Jahresbericht 2020

ÖPNV

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EASY-Busse im Ostallgäu im Einsatz – BR3 Filmbeitrag

Easybus vor Schloss Neuschwanstein
Easybus vor Schloss Neuschwanstein

Nachdem bayernweit nur im Ostallgäu bereits der zweite EASY-Bus im täglichen Linieneinsatz der Regionalverkehr Allgäu GmbH (RVA) war, hat der Bayerische Rundfunk im Januar 2020 einen Filmbeitrag mit Senioren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im fahrenden Bus in Pfronten aufgezeichnet und gesendet.
  
Der EASY-Bus von Iveco enthält eine altersgerechte Ausstattung, unter anderem mit Klapprampen an allen Einstiegen, breiter Mittelgang, große Aufstellflächen für Rollstuhlfahrer und podestlose Sitze. Die RVA erhielt im Dezember 2020 sieben weitere EASY-Busse, so dass insgesamt neun Fahrzeuge dieser Art im täglichen Einsatz auf den Ostallgäuer Regionallinien sind.

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Schienenausbau in Pasing – Allgäuer Zugverbindungen nach München

Termin im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (v. l.): Oberbürgermeister Stefan Bosse, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Landrätin Maria Rita Zinnecker
Termin im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (v. l.): Oberbürgermeister Stefan Bosse, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Landrätin Maria Rita Zinnecker

Der Freistaat Bayern plant für die Bahnlinie aus dem Allgäu Richtung München auf einem kurzen Abschnitt zwischen Pasing und Eichenau den Ausbau von derzeit zwei auf zukünftig drei Gleise. Anlass für das Vorhaben ist die zukünftige Taktverdichtung im S-Bahnverkehr. Hier sollen in Zukunft zwei Gleise für die S-Bahn und ein Gleis, das mittlere, für den Regional-, Fern- und Güterverkehr vorgesehen werden.
  
Aufgrund dieser Planungen hat auf Initiative von Landrätin Maria Rita Zinnecker ein Gespräch zwischen der bayerischen Verkehrsministerin Schreyer, Frau Zinnecker und Oberbürgermeister Stefan Bosse stattgefunden. Kernbotschaft war, dass beim geplanten Ausbau der Bahnstrecke zwischen Pasing und Eichenau die Allgäuer Interessen gewahrt werden müssten. Es soll aus Allgäuer Sicht sichergestellt werden, dass auch zukünftig Verbesserungen der Bahnverbindungen zwischen dem Allgäu und München möglich sind. Ein S-Bahn optimierter Ausbau dieser Bahnlinie dürfe nicht zu einer Deckelung der Zugverbindungen mit dem Allgäu führen und es dürfe kein Nadelöhr geben. Die Entwicklungschancen für die Einführung von Stundentakten zwischen München und dem Allgäu dürfen nicht verbaut werden.
 
Von Seiten des Verkehrsministeriums wurde diese Allgäuer Initiative positiv aufgenommen und es wurde zugesichert, dass die Gutachten und Planungen beziehungsweise deren Ergebnisse in weiteren Gesprächsrunden diskutiert werden können, bevor dann in naher Zukunft das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird.

Sechs neue Buswartehäuschen gefördert

Buswartehäuschen Füssen Weißensee, Schlickestraße
Buswartehäuschen Füssen Weißensee, Schlickestraße

Auch 2020 wurden wieder einheitliche Buswartehäuschen im Landkreis Ostallgäu errichtet, die der Landkreis mit je 2.500 Euro fördert. So wurden drei dieser optisch freundlichen und barrierefreien Häuschen in Füssen aufgestellt, zwei in Oberostendorf und ein Häuschen in Nesselwang. Im Frühjahr 2020 wurden alle Gemeinden über die Möglichkeit der Förderung nochmals unterrichtet. Bisher sind die Rückmeldungen erfreulicherweise sehr positiv und zahlreich.

Nahverkehrsplan fortgeschrieben

Die 220 Seiten umfassende Fortschreibung des Nahverkehrsplans wurde einstimmig im September 2020 vom Kreistag beschlossen und enthält ehrgeizige Ziele. Mittel- und langfristig soll auf allen Regionalbuslinien im Landkreis ein Stundentakt gelten. Auch die neu geplanten Bahnhalte in Füssen, Marktoberdorf und Neugablonz müssen an Buslinien angebunden werden. Eine Forderung ist auch ein möglicher Anschluss von Kaufbeuren und Marktoberdorf an die geplante Regional S-Bahn nach München. Auch zum Thema Barrierefreiheit enthält der Nahverkehrsplan eine genaue Prioritätenliste.
 
