Jahresbericht 2018

Ökomodellregion

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Landkreis Ostallgäu als Öko-Modellregion ausgewählt und ernannt

Bei der Auszeichnung als Staatlich anerkannte Öko-Modellregion durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) in München (v. l.): Peter Däubler, Wirtschaftsreferent Ostallgäu, Staatsministerin Michaela Kani
Bei der Auszeichnung als Staatlich anerkannte Öko-Modellregion durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) in München (v. l.): Peter Däubler, Wirtschaftsreferent Ostallgäu, Staatsministerin Michaela Kaniber, Stellvertretender Landrat Wolfgang Hannig, Landkreis Ostallgäu und Christian Kreye, Leiter Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Schwaben

Der Landkreis wurde im April als eine von 15 Regionen beim Wettbewerb „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“ 2018/2019 ausgewählt. Am 2. Mai wurde der Landkreis dann vom Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) zur „Staatlich anerkannten Öko-Modellregion“ ernannt. Die Auszeichnung erfolgte durch Staatsministerin Michaela Kaniber im Rahmen eines Festakts im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) in München. Die Auszeichnung wurde durch den stellvertretenden Landrat Wolfgang Hannig sowie Peter Däubler, Leiter der Kreisentwicklung im Landratsamt, stellvertretend für das Ostallgäu entgegengenommen.
  
Insgesamt hatten sich 27 Gebiete in Bayern in dem Wettbewerb 2018/2019 beworben. Der Landkreis hat bereits eine hohe Anzahl an Ökobetrieben (etwa ein Fünftel der Betriebe) sowie einen hohen Anteil an ökologisch bewirtschafteten Flächen. Zudem bestehen bereits funktionierende bäuerliche Bio-Betriebe und zahlreiche unterschiedliche Öko-Verarbeiter im Ostallgäu. Darüber hinaus gibt es ein steigendes Bewusstsein für regionale Ökolebensmittel. Potenzial sieht der Landkreis bei den Lagerflächen für Bio-Getreide in der Region sowie in einer durchgängigen regionalen Wertschöpfungskette. Auch bei der Qualität des Bio-Getreides sowie in der koordinierten Gemeinschaftsverpflegung und Vermarktung gibt es Potenziale im Ostallgäu.
    
Chance für das Ostallgäu

     
Mit Unterstützung einer professionellen Prozessbegleitung sollen durch konkrete Projekte die heimische Landwirtschaft im Ostallgäu vorangebracht und gestärkt werden. Die bäuerlichen Strukturen im Landkreis und die Kommunen sollen durch eine intakte (Land-)Wirtschaft und Wertschöpfungsstrukturen gestärkt werden. Zudem soll ein Image-Gewinn der Ostallgäuer Landwirtschaft und eine positive Wechselwirkung mit touristischen und landschaftspflegerischen Aspekten erreicht werden, von dem der Landkreis und die Kommunen profitieren. Grundsätzlich soll die Öko-Modellregion Ostallgäu dazu beitragen, die Region wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltig zu stärken.

  

Der Landkreis Ostallgäu hatte sich Ende Januar für dessen Kommunen (mit Ausnahme Markt Obergünzburg, Gemeinde Günzach, Markt Ronsberg, Gemeinde Untrasried) für den Wettbewerb bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) beworben, nachdem der Kreisausschuss der Bewerbung einstimmig zugestimmt hatte. Hier wurde auch beschlossen, dass die geförderte Prozessbegleitung (Projektstelle) ihren Sitz im Landratsamt hat und der Landkreis die Kosten für die Kommunen übernimmt. Zuvor wurden in mehreren Workshops gemeinsam mit Kommunen, Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern sowie dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren konkrete Projekte und weiteren Ideen für die Bewerbung erarbeitet. Der Einsatz von den zahlreichen Teilnehmern ist nicht selbstverständlich, zeigt aber das große Interesse im Ostallgäu an regionalen und ökologisch produzierten Lebensmitteln.

