Jahresbericht 2020

Umwelt- und Wasserrecht

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Kapazitätserweiterung Allgäuer Brauhaus

Baustelle der neuen Abfüllhalle am 1. Dezember 2020. Bild: Allgäuer Brauhaus
Baustelle der neuen Abfüllhalle am 1. Dezember 2020. Bild: Allgäuer Brauhaus

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, beantragte das Allgäuer Brauhaus bei der Unteren Immissionsschutzbehörde die Kapazitätserweiterung von 1.041 Hektoliter auf 1.644 Hektoliter pro Tag und eine geplante Erhöhung des Jahresausstoßes an Bier von 380.000 auf 600.000 Hektoliter pro Jahr.
 
Die Genehmigung konnte im Juli 2020 erteilt werden. Anfang September 2020 fand für die größte bauliche Maßnahme der Kapazitätserweiterung, dem Neubau der Flaschenabfüllhalle für eine zweite Abfüllanlage, der Spatenstich statt. Die Leistung der zweiten Bügelflaschen-Abfüllanlage soll 24.000 Flaschen pro Stunde (0,5-l-Flaschen) betragen.
 
Insgesamt will das Allgäuer Brauhaus an seinem Standort in Leuterschach über 10 Millionen Euro investieren.

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Ermittlung von Überschwemmungsgebieten an Lech und Wertach

Weide und Auwald im Überschwemmungsgebiet an der Wertach bei Wald. Quelle: Rudolf Haitel
Weide und Auwald im Überschwemmungsgebiet an der Wertach bei Wald. Quelle: Rudolf Haitel
Überschwemmungsgebiet Wertach Nord bei Leinau. Quelle: Rudolf Haitel
Überschwemmungsgebiet Wertach Nord bei Leinau. Quelle: Rudolf Haitel

Die großen Hochwasserereignisse der Jahre 1999, 2005 und 2013 haben gezeigt, wie wichtig es ist, aktiv vorzusorgen, um Hochwasserschäden möglichst gering zu halten. Eine Voraussetzung dafür ist, die Gebiete zu ermitteln, die bei Hochwasser voraussichtlich überschwemmt werden. Das Wasserwirtschaftsamt Kempten hat nun für die Wertach nördlich von Kaufbeuren und südlich von Marktoberdorf sowie für den Lech zwischen Füssen und Lechbruck am See das Überschwemmungsgebiet berechnet und in Karten dargestellt. Für die mittlere Wertach in Biessenhofen und Marktoberdorf wurden bestimmte Teilbereiche nochmals überprüft. 
  
Die Überschwemmungsgebiete an Lech und Wertach wurden bereits 2016 für zunächst fünf Jahre vorläufