einen kompetenten Fachmann trägt entscheidend dazu bei, eine hohe Qualität der Sanierungen zu gewährleisten.
 
Neben dem finanziellen Aspekt sorgt der Landkreis gemeinsam mit der Stadt Marktoberdorf und eza! auch für entsprechendes Knowhow der Bau- und Sanierungswilligen. Die langjährig etablierte Messe Bau- und Energietage leistete auch 2018 wieder mit zahlreichen Ausstellern und Fachvorträgen einen Beitrag zur Fachinformation des interessierten Publikums.

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Durchwachsene Silphie: Zufriedenheit mit der ersten Ernte

Nach dem Aussaatjahr 2017 war 2018 für die Mais-Alternativpflanze „Durchwachsene Silphie“ (Silphium perfoliatum) das erste Erntejahr gekommen. Auf allen Flächen konnte der Silphie-Bestand gut etabliert werden. Trotz der langen Trockenheit konnten durchschnittliche Erträge erzielt werden. Die meisten Landwirte zeigten sich mit dem bisherigen Projektverlauf zufrieden.
 
Auf mehreren Versuchsflächen im Allgäu, drei davon im Ostallgäu, wird zurzeit die Durchwachsene Silphie angebaut. Die Silphie kann trotz eines etwas geringeren Ertrags in mehrerlei Hinsicht gegenüber dem Mais punkten. Als eine mehrjährige Pflanze vermindert sie die die Zahl der nötigen Arbeitsgänge sowie den Pflanzenschutzmitteleinsatz deutlich, hat positive Effekte auf die Bodenlebewesen und verbessert die Humusbilanz des Bodens. Wenn für die Bienen und andere Insekten im Spätsommer Nahrungsmittelengpässe auftreten, sind die gelb blühenden Blüten der Silphie außerdem eine reiche Nahrungsquelle.

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Energiekarawane zieht durch Germaringen

Beim Projekt „Energiekarawane“, das im Landkreis erstmals in Germaringen durchgeführt wurde, werden Hausbesitzer kostenlos über das Sanieren und Energiesparen informiert. Vom 12. Februar bis zum 30. März 2018 hatten Germaringer Hausbesitzer die Gelegenheit, eine professionelle Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Im Laufe des siebenwöchigen Kampagnenzeitraums wurden 64 Energieberatungen durchgeführt. Dafür hatte die Gemeinde drei Energieberater ausgewählt, die mit einer halbtägigen Kommunikationsschulung auf die Durchführung der Energiekarawane vorbereitet wurden.
 
Mit der Methode der Energiekarawane wird die Beratung direkt zu den Gebäudeeigentümern nach Hause gebracht. So können die Energieberater optimal auf die individuellen Gegebenheiten eingehen. Im Laufe der einstündigen Initialberatung können je nach Interessen des Hausbesitzers Themen wie Heizen und Dämmen, aber auch Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten besprochen werden.

 

Mit Abstand von ungefähr einem Jahr werden die Ergebnisse der Energiekarawane nun evaluiert und ausgewertet, um etwaige Umsetzungen erfassen zu können.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
Klimaschutz
Tel. 08342 911-196
Fax 08342 911-97398
 
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