Jahresbericht 2018

Landschaftspflegeverband

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Landschaftspflegemaßnahmen für 260.000 Euro durchgeführt

Bei den Arbeiten in der „Schandlache“ war auch schweres Gerät erforderlich. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu
Bei den Arbeiten in der „Schandlache“ war auch schweres Gerät erforderlich. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu

Im Bereich der klassischen Landschaftspflege wurden im Jahr 2019 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 260.000 Euro abgewickelt. Für den Winter 2019/2020 gab es einige umfangreiche Projekte im Bereich Klima- und Moorschutz, so zum Beispiel im Berger Moos bei Pfronten, im Dachsee-Korbsee-Gebiet und im Gennachmoos. Mithilfe des Klimaschutzprogramms 2050 wurden hier Entbuschungen und Wiedervernässungen gefördert. Zu den regelmäßig wiederkehrenden Landschaftspflegearbeiten gehören die Wiederherstellung und Mahd von besonders nassen Streuwiesen und die die Mahd von Steilhängen. Auch die Pflanzung von Streuobstwiesen und Hecken gehörte 2019 zu den Projekten des Landschaftspflegeverbands.
  
Herausragend war auf der Landkreisfläche „Schandlache“ der Freizeit-Einsatz von insgesamt 12 Mitarbeitern des Landratsamtes. Unter anderem wurden größere Müll- und Schrottansammlungen eingesammelt und Zäune abgebaut.

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Neues Projekt zum Storchschnabel-Bläuling

Storchschnabel-Bläuling auf einer Blüte des Sumpf-Storchschnabels. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu
Storchschnabel-Bläuling auf einer Blüte des Sumpf-Storchschnabels. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu

Im November 2019 initiierte der Landschaftspflegeverband ein neues Projekt zum Storchschnabel-Bläuling. Dieser selten gewordene Tagfalter fühlt sich in hochstaudenreichen Säumen an Weg-, Feld- und Grabenrändern wohl, die nur sporadisch gemäht werden. Zuerst einmal werden die noch vorhandenen Vorkommen des Schmetterlings im Ostallgäu erfasst. Außerdem werden mit Gemeindevertretern, Eigentümern und Bewirtschaftern mögliche Maßnahmen besprochen, mit denen der gefährdeten Art geholfen werden kann. Das Projekt läuft bis Ende 2021.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Unterricht an Landwirtschaftsschulen

Die Meisterklasse der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren im Elbseegebiet. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu
Die Meisterklasse der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren im Elbseegebiet. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu

Auch 2019 war der Landschaftspflegeverband wieder in den Unterricht an den Landwirtschaftsschulen eingebunden. Am 23. Mai wurde im Elbseemoor ein ganztägiger Outdoor-Unterricht für die Meisterklasse der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren abgehalten. Am 17. Oktober gab es wieder einen Unterrichtstag zu Landschaftspflege und Moorschutz an der Fachschule für ökologischen Landbau in Weilheim und in einem Betrieb am Riegsee.

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Stand auf dem Tag der Regionen

Trotz Regenwetter war der Infostand des Landschaftspflegeverbandes am Tag der Regionen in Pfronten gut besucht. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu
Trotz Regenwetter war der Infostand des Landschaftspflegeverbandes am Tag der Regionen in Pfronten gut besucht. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu

Am Tag der Regionen am 6. Oktober in Pfronten war der Landschaftspflegeverband mit einem Stand vertreten. Besonderen Anklang bei allen Altersgruppen fand dabei das Insektenquiz, und niemand ging nach der Teilnahme ohne zumindest eine kleine Belohnung und natürlich auch etwas neu Dazugelerntem wieder heim.
 
Auch wurde der Lebenszyklus des Wiesenknopf-Ameisenbläulings erklärt, eines Schmetterlings, der sowohl die Pflanze „Großer Wiesenknopf“ als auch ein Nest der Knotenameise zum Überleben braucht. Die Schmetterlingseier werden an den Blüten des Wiesenknopfes abgelegt, von denen sich die Raupe eine Weile ernährt. Dann lässt sich die Raupe fallen und täuscht durch ihren Geruch die Knotenameise, die sie für eine verlorengegangene Ameisenpuppe hält und in ihren Bau trägt. Dort ernährt sich die Schmetterlingsraupe räuberisch von den Ameisenlarven und muss schließlich nach dem Verpuppen und Schlüpfen aufpassen, dass sie nicht entdeckt und „entlarvt“ wird, und muss deshalb schleunigst den Bau verlassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Heckenpflegetage in Oberostendorf und in Unterthingau

Heckenpflegetag Anfang Februar 2019 in Oberostendorf. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu
Heckenpflegetag Anfang Februar 2019 in Oberostendorf. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu

Zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Ostallgäu organisierte der Landschaftspflegeverband zwei Infoveranstaltungen zur fachgerechten Heckenpflege in Oberostendorf und in Unterthingau, die sich an die Gemeinden und Nachbargemeinden und die dortigen Bauhofmitarbeiter richtete. Diese Infotage sollen in den nächsten Jahren auch in den übrigen Landkreisgemeinden stattfinden.
 
Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie auf der Seite des Naturschutzes.

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Exkursionen und Umweltbildung

Die Exkursion der Autobahndirektion Südbayern führte ins Mindelquellgebiet. Hier betreut der Landschaftspflegeverband viele Ausgleichsflächen der Autobahndirektion. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu
Die Exkursion der Autobahndirektion Südbayern führte ins Mindelquellgebiet. Hier betreut der Landschaftspflegeverband viele Ausgleichsflächen der Autobahndirektion. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu

Im Jahr 2019 führte der Landschaftspflegeverband Ostallgäu insgesamt vier Exkursionen im Rahmen von „BayernTourNatur“ durch: Eine Radltour bei Biessenhofen und insgesamt drei Wanderungen: am Holdersberg bei Biessenhofen, rund um den Schmutterweiher und ins Tal der Steinacher Achen bei Pfronten, die durchwegs gut besucht waren. Weitere Exkursionen fanden statt für den Gemeinderat Roßhaupten, für die Arbeitsgemeinschaft Flora Nordschwaben und für Mitarbeiter*innen der Autobahndirektion Südbayern.

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Biodiversitäts-Projekt zum Wiesenbrüterschutz bei Lamerdingen

Seit dem Start des Projektes im Jahr 2016 laufen hier mehrere Aktivitäten, um das Gebiet vor allem für den Kiebitz wieder attraktiver zu machen. Dazu gehört vereinzelt das Entfernen von sichtschutzbehindernden Pappeln, aber auch die Anlage von feuchte Mulden, in denen die Vögel leichter Nahrung finden.
 
Seit 2019 ist der Landschaftspflegeverband auch erstmals bei dem Biodiversitätsprojekt zum Brutplatzmanagement für Wiesenbrüter in Schwaben dabei. Dank der intensiven Absprachen mit Landwirten durch zwei Wiesenbrüter-Betreuer vor Ort und der regelmäßiger Beobachtung der Nester gab es bei den Ostallgäuer Kiebitzen dieses Jahr einen erfreulich hohen Bruterfolg mit durchschnittlich mehr als einem flüggen Jungen pro Brutpaar. Für die mehrwöchige Aussparung des Neststandorts bei den folgenden Bewirtschaftungsgängen vor allem auf Maisäckern und für eine verspätete Maisaussaat, die den Vögeln ebenfalls hilft, wird eine Entschädigung an die in diesem Gebiet sehr aufgeschlossenen Landwirte gezahlt. Im März gab es dazu einen Infotermin für Landwirte, der auch in Zukunft regelmäßig vor Beginn der Brutsaison stattfinden soll.

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Mitgliederversammlung am 21. Oktober

Bei der Jahresmitgliederversammlung am 21. Oktober wurde ein Vorstandsposten nachbesetzt. Werner Schneider ist aus beruflichen Gründen nach Österreich umgezogen, als seine Nachfolgerin wurde Gertrud Kurfürst Koch von der Jägervereinigung Marktoberdorf einstimmig gewählt. Anschließend an den offiziellen Teil hielt Armin Beckmann vom Umweltamt Kaufbeuren einen interessanten und reich bebilderten Vortrag über die Insektenvielfalt im Ostallgäu.

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Umzug der Geschäftsstelle

Das neue Büro des Landschaftspflegeverbandes erreicht man über die Rückseite dieses Gebäudes. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu
Das neue Büro des Landschaftspflegeverbandes erreicht man über die Rückseite dieses Gebäudes. Foto: Landschaftspflegeverband Ostallgäu

Seit April 2019 hat der Landschaftspflegeverband eine neue Besucheradresse. Zusammen mit der Allgäuer Moorallianz ist er in die Schwabenstraße 16 in Marktoberdorf umgezogen. Das Gebäude steht schräg gegenüber vom Haupteingang des Landratsamtes Ostallgäu, der Eingang befindet sich auf der Gebäuderückseite. Die Postanschrift bleibt aber Schwabenstr. 11.

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Zusätzliche Fachkraft

Nathalie Lanz verstärkt seit August 2019 das Team des Landschaftspflegeverbandes Ostallgäu.
Nathalie Lanz verstärkt seit August 2019 das Team des Landschaftspflegeverbandes Ostallgäu.

Dank der jährlichen Verwaltungskostenpauschale, die aufgrund der Änderung der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie seit Mai 2018 jedem Landschaftspflegeverband zusteht, konnte eine zusätzliche Fachkraft beim Landschaftspflegeverband angestellt werden. Nathalie Lanz hat Landschaftspflege und Naturschutz in Nürtingen studiert und in den letzten Jahren an der Unteren Naturschutzbehörde Oberallgäu gearbeitet. Sie trat ihre Stelle mit zunächst 70 Prozent im August 2019 an, seit Januar 2020 ist sie in Vollzeit beim Landschaftspflegeverband beschäftig.

Kontakt

Geschäftsstelle des Landschaftspflegeverbands Ostallgäu
Annette Saitner

Tel. 08342 911-375

 
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