Jahresbericht 2018

Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege

Tag der offenen Gartentür mit schwabenweitem Auftakt im Ostallgäu

Auftaktveranstaltung Tag der offenen Gartentür im Juni 2019, Quelle: Birgit Wehnert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege
Auftaktveranstaltung Tag der offenen Gartentür im Juni 2019, Quelle: Birgit Wehnert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege

Unter der Schirmherrschaft von Landrätin Maria Rita Zinnecker richtete der Schwäbische Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege 2019 die Auftaktveranstaltung zum Tag der offenen Gartentür in Schwaben im Landkreis Ostallgäu aus. Die Eröffnung fand im Juni in Blumenried, einem Ortsteil von Eggenthal, in einem der insgesamt sechs teilnehmenden Gärten aus dem Ostallgäu statt. Anwesend waren Schirmherrin Maria Rita Zinnecker, Bezirksvorsitzender Ulrich Pfanner, Kreisbäuerin Karina Fischer, Bürgermeister und Gartenbesitzer Harald Polzer sowie seine Frau Renate Polzer, Kreisvorsitzender Kaspar Rager, Vorsitzender des Gartenbauvereins Eggenthal Thomas Eichhorn, die beiden Kreisfachberaterinnen des Landkreises Friederike Scharpf und Birgit Wehnert sowie zahlreiche weitere Gäste aus den Ortsvereinen und Verbänden des Freizeitgartenbaus in Schwaben.


Sechs Gärten im Landkreis geöffnet 

 
Im Garten von Familie Polzer erwartete die Besucher ein sehr weitläufiger Nutzgarten mit zum Teil alten Obstbäumen, Beeren und Gemüse sowie einer Blumenwiese mit Pflanzenkläranlage. Zur Obstgartenpflege halten die Gartenbesitzer Schafe, Gänse, Laufenten und Bienen.
 
Neben dem Garten „Der Traum von Süden“ mit botanischen Besonderheiten nahmen in Gutenberg noch ein bunter Hausgarten mit Sträuchern, Staudenbeeten, Naschgarten, Hochbeet, Wintergarten mit Zitrusfrüchten sowie zahlreichen Blumen und ein naturnaher Garten mit einer formalgeschnittenen Buchshecke, vielen Stauden, Rosen und einer Keramikwerkstatt teil.
  
Im Markt Kaltental öffneten zwei Gärten ihre Türen für interessierte Besucher: Im Ortsteil Aufkirch konnte ein Garten mit Pflanzhügel, pflegeleichten Pflanzen, einigen Sitzplätzen, zwei Brunnen, Gemüse-Hochbeet und Steingarten mit naturnahem Bereich besucht werden. Familie Müller stellte für diesen Tag ihren Garten in Hanglage mit mehreren Sitzplätzen, zwei Teichen, verschiedenen Stauden und Sträuchern, einem Steingarten, einem Gewächshaus und einer Gartenhütte zur Verfügung.
 
Die Besucher*innen konnten sich in den Orten jede Menge Anregungen für den eigenen Garten holen, Kontakte knüpfen und Garten-Erfahrungen austauschen. Die Aktion findet immer am letzten Sonntag im Monat Juni statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drittes Jugendleiterseminar beschäftigt sich mit dem Thema Wasser

Teilnehmer*innen am dritten Jugendleiterseminar 2019 an der Schloßmühle Liebenthann bei Obergünzburg im Juli 2019, Quelle: Birgit Wehnert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege
Teilnehmer*innen am dritten Jugendleiterseminar 2019 an der Schloßmühle Liebenthann bei Obergünzburg im Juli 2019, Quelle: Birgit Wehnert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege

Beim dritten Jugendleiterseminar vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Ostallgäu in Zusammenarbeit mit der Kreisfachberatung gab es Wissenswertes rund um das Thema Wasser: An dem Fortbildungsseminar mit dem Titel „Lebensraum Fließgewässer: Was(ser) erleben im Günztal“ nahmen insgesamt 17 Mitglieder und Jugendbeauftragte aus den Gartenbauvereinen teil. Dipl. Geoökologin und Projektmanagerin für Umweltbildung Elena Hofmann von der Stiftung KulturLandschaft Günztal erläuterte das Thema Wasser sehr eindrucksvoll und abwechslungsreich. Organisiert wurde die Fortbildung von der Kreisfachberaterin des Landkreises Birgit Wehnert.
  
Nach der Vorstellung der Stiftung KulturLandschaft Günztal näherte sich die Referentin der Thematik Lebensraum Fließgewässer, indem sie zunächst auf die verschiedenen Formen des Wassers in unserem Lebensalltag einging. Dabei baute sie zwischendurch immer wieder kurze Spiele und Rätsel zum Thema Wasser ein, die gut mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden können. Daraufhin wurde das Ökosystem Fließgewässer mit seinen vielfältigen Lebensräumen und Bedingungen, die sich für die Lebewesen von der Quelle bis zur Mündung ständig verändern, dargestellt. Für die Artenzusammensetzung spielen Strömung, Sohl-Substrat, Sauerstoffgehalt, Temperatur, Nährstoffgehalt und die Gewässerstruktur eine wesentliche Rolle. Jede Tierart besiedelt einen für sie typischen Lebensraum. Mit dabei hatte die Referentin zahlreiche Anschauungsmaterialien, zum Teil als lebensechte Modelle, was bei den Teilnehmern sehr gut ankam. Zu einem verantwortungsvollen Aufenthalt am Lebensraum Wasser gehört unter anderem auch, dass geschützte Tiere und Pflanzen nicht zerstört oder beeinträchtigt werden. Unter wisia.de findet man eine Liste der in Deutschland geschützten heimischen Tiere und Pflanzen. Etliche mitgebrachte Bücher und Broschüren rundeten das Angebot ab.
   
Steffen Haid von der Schloßmühle Liebenthann führte nach der Mittagspause die ganze Gruppe in den Liebenthanner Wald zum Bayerischen Löffelkraut, zur Reverdysquelle und zur Quelle der Mühle Liebenthann, dabei vermittelte er auf wohltuende Art und Weise viel Wissenswertes rund um das Thema Wasser.


Ideen für Wasseraktionen 

  
Der praktische Teil des Seminars fand direkt im Wasser statt, jeder durfte mit normalen Küchensieben, Becherlupen und Pinseln Wasserlebewesen in einer Schüssel mit Wasser fangen und anschließend bestimmen. Dafür standen auch zwei Mikroskope zur Verfügung. Mit den verschiedenen Arten von Wasserlebewesen lässt sich die Gewässergüte bestimmen, so deutet zum Beispiel der Fund einer Steinfliegenlarve oder einer Köcherfliegenlarve auf ein sauberes, unbelastetes Gewässer hin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lichtmesstreffen der Ostallgäuer Gartenbauvereine

Geehrt für Jubiläum oder Geburtstage wurden (v. l.): Hartmut Stauder (Kaufbeuren), Johanna Rösch (Ketterschwang), Kaspar Rager (Vorsitzender Kreisverband), Christine Haug (Nesselwang), Paula Laxy (Bernbach), Brigitte Frisch (Wald), Wolfgang Vogel (Klei
Geehrt für Jubiläum oder Geburtstage wurden (v. l.): Hartmut Stauder (Kaufbeuren), Johanna Rösch (Ketterschwang), Kaspar Rager (Vorsitzender Kreisverband), Christine Haug (Nesselwang), Paula Laxy (Bernbach), Brigitte Frisch (Wald), Wolfgang Vogel (Kleinkitzighofen) und Lydia Fichtl (Seeg). Quelle: Friederike Scharpf, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege

Bei der Versammlung wurden alle Gartenbauvereine zunächst über das Thema Datenschutzgrundverordnung für Vereine informiert. Referent war Walter Gerner von der WGM Consulting GmbH aus München. Zahlreiche Fragen konnten hierbei von ihm geklärt werden und er verwies auf Kontaktadressen, bei denen weiterführende Informationen und Muster eingeholt werden können.
 

Fünf neue Vereinsvorsitzende 

 
Für das anstehende Jahr stellte Friederike Scharpf als Geschäftsführerin des Verbandes das Programm vor. Nach Ehrungen zu runden Geburtstagen und Vereinsjubiläen wurden die fünf neuen Vorsitzenden der Gartenbauvereine aus Baisweil, Frankenried, Lengenwang, Pfronten und Ruderatshofen vorgestellt.
 
Der Begriff Lichtmesstreffen für die Jahresversammlung der Ostallgäuer Gartenbauvereine machte in diesem Jahr seinem Namen alle Ehre. Zufälligerweise fiel dieses Jahr der 2. Februar auf einen Samstag. An diesem Festtag endet traditionell die Weihnachtszeit. In früheren Zeiten galt dieses Datum als Beginn des ländlichen, bäuerlichen Wirtschaftsjahres.

Fortbildungsangebot für Gartenpfleger

Fortbildung der Gartenpfleger im Georgihaus Untergermaringen zum Thema „Hochbeet – Hügelbeet“
Fortbildung der Gartenpfleger im Georgihaus Untergermaringen zum Thema „Hochbeet – Hügelbeet“

Die Gartenpfleger erhielten am 26.10. eine Fortbildung unter dem Motto „Gartenkultur – alles über Hügel- und Hochbeete“. Referent war Dietmar Valentin, erster Vorsitzender des Gartenbauvereins Eberfing und geprüfter Gartenpfleger.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege feiern 100sten Geburtstag

