Jahresbericht 2018

Öffentliche Sicherheit und Ordnung

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Sicherheitsgespräch: Deutlich weniger Einbrüche im Ostallgäu

Teilnehmer des Sicherheitsgesprächs im Landratsamt Ostallgäu mit Landrätin Maria Rita Zinnecker und Polizeipräsident Werner Strößner (vordere Reihe)
Teilnehmer des Sicherheitsgesprächs im Landratsamt Ostallgäu mit Landrätin Maria Rita Zinnecker und Polizeipräsident Werner Strößner (vordere Reihe)

Zum turnusgemäßen Sicherheitsgespräch haben sich Landrätin Maria Rita Zinnecker und Polizeipräsident Werner Strößner mit den Dienstellenleitern der Polizei und den im Landratsamt Ostallgäu für die Öffentliche Sicherheit Verantwortlichen getroffen.
 
Polizeipräsident Strößner berichtete dabei, dass die Kriminalitätsrate auch im Landkreis Ostallgäu wie im allgemeinen Trend leicht angestiegen ist. So ist die Zahl der Straftaten 2017 auf 3.480 je 100.000 Einwohner gestiegen (Jahr 2016: 3.077). Trotz der im Polizeipräsidium leicht angestiegenen Kriminalitätshäufigkeitszahl (4.487) liegt diese weiterhin noch unter dem bayerischen Schnitt (4.868). Wie bereits im Jahr 2016 stellte Strößner fest, dass bei den vergleichsweise wenigen Straftaten pro Einwohner auch die Aufklärungsquote des Präsidiumsbereichs und der einzelnen Polizeidienststellen mit rund 70 Prozent erfreulich hoch ist.

 

Überdurchschnittlicher Rückgang

 

Weiteres Thema des Sicherheitsgesprächs waren die Betrugs-, Vermögens- und Fälschungsdelikte, die in Südschwaben um rund vier Prozent angestiegen sind. Besonders problematisch sind hier die Anrufe von falschen Polizeibeamten, die, ähnlich wie beim Enkeltrick, bei älteren Menschen anrufen und bei diesen den Eindruck erwecken, dass deren Vermögen in Gefahr sei. Im Bereich der Wohnungseinbruchskriminalität berichtete Strößner von einer besonders erfreulichen Tendenz: Hier sanken die Fallzahlen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auf 431 Fälle (2016: 503). Dies entspricht einem Rückgang von 14,3 Prozent. Im Ostallgäu gab es hier einen überdurchschnittlichen Rückgang um 37,8 Prozent. Die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit, der Aufklärung, der Fahndung und nicht zuletzt der Einsatz einer „Sonderkommission Wohnungseinbruch“ zeigte hier laut Strößner positive Auswirkungen.
 
Bei der Verkehrsstatistik des Landkreises Ostallgäu war ein Anstieg um neun Prozent auf 3.850 Verkehrsunfälle zu verzeichnen. Weitere Themen waren der aktuelle Sachstand und die Übersicht zur Verteilung der Flüchtlinge im Landkreis und die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest durch Transporte und unsachgemäße Entsorgung entlang der Verkehrswege.

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Ludwig Gschmeißner wird neuer Jagdberater für den südlichen Landkreis

Ludwig Gschmeißner
Ludwig Gschmeißner

Ludwig Gschmeißner aus Trauchgau wurde zum Jagdberater für den südlichen Landkreis Ostallgäu bestellt. Gschmeißner ist Nachfolger von Hans Schauer, der seit 1993 als Jagdberater für den Landkreis tätig war und auf eine weitere Amtszeit verzichtete.
 
Nach dem Bayerischen Jagdgesetz bestellt das Landratsamt zur „laufenden sachverständigen Beratung der Jagdbehörde“ für jeweils fünf Jahre einen ehrenamtlichen Jagdberater. Die Auswahl steht dabei im Ermessen der Jagdbehörde. Sie soll sich für eine „in allen Bereichen der Jagd sachkundige, hocherfahrene Persönlichkeit, die ihre Aufgaben gewissenhaft und unparteiisch auszuüben vermag und deshalb  um einen gerechten Ausgleich der Interessen der am Jagdwesen Beteiligten bemüht ist“ entscheiden. Mit Wildmeister Ludwig Gschmeißner, der unter anderem bereits viele Jahre Vorsitzender des Bunds der Bayerischen Berufsjäger war, im Obersten Jagdbeirat in München und im Jagdbeirat Ostallgäu saß sowie Leiter der Hochwildhegegemeinschaft Ammergebirge ist, hat der Landkreis eine Persönlichkeit gefunden, die wie kaum eine andere ebendiese Kriterien erfüllt. Umso mehr ist man im Landratsamt erfreut darüber, dass der Trauchgauer Berufsjäger bereit war, das Ehrenamt für die nächsten fünf Jahre zu übernehmen. Landrätin Maria Rita Zinnecker dankte Schauer für die stets „hervorragende und angenehme Zusammenarbeit“ mit der Jagdbehörde: „Es ist gerade in der heutigen Zeit besonders hervorzuheben, dass Hans Schauer über einen so langen Zeitraum ein nicht immer einfaches und oft im Spannungsfeld verschiedener Interessen – Jagd, Forstwirtschaft und Freizeitnutzung – stehendes Ehrenamt ausgeübt hat.“
 
