Jahresbericht 2018

ÖPNV

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Fahrgastoffensive Ostallgäu: ÖPNV wird günstiger

Landrätin Maria Rita Zinnecker erwartet sich von der Fahrgast-Offensive 2019 eine bessere Nutzung der Jahreskarten.
Landrätin Maria Rita Zinnecker erwartet sich von der Fahrgast-Offensive 2019 eine bessere Nutzung der Jahreskarten.

Der ÖPNV im Ostallgäu wird aufgewertet: Ab Mitte 2019 gibt es für Jahreskarten-Inhaber, Schüler*innen und Senioren deutlich verbesserte Tarifangebote. „Der Landkreis Ostallgäu startet gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen eine starke Offensive, die vielen Fahrgästen sehr zugutekommt. Das Angebot wird erheblich günstiger und attraktiver“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.
 
Mit den neuen Angeboten sind Monatskarten für Schüler*innen ab Mitte 2019 von Montag bis Freitag ab 9 Uhr im gesamten Buslinien-Netz des Ostallgäus streckenunabhängig gültig. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen können Schüler*innen ganztägig im gesamten Ostallgäu fahren – so lang, so oft und so viel sie wollen. Auch die Umwelt-Abos werden aufgewertet: Bei Erwachsenen erhöhen sich die Freimonate auf sechs, somit erhalten sie eine Vergünstigung von zusätzlich 33 Prozent. Konkret heißt das: zwölf Monate fahren, sechs Monate bezahlen. Bei Schülern und Auszubildenden erhöhen sich die Freimonate auf vier, sie sparen künftig weitere elf Prozent. Außerdem profitieren auch die Senioren im Ostallgäu von der Fahrgast-Offensive: Alle ab 63 Jahren können sich für 35 Euro pro Monat eine Netzkarte kaufen und damit von Montag bis Freitag ab 9 Uhr im gesamten Ostallgäuer Buslinien-Netz fahren – am Samstag, Sonn- und Feiertag den ganzen Tag.

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Landkreis erhöht Förderbeitrag für Buswartehäuschen

Buswartehäuschen an der AOK in Marktoberdorf
Buswartehäuschen an der AOK in Marktoberdorf

Seit 2008 fördert der Landkreis Ostallgäu Buswartehäuschen, die den einheitlichen Gestaltungsvorgaben entsprechen, mit je 1.000 Euro. Nachdem die Produktionskosten im Laufe der Jahre bis zum heutigen Stand um etwa 27 Prozent gestiegen sind, wurde dieser Förderbetrag ab Januar 2018 auf 2.500 Euro je Häuschen angehoben.
 
Aufgrund der Erhöhung ist die Anzahl der Anträge zur Förderung gestiegen. Mit 13 Anträgen in 2018 sind im Landratsamt deutlich mehr Anträge eingegangen als in den Vorjahren. Die Anzahl einheitlicher Wartehäuschen im Landkreis steigt damit auf rund 50.

Rund 300 Schulbus- und Bahnbegleiter*innen im Einsatz

Ausflug der Schulbus- und Bahnbegleiter im Juli 2018
Ausflug der Schulbus- und Bahnbegleiter im Juli 2018

Das 2009 eingeführte und bewährte Projekt Schulbus- und Bahnbegleiter (SBB) wird weiterhin sehr erfolgreich fortgeführt. Auch für das Schuljahr 2018/19 haben sich wieder viele Schüler*innen ab 13 Jahren bereit erklärt, sich zu Schulbus- und Bahnbegleitern*innen ausbilden zu lassen und so für mehr Ruhe und Fairness in Bussen und Zügen zu sorgen. Insgesamt sind im Landkreis Ostallgäu an den Schulstandorten Füssen, Marktoberdorf, Obergünzburg, Buchloe, Roßhaupten, Friesenried und Germaringen im laufenden Schuljahr rund 300 Schulbus- und Bahnbegleiter im Einsatz.

Seniorentarif entwickelt sich gut

Der Seniorentarif hat sich als Erfolgs- und Vorzeigeprojekt entwickelt. Die Verkaufszahlen haben sich seit Einführung kontinuierlich erhöht. 2016 wurden rund 57.500 Tickets verkauft, 2017 rund 65.300 und 2018 waren es 75.900 verkaufte Fahrscheine.
 
Seit dem Fahrplanwechsel 2015/2016 können Senioren ab 63 durch Vorlage eines Altersnachweises Einzelfahrscheine in den Bussen auf dem Gebiet des Landkreises Ostallgäu um den halben Preis erwerben. Die Stadt Kaufbeuren hat sich diesem Tarif seit dem Fahrplanwechsel 2016/2017 angeschlossen.

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Linie 72 fährt im Hochsommer öfter

In den Monaten Juli und August 2018 wurden in Zusammenarbeit mit dem Busunternehmer RVA auf der Linie 72 von Lechbruck über Hohenschwangau nach Füssen versuchsweise zusätzliche Abfahrtszeiten angeboten. Durch die Steigerung der Fahrgastzahlen, die über den Erwartungen lagen, konnten die zusätzlichen Fahrten wirtschaftlich betrieben werden. Für das Jahr 2019 laufen bereits die Gespräche mit Gemeinde und Verkehrsunternehmer über die Fortsetzung dieses Angebotes.

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Runder Tisch Schülerbeförderung

Auch 2018 kamen die Vertreter der Schulleitungen, des Elternbeirats, der Schülermitverantwortung, der Verkehrsunternehmer, der Kommunen sowie der Polizei zum alljährlichen Runden Tisch Schülerbeförderung zusammen. Bei der Veranstaltung werden die Probleme bei der Beförderung der Schüler zu und von den Schulen mit den Bussen und Zügen besprochen. Das Gespräch zwischen allen Beteiligten ermöglicht kurze Ansprechwege bei Problemen.
 
Bei den Beteiligten wurden die Wünsche und Probleme in der Schülerbeförderung im Vorfeld abgefragt, um am Runden Tisch bestmöglich nach Lösungen zu suchen. Der Runde Tisch für die Schulstandorte Buchloe und Kaufbeuren fand im Rathaus der Stadt Kaufbeuren statt.