  

Bewusstsein für regionale Identität voranbringen

    
Mit dem Wettbewerb „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“ fördert das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) im Rahmen von BioRegio Bayern 2020 eine Prozessbegleitung in Form einer Personalstelle für einen Zeitraum von zwei Jahren. Der Wettbewerb soll die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen. Der Fördersatz beträgt 75 Prozent. Die restlichen 25 Prozent werden durch den Landkreis selbst getragen. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für zwei Jahre. Das Ostallgäu hofft jedoch auf eine Verlängerung der Förderung. Die vier Ostallgäuer Günztal-Kommunen hatten mit weiteren Kommunen des Günztals aus dem Unterallgäu eine separate Interessensbekundung und Bewerbung abgegeben. Auch sie wurden als „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“ ausgewählt.

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Neue regionale Kreisläufe durch die Öko-Modellregion Ostallgäu

Logo der Öko-Modellregionen
Logo der Öko-Modellregionen

Nach der Ernennung zur „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“ begann die Planung der Umsetzungsprojekte, die die Bereiche Ökologie, Regionalität und Nachhaltigkeit im Ostallgäu fördern. Die Öko-Modellregion richtet sich an aktive und unternehmerische Menschen, die in der Region etwas für die Landwirtschaft bewegen wollen. Im Ostallgäu soll dazu Bewährtes mit Innovativem kombiniert und so neue Strukturen geschaffen werden. Es sollen Modelle für neue Entwicklungen geschaffen werden. Dafür werden aktive und unternehmungslustige Menschen benötigt. Wer gute Ideen für die Ökomodellregion hat, kann sich beim Projektmanager melden.
 
Einige Schwerpunkthemen der Ökomodellregion wurden schon erarbeitet: Im Ostallgäu gibt es bereits verhältnismäßig viele biologisch wirtschaftende Betriebe und Verarbeiter. Zudem steigt das Bewusstsein für biologische und regionale Produkte, insbesondere für Lebensmittel. Nichtsdestotrotz gibt es noch viel Entwicklungspotenzial für regionale Biolebensmittel. Mit der Ökomodellregion sollen neue regionale Kreisläufe entstehen. Wer eine gute Idee hat und diese umsetzen möchte, der bekommt die nötige Unterstützung. Im Ostallgäu soll ein Prozess des „Voneinander Lernen“ und des „Miteinander Gestaltens“ aufgebaut werden, um so die regionale Landwirtschaft zukunftsfähig zu gestalten.
  
Bereits für die Bewerbung zum Öko-Modellregion wurden Schwerpunkthemen für das Ostallgäu erarbeitet. Diese sind unter anderem: Die Steigerung der Verarbeitung regionaler Bioprodukte beispielsweise für Milch und Getreide, eine engere Verzahnung von Landwirtschaft und Gastronomie, die Förderung von Weideschuss und mobilen Schlachtboxen, die Aufwertung ökologischer Ausgleichsflächen sowie die Bewusstseinsbildung für regionale und ökologische Produkte. Als nächstes werden Projektgruppen für die geplanten Vorhaben mit den Menschen vor Ort gegründet.

   

Weitere Informationen stehen unter www.oekomodellregionen.bayern/oko-modellregion/landkreis-ostallgaeu/ zur Verfügung.

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Erste Sitzung der Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe der Staatlich anerkannten Öko-Modellregion Ostallgäu
Die Steuerungsgruppe der Staatlich anerkannten Öko-Modellregion Ostallgäu

Mit der ersten Sitzung der Steuerungsgruppe der „Staatlich anerkannten Öko-Modellregion Ostallgäu“ am 5. Dezember 2019 wurden die Weichen für künftigen Schwerpunkte für die Modellregion gestellt. Die Öko-Modellregion Ostallgäu wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und vom Landkreis Ostallgäu finanziert und administrativ vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben begleitet.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
Staatlich anerkannte Öko-Modellregion

Tel. 08342 911-453
Fax 08342 911-484
 
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