Sowohl der bisherige als auch der künftige Jagdberater stünden für die „Kultur im Landkreis, in jagdlichen Fragen sachlich und lösungsorientiert mit allen Beteiligten zu reden, anstatt sich in ideologischen Grabenkämpfen zu verlieren“, sagte Zinnecker zu der mit dem Wechsel einhergehenden inhaltlichen Kontinuität. Als Jagdberater für den mittleren Landkreis wurden Christian Löwenmuth und für den nördlichen Landkreis Fritz Obermaier für weitere fünf Jahre bestellt und so in ihren Ämtern bestätigt. Ebenfalls neu bestellt wurden die ehrenamtlichen Mitglieder des Jagdbeirats für den Landkreis.
 
Der Jagdbeirat ist ein Gremium, das bei der Jagdbehörde zur Beratung wichtiger Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung gebildet wird und in der Regel ein bis zweimal jährlich zusammentritt. Dem Jagdbeirat gehören Vertreter der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Jagdgenossenschaften, der Jäger und des Natur- und Waldschutzes an. Den Vorsitz hat die Jagdbehörde. Nachfolger von Gschmeißner als Vertreter der Jäger im Jagdbeirat wird Thomas Hennemann, Berufsjäger aus Schwangau. Auf Elmar Schreiter folgt Klaus Linder als Vertreter des Natur- und Waldschutzes.

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Lawinenwarndienst-Infotagung 2018

Am 14. November fand im Schlossbrauhaus Schwangau die Informationstagung der im Lawinenwarndienst tätigen ehrenamtlichen Mitglieder und der betroffenen Gemeinden in den Landkreisen Ostallgäu und Oberallgäu statt. Neben den anwesenden Mitgliedern der 13 Allgäuer Lawinenkommissionen begrüßte Ralf Kinkel, Stellvertreter der Landrätin im Amt, auch Vertreter der Lawinenwarnzentrale Bayern, der Regierung von Schwaben, der Gemeinden und der Presse.
  
In ihren Grußworten betonten Ralf Kinkel und Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke die Bedeutung des Lawinenwarndienstes. Ihr besonderer Dank galt den Mitgliedern der Lawinenkommissionen und den Früh- und Nachmittagsbeobachtern, die durch ihr ehrenamtliches Engagement einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit der Skitouristen und einheimischen Wintersportler leisten.
  
Hans Konetschny, Leiter der Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt, informierte die Tagungsteilnehmer über die Organisation und die Aufgaben sowie über Aktuelles und die fachliche Entwicklung des Lawinenwarndienstes in Bayern. Neben einem Rückblick „50 Jahre Lawinenwarndienst“ erläuterte er unter anderem die Neuerungen im Aufbau des Lawinenlageberichts mit europaweit einheitlichen Lawinenproblem-Icons, welcher künftig bereits am Vortag herausgegeben wird und bis zur Aktualisierung am nächsten Tag gültig ist. Von der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West erläuterte Florian Veit den Einsatz bei Lawinengefahren und -einsätzen aus Sicht der Polizei. Er informierte über das Verhalten und die Zusammenarbeit bei Unglücksfällen und wies auf die Unterstützungsmöglichkeiten seitens der Polizei hin.
  
Abschließend wurden mit Andreas Keck und Günther Stadler zwei langjährige und verdiente ehrenamtliche Mitglieder der Lawinenkommission Schwangau verabschiedet. Zum Dank überreichte Ralf Kinkel den Ausgeschiedenen eine Urkunde sowie ein kleines Präsent des Landkreises.

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Zuschüsse für die Feuerwehren

2018 stellte der Landkreis für die Förderung des Feuerlöschwesens 300.000 Euro zur Verfügung. 20 Zuschussanträge von zwölf Gemeinden konnten bei der Auszahlung der Förderbeträge berücksichtigt werden.
 
Bezuschusst wurde die Beschaffung von Fahrzeugen und Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren Biessenhofen, Buching, Buchloe, Burg, Dillishausen, Ebersbach, Geisenried, Kaltental, Kraftisried, Leuterschach, Marktoberdorf, Obergünzbug, Osterzell, Pforzen, Rieden am Forggensee und Wald sowie der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Leuterschach.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
Öffentliche Sicherheit und Ordnung
Tel. 08342 911-305
Fax 08342 911-557
 
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