Jahresbericht 2020

Tourismus

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Mobilitätskonzept für das Ostallgäu: Landkreis übernimmt Koordination für die Entwicklung eines Masterplans

Landrätin Maria Rita Zinnecker auf der „Ersten Entscheider-Konferenz Mobilitätskonzept Süd“ im Landratsamt in Marktoberdorf: „Es geht auch darum, wie mit dem aktuellen Verkehr heute und mittelfristig umgegangen wird.“
Landrätin Maria Rita Zinnecker auf der „Ersten Entscheider-Konferenz Mobilitätskonzept Süd“ im Landratsamt in Marktoberdorf: „Es geht auch darum, wie mit dem aktuellen Verkehr heute und mittelfristig umgegangen wird.“

Bürgermeister*innen, Wirtschaftsvertreter*innen und Touristiker*innen des südlichen Landkreises sowie die Verkehrsunternehmen trafen sich auf Einladung von Landrätin Maria Rita Zinnecker am 14. Februar zur „Ersten Entscheider-Konferenz Mobilitätskonzept Süd“ im Landratsamt in Marktoberdorf.  Ziel war es, zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), Projektzentrum Verkehr, Mobilität und Umwelt, Bausteine für die Grundlagenerhebung zur Erstellung eines Masterplan Mobilität Süd zu erarbeiten.
 
Bereits beim Tourismusforum im November 2019 wurden die ersten Schritte zur Erarbeitung des Mobilitätskonzepts unternommen. Es wurden eine Vielzahl an Herausforderungen und Defiziten zu der derzeitigen Mobilitätsituation und dem bestehenden Mobilitätsangebot sowie auch erste Lösungsvorschläge herausgearbeitet. Handlungsdruck besteht sowohl für den von Bürger*innen und der Wirtschaft indizierten Verkehr als auch für touristische Verkehre.
 
„Der Landkreis Ostallgäu stellt sich diesem Thema und ist bereit, hierfür die Koordination zu übernehmen“, sagte Zinnecker. „Der Schwerpunkt bei der Auswahl der Teilnehmer wurde erst einmal auf das Gebiet südlich ab Marktoberdorf gelegt, weil hier die akuten Brennpunkte liegen und der Handlungsdruck am größten ist. Die geplante Grundlagenerhebung berücksichtigt jedoch den gesamten Landkreis und das Umfeld.“ Die Entwicklung kommunaler Konzepte, die teilweise schon angestoßen worden sind oder in den Startlöchern stehen, sollten mit der Entwicklung eines regionalen Masterplans nicht ausgebremst werden. Im Gegenteil: „Das eine schließt das andere nicht aus. Aber am Ende muss das Zusammenspiel zwischen kommunalen Lösungen und dem Landkreiskonzept passen. Der Verkehr beginnt ja nicht an der Orts- oder Stadtgrenze oder hört dort auf“, stellte Zinnecker fest. „Deshalb geht es, neben der Entwicklung von Konzepten für die Zukunft, auch darum, wie mit dem aktuellen Verkehr heute und mittelfristig umgegangen wird. Wie man ihn steuern und beeinflussen kann. Wie Angebote für Alternativen entwickelt werden können“.
  
Mobilität präsentiert sich in Form von Alltags- und Versorgungsmobilität, als Freizeit- und Touristenverkehr sowie in vielschichtigen Wirtschaftsbewegungen von Unternehmen und Dienstleistern. Mobilität ist somit ein Grundbedürfnis und sichert neben der Teilhabe am öffentlichen Leben auch die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes, das heißt die Teilhabe am ökonomischen Leben. Die Sicherung von Mobilität sowie eine effiziente Ausgestaltung unter regionalspezifischen, geografischen und technischen Rahmenbedingungen sind Aufgaben mit hoher gesellschaftlicher Verantwortung, zu deren Lösung das Projekt „Mobilitätskonzept Süd“ für den Landkreis Ostallgäu einen wesentlichen Beitrag leisten soll.
  