Die Ausschreibung und Vergabe für eine Fortschreibung des bestehenden Nahverkehrsplanes erfolgte 2018 durch den Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren an die Firma gevas humberg & partner GmbH, München. In mehreren Sitzungen der gebildeten Projektgruppe, bestehend aus Mitgliedern der Verkehrsunternehmen und Fachleuten aus der Verwaltung, und des Begleitausschusses, bestehend aus der Projektgruppe und politischen Vertretern sowie den Behindertenbeauftragten, wurden umfangreiche Bestands- und Schwachstellenanalysen vorgenommen. Anhand der Auswertungen wurden Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung des Angebotes im allgemeinen ÖPNV im Ostallgäu und Kaufbeuren erarbeitet und festgelegt.

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Grundlagenstudie Allgäu-Verbund

Die Landkreise Ostallgäu und Oberallgäu und die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Kempten haben sich 2020 für eine Machbarkeitsstudie für einen Allgäu Verbund zusammengeschlossen. Hierbei handelt es sich um ein Förderprogramm des Freistaates zur Unterstützung von verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoller Verbundintegrationen. Nach Fertigstellung der Grundlagenstudie im Jahre 2023 werden genaue Kostenprognosen und Zeitpläne für eine ÖPNV-Verbundgründung in der gewählten Region feststehen.

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Fahrgast Offensive Ostallgäu (FOO!) erfolgreich

Seit 1. Juli 2019 sind die Angebote der FOO! fester Bestandteil des Tarifangebotes in allen Linien-Bussen im Ostallgäu und Kaufbeuren und werden sehr gut angenommen. Die Verkäufe von Abos (Jahreskarten) für Erwachsene, Azubis und Schüler haben um bis zu 25 Prozent zugenommen. Besonders die neu geschaffene „Netzfähigkeit“ (Gültigkeit in allen Linienbussen) hat die ÖPNV-Nutzung gesteigert – bis zur Corona-Pandemie.
 
Zur FOO! erhalten wir sehr viele positive Rückmeldungen. Besonders von den zahlreichen Schülern im Landkreis, die mit ihrer Jahreskarte ab 9 Uhr wochentags und am Wochenende ganztägig auf allen Linien im ganzen Landkreis und der Stadt Kaufbeuren den Bus-ÖPNV kostenlos nutzen können, wird das Angebot hervorragend angenommen. Näheres zur FOO! finden Sie unter www.ostallgaeu.de/foo.

Neuer ÖPNV-Flyer

Im Frühjahr 2020 hat der Landkreis einen neuen Flyer mit einer Übersicht aller ÖPNV-Angebote im Ostallgäu veröffentlicht. Der Flyer liegt zur Auslage und Mitnahme in allen Kommunen im Landkreis aus und ist auch auf der Homepage des Landkreises unter https://www.buerger-ostallgaeu.de/oepnv.html eingestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulbus- und Bahnbegleiter: keine Ausbildung wegen Corona

Die Polizeiinspektionen im Landkreis Ostallgäu bilden jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ostallgäu Schüler von weiterführenden Schulen zu Schulbus- und Bahnbegleitern aus, die für mehr Ruhe und Fairness in Bussen und Zügen sorgen. Leider konnten für das Schuljahr 2020/21 aufgrund der Corona-Pandemie an den Schulen in Füssen, Marktoberdorf, Buchloe und Biessenhofen keine neuen Schulbus- und Bahnbegleiter ausgebildet werden. In Obergünzburg, Friesenried und Germaringen wurden im Herbst 2020 noch Schüler geschult. Im laufenden Schuljahr sind somit rund 250 Schulbus- und Bahnbegleiter in den Bussen und Zügen im Ostallgäu im Einsatz.

Runder Tisch Schülerbeförderung: Bearbeitung der Themen ohne Präsenzveranstaltung

Jedes Jahr werden Vertreter der Schulleitungen, des Elternbeirats, der Schülermitverantwortung, der Verkehrsunternehmer, der Kommunen sowie der Polizei zu einem Runden Tisch zur Schülerbeförderung eingeladen. Bei den Beteiligten werden die Wünsche und Probleme in der Schülerbeförderung im Vorfeld abgefragt, um am Runden Tisch bestmöglich nach Lösungen zu suchen. 2020 konnten aufgrund der Corona-Pandemie leider keine Runde Tische zur Schülerbeförderung durchgeführt werden. Die eingegangenen Themen wurden trotzdem soweit möglich bearbeitet, es wurde nach Lösungen gesucht, die Antworten in einem Protokoll zusammengefasst und an alle Beteiligten versandt.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
ÖPNV

Tel. 08342 911-462
Fax 08342 911-551
 
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