Jahresbericht 2020

Öffentliche Sicherheit und Ordnung

nach oben

Corona: 13 Wochen Katastrophenfall auch im Ostallgäu

V. r.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Ralf Kinkel (Leiter FüGK) und Florian Rausch (Mitarbeiter FüGK) kontrollieren eine Teillieferung an Schutzausrüstung.
V. r.: Landrätin Maria Rita Zinnecker, Ralf Kinkel (Leiter FüGK) und Florian Rausch (Mitarbeiter FüGK) kontrollieren eine Teillieferung an Schutzausrüstung.

Vom 16. März 2020 bis einschließlich 16. Juni 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie bayernweit der Katastrophenfall ausgerufen. Das Landratsamt Ostallgäu war als Katastrophenschutzbehörde auf Kreisverwaltungsebene für die Leitung des Katastropheneinsatzes zuständig und stellte dabei sicher, dass alle Maßnahmen und die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen aufeinander abgestimmt wurden. Innerhalb des Landratsamtes übernahm die zehnköpfige Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) unter der Leitung von Landrätin Maria Rita Zinnecker und Regierungsdirektor Ralf Kinkel diese Aufgabe. Unterstützt wurden die Mitarbeiter des Katastrophenschutzes unter anderem von Kolleg*innen aus den Sachgebieten Abfallwirtschaft, Soziales, Finanzen und Schulen, Umwelt und Kreisentwicklung.
   
Die FüGK übernahm während des Katastrophenfalls vor allem die Koordinierung zwischen den zuständigen und beteiligten Stellen wie Regierung, Gesundheitsamt, Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Versorgungsarzt, ärztlicher Koordinator, Krankenhäuser und Heime als auch der Corona-Teststation in Füssen. Im Rahmen regelmäßiger Lagebesprechungen wurde die aktuelle Lage, die mögliche Lageentwicklung und das weitere Vorgehen besprochen und abgestimmt.
 
Eine große Herausforderung war die Verteilung von persönlicher Schutzausrüstung an die Kliniken sowie die ambulanten und stationären Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Ostallgäu und teilweise auch in Kaufbeuren. Durch die Corona-Pandemie wurde persönliche Schutzausrüstung zu einem kostbaren Gut, denn nur mit ausreichender Schutzausrüstung können sich Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger, Pflegepersonal sowie Patient*innen und Bewohner*innen von Einrichtungen ausreichend vor dem Corona-Virus schützen. Aus diesem Grund unterstützte der Freistaat Bayern die Kreisverwaltungsbehörden mit der Zuteilung und Auslieferung von Schutzmaterial. Hinzu kam einiges an Material, das durch Unternehmen und Privatpersonen in der Region an das Landratsamt zur Weiterverteilung gespendet wurde. So wurden im genannten Zeitraum unter anderem rund 500.000 Mund-Nasen-Schutzmasken, rund 200.000 FFP2-Masken und etwas 15.000 Liter Desinfektionsmittel an Kliniken, stationäre Senioren- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Arzt- und Zahnarztpraxen, Physiotherapie-/Massage- und ähnliche Praxen ausgegeben.
  
Außerdem stellte der Freistaat Bayern circa 4.000 Meter Vliesstoff zum Nähen von Behelfsmasken zur Verfügung. Die von Gemeinden, ehrenamtlichen Näher*innen, sowie Berufs- und Hauswirtschaftsschule aus diesem Stoff hergestellten Schutzmasken wurden unter anderem an Helferkreise, Coronahilfen und Gemeinden verteilt. Darüber hinaus wurden Schulen mit Mund-Nasen-Schutz ausgestattet sowie die Schulen und Glaubensgemeinschaften mit Handdesinfektionsmittel versorgt.

nach oben

Zuschüsse für die Feuerwehren

Auch im Jahre 2020 förderte der Landkreis Ostallgäu die Beschaffung von kommunaler Feuerwehrausstattung, von Feuerwehrfahrzeugen sowie den Neu-/Erweiterungsbau von Feuerwehrgerätehäusern. So konnten 15 Zuschussanträge von zwölf Gemeinden bei der Auszahlung der Förderbeträge berücksichtigt werden. Bezuschusst wurde die Beschaffung von Fahrzeugen und Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren Baisweil, Buchloe, Eisenberg, Füssen, Halblech, Jengen, Lengenwang, Marktoberdorf, Rückholz, Schwangau, Unterthingau und Untrasried, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Schwangau sowie die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Füssen.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
Öffentliche Sicherheit und Ordnung
Tel. 08342 911-305
Fax 08342 911-557
 
E-Mail schreiben