Zinnecker: „Hier gilt es nun, gemeinsam mit breiter Unterstützung aus allen Gemeinden, eine Vision für unsere Mobilitätsstrategie und die künftige Zusammenarbeit und Kommunikation zur Festlegung eben dieser zu schaffen. Ebenso wichtig wird die Entwicklung einer gemeinsamen, räumlichen und inhaltlichen Schwerpunktsetzung für das Mobilitätskonzept. Natürlich sollen auch weitere Entwicklungen berücksichtigt werden und, wo möglich, mit einfließen wie zum Beispiel die aktuellen Aktivitäten auf Allgäu Ebene, wo die Allgäu GmbH ein integriertes Mobilitätskonzept für das gesamte Allgäu auf den Weg bringen möchte. Hier gilt es darauf zu achten, wie die Konzepte zusammengebracht werden können, um Parallelstrukturen zu vermeiden.“

Tourismusverband auf der CMT Stuttgart

Kathrin Brenner vom Tourismusverband Ostallgäu auf dem Gemeinschaftsstand Allgäu
Kathrin Brenner vom Tourismusverband Ostallgäu auf dem Gemeinschaftsstand Allgäu
Ostallgäu-Stand auf der CMT
Ostallgäu-Stand auf der CMT

Von 12. bis 20. Januar 2020 zeigte der Tourismusverband Ostallgäu auf dem Gemeinschaftsstand Allgäu den Besucher*innen der CMT in Stuttgart die Vorzüge des Ostallgäus. Die Gegend rund um die Schwabenmetropole zählt aufgrund der geringen Entfernung zu den wichtigsten touristischen Einzugsgebieten für den Schlosspark und lockt unter anderem viele Rad- und Wanderbegeisterte in die Region. 

 
Überregionales Interesse auf hohem Niveau   

 

Die CMT 2020 war die besucherstärkste Ausgabe in den 52 Jahren ihrer Geschichte. Die Messebesucher*innen honorierten das umfangreiche Rahmenprogramm sowie das vielfältige Angebot auf dem ausgebuchten Gelände. Im Schnitt blieben die Besucher*innen knapp fünf Stunden auf der CMT, um sich bei den Ausstellern zu informieren. Mehr als ein Viertel der Besucher*innen nahm eine Anreise von über 100 Kilometern nach Stuttgart auf sich, rund neun Prozent reisten aus Bayern an.

 

 

 

 

 

 

Neue Schlosspark-Kommunikationsmittel des Tourismusverbands Ostallgäu e. V.: Sehnsuchtskarte, Postkarten, Notizbuch und Co

Die neuen Printmedien 2020
Die neuen Printmedien 2020

Um die Gästen in die Erlebniswelt der „modern gelebten Romantik“ hineinzuversetzen, sind 2020 einige Medien aus dem Kommunikationskonzept umgesetzt worden. Die Sehnsuchtskarte, in der sowohl Imagemotive als auch Sehnsuchtsmotive dargestellt werden, dient als Inspirationskarte für Gäste und Einheimische, um besondere Plätze im Schlosspark ganz individuell zu entdecken. Zehn unterschiedliche Postkarten zeigen inspirative Sehnsuchtsmotive und Sprüche und sind wie die Sehnsuchtskarte kostenfrei erhältlich.
   
Unter dem Titel #meinschlossparkmoment soll das neu gestaltete Notizbuch ein Begleiter für jeden Gast sein, der ihn bei seiner Reise lenkt und es ihm auch ermöglicht, individuelle Reiseerfahrung im Schlosspark im Allgäu aufzuschreiben oder zu sammeln. Die drei genannten Printmedien werden begleitet von der multimedialen Leitgeschichte, die zur Inspiration auf www.mein-schlossparkmoment.de aufgerufen werden kann und den Gast dazu ermutigt, seinen ganz persönlichen Schlossparkmoment  zu erleben. Der Begriff #meinschlossparkmoment wurde zudem bei einem Social-Media-Gewinnspiel einem größeren Personenkreis bekannt gemacht, indem die Teilnehmer*innen dazu aufgefordert wurden, ihren persönlichen Schlossparkmoment zu teilen.

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Corona: ein Erfahrungsbericht des Fachbereichs Tourismus

Sehr mehr als 10 Jahre stiegen die Ankunfts- und Übernachtungszahlen in der Region. Auch 2020 war man darauf eingestellt. Die touristische Infrastruktur und die Angebote wurden laufend verbessert, die Erwartungen waren groß. Man machte sich Gedanken über Auswirkungen der Klimawandel-Anpassung auf touristische Angebote. In Gebieten des südlichen Landkreises wurden Tendenzen zum „Overtourism“ zunehmend Diskussionsthema. Niemand rechnete jedoch mit der Corona-Pandemie. Niemand war drauf vorbereitet. Anfangs befürchtete niemand, dass sich dieser Virus weltweit ausbreiten würde. Umso heftiger war der Schock für die Tourismuswirtschaft, als der erste Lockdown kam.

 

Zahlreiche Anfragen von Gästen 

 
Die Mitarbeitenden im Fachbereich Tourismus waren die ersten Wochen hauptsächlich damit beschäftigt, Telefonanfragen von Gästen und Kolleg*innen aus den Tourist-Infos und den Betrieben zu beantworten. Es bestanden große Unsicherheiten und Informationslücken, speziell zu den Themen Storno und Reiseabbruch, Haftung im Coronafall, Betriebsschließungen und Betriebsversicherungen. Vieles war rechtlich noch nicht geklärt und musste recherchiert werden oder an die Juristen und an das Gesundheitsamt im Landratsamt weitergeleitet werden. Entwicklungen und Fragen zu wirtschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen der Staatsregierung oder der Bundesregierung konnten zusammen mit den Kolleg*innen aus der Kreisentwicklung beantwortet werden.
     
Kritische Situationen gab es beispielsweise auch nach der Öffnung der Hotels mit Wellnessbereich am 30. Mai. Da der Wellnessbereich geschlossen bleiben musste, hatten viele Häuser Nachteile gegenüber den Betrieben in Österreich, die umfänglich öffnen durften und erhielten viele Stornierungen deshalb. Ab 23. Juni wurde dies auch bei für das Ostallgäu aufgehoben.

 
Gute Geschäfte im Sommer 

 
Niemand konnte nach der Wiederöffnung einschätzen, ob sich die Gäste wieder trauen würden, Urlaub zu machen. Zahlreiche ausländischen Gäste waren momentan sowieso auf unbestimmte Zeit verloren. Doch es kam anders: Die deutschen Urlauber wollten wieder reisen und buchten unmittelbar nach der Öffnung in erheblichem Umfang im eigenen Land. Dabei war das Allgäu ganz vorne mit dabei. Die vermeintlich coronasicheren Unterkünfte wurden besonders rasch gefüllt: Privatunterkünfte, Ferienwohnungen, Campingplätze und Feriendörfern. Hotels im ländlichen Bereich (Touristen) hatten gegenüber Stadthotels (Geschäftsreisende, Messen Tagungen) weniger Belegungsprobleme. Buchungen reichten teilweise bis weit in den November hinein. Es gab kaum Lücken bei Anschlussbuchungen, zum Beispiel nach Stornos. Die Deutschen entdeckten Deutschland. Viele Gäste aus kamen Gebieten, die bisher nicht ihren Urlaub im Allgäu verbracht hatten. Die Aufenthaltsdauer war teilweise höher als in den vergangenen Jahren und Betriebe mit hohem Anteil an ausländischen Gästen waren plötzlich mit deutschen Gästen ausgebucht.

 
Wieder auf Null im zweiten Lockdown 

 
Aufgrund der zweiten Corona-Welle wurden die Beherberungsbetriebe und die Gastronomie im November dann erneut geschlossen. Bei aller Unsicherheit steht dabei eines fest: In jedem Fall wird Corona das Reisen in Zukunft verändern.

Kontakt

Tourismus Ostallgäu

Schwabenstraße 11

87616 Marktoberdorf

Tel. 08342 911-506

Fax 08342 911-97313 

 

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