Bei der 100-Jahr-Feier wurde auch eine neue Streuobstwiese mit erhaltenswerten alten Kernobstsorten gepflanzt. Mit dabei (v. l.): die neue Kreisheimatpflegerin im Ostallgäu Rita Nett mit ihrem Mann, Bezirks- und Kreisrätin Johanna Hofbauer, Kreisverband
Bei der 100-Jahr-Feier wurde auch eine neue Streuobstwiese mit erhaltenswerten alten Kernobstsorten gepflanzt. Mit dabei (v. l.): die neue Kreisheimatpflegerin im Ostallgäu Rita Nett mit ihrem Mann, Bezirks- und Kreisrätin Johanna Hofbauer, Kreisverbandsvorsitzender und Kreisrat Kaspar Rager und die beiden Kreisfachberaterinnen Friederike Scharpf und Birgit Wehnert. Quelle: Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Unterallgäu

Am Erntedanksonntag, den 6. Oktober, wurde im Bauernhofmuseum in Illerbeuren mit einem Festakt das 100-jährige Bestehen der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege gefeiert. Im Anschluss informierten die schwäbischen Kreisfachberater an vier verschiedenen Standorten die zahlreichen Besucher über Streuobst und Obstanbau im Hausgarten.

Lehrfahrt auf die Insel Mainau

Fachführung durch Gärtner der Insel Mainau, Quelle: Friederike Scharpf, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege
Fachführung durch Gärtner der Insel Mainau, Quelle: Friederike Scharpf, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege

Am Samstag, den 6. Juli, lud der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege gemeinsam mit der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege zu einer eintägigen Lehrfahrt auf die Insel Mainau. Bei einer Fachführung unter dem Motto „Von den Profis lernen“ konnte ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden und man konnte viele neue Eindrücke sammeln.

Siegerehrung Streuobstwettbewerb

Im Januar konnten die Sieger des ersten Kinder- und Jugendwettbewerbs „Streuobstvielfalt – Beiß rein“ bekannt gegeben werden. Eine Jury aus Mitgliedern des Kreistages, des Kreisjugendrings, des Landschaftspflegeverbands, des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege und der Kreisfachberatung ermittelte aus den Wettbewerbsteilnehmern folgende Gewinner:
 
Den ersten Preis, eine große Saftpresse, erhielt der Gartenbauverein Aufkirch-Blonhofen gemeinsam mit der Kolpingfamilie Blonhofen, der mit der Neuanlage und Pflege einer Streuobstwiese mit Kindern im Alter von vier bis elf Jahren einen besonders nachhaltigen, generationenübergreifenden Beitrag leistete.
 
Den zweiten Preis, eine kleine Saftpresse, errang der Gartenbauverein Irsee, der mit Kindern und Jugendlichen den Fokus auf die Verarbeitung der Früchte zu Saft legte, wobei auch hier die Pflege der Streuobstwiese nicht zu kurz kam.
 
Bei den Trägern des dritten Preises, dem Gartenbauverein Marktoberdorf, gemeinsam mit der 11. Klasse der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung, stand als Schwerpunkt die Verwertung von Streuobst im Zentrum. Es wurden viele Rezepte ausprobiert, was sich in einer Broschüre mit erhaltenswerten Rezepten niederschlug. Auch damit wurde ein wichtiger Beitrag für den Erhalt der Streuobstkultur und die Verwertung des Erntegutes geleistet. Der Gruppe wurde als Preis ein Dörrgerät überreicht.

160 Einzelberatungen und verschiedene Vorträge

Beim Streuobstvortrag spielte auch das Wildobst Mispel eine Rolle. Quelle: Birgit Wehnert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege
Beim Streuobstvortrag spielte auch das Wildobst Mispel eine Rolle. Quelle: Birgit Wehnert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege

Die Kreisfachberatung bot dieses Jahr verschiedene Vortragsthemen zur Auswahl an und vermittelte im Rahmen von zahlreichen Vortragsveranstaltungen zu verschiedenen Themen Gärtnerwissen an Interessierte. In diesem Jahr wurden die Themen „Der naturnahe Garten – Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze“, „Neophyten, Einwanderer aus fernen Ländern“, „Heimische Wildobst-Arten“ und „Streuobst – Bedeutung, Pflege, Verwendung“ angeboten.
 
Bei steigender Tendenz konnte in diesem Jahr außerdem über 160 Rat suchenden Gartenbesitzern wieder zu den verschiedensten Themen wie beispielsweise Gartengestaltung bei einer Neuanlage, Pflanzenkrankheiten, Baumfällungen nach Bayerischem Naturschutzrecht, fachgerechtem Strauch- und Obstbaumschnitt, insektenfreundlicher Pflanzenverwendung, alten Obstsorten und Nachbarrecht mit Informationen und Merkblättern weitergeholfen werden.

Tag der o. Gartentür

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu

Natur- und Umweltschutz

Tel. 08342 911-364

Fax 08342 911-564

 

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