Jahresbericht 2018

Staatliche Rechnungsprüfung

Weiterhin hohe Steuereinnahmen der Gemeinden

Auch im Jahr 2019 konnten sich die Gemeinden im Landkreis Ostallgäu über weiter steigende Einnahmen erfreuen. So wird sich eine ihrer größten Einnahmequellen, die Beteiligung am Einkommensteueraufkommen, um rund fünf Millionen Euro auf voraussichtlich 83 Millionen Euro erhöhen. Gegenüber dem Jahr 2013 bedeutet dies eine Steigerung von fast 50 Prozent.

Die Gewerbesteuer als ebenso wichtige Einnahme lag mit über 80,6 Millionen Euro weiterhin auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Der bisherige Höchststand des Jahres 2015 konnte dabei aber nicht erreicht werden. Bei den einzelnen Gemeinden waren jedoch starke Schwankungen im Gewerbesteueraufkommen festzustellen. Während ein Teil über erhebliche Mehreinnahmen verfügen konnte, musste die Mehrzahl der Gemeinden teilweise starke Rückgänge verkraften. In einem Fall mussten sogar beträchtliche Rückzahlungen geleistet werden.

Vor allem dank dieser Einnahmen konnten die Gemeinden im Jahr 2019 erneut ihre geplanten Ausgaben für Investitionen, insbesondere Baumaßnahmen, um rund acht Prozent auf über 143 Millionen Euro steigern.

Zugleich war es ihnen möglich, ihre Verschuldung weiter zu senken. Nur bei 10 der 45 Gemeinden im Landkreis Ostallgäu war es überhaupt notwendig, zur Finanzierung der Investitionen neue Kredite aufzunehmen. Wegen teilweise höherer Tilgungsbeträge hat sich dabei der Schuldenstand lediglich bei fünf Gemeinden gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ebenfalls fünf Gemeinden sind weiterhin schuldenfrei.

Auch bei den Gemeinden bleibt es nicht aus, dass für die zum Teil erheblichen Rücklagen Negativzinsen zu bezahlen sind. Hinsichtlich der Anlage dieser Beträge, insbesondere in alternativen Anlageformen, ist aber in jedem Fall auf eine ausreichende Sicherheit besonders zu achten. Hier gilt der Grundsatz „Sicherheit vor Ertrag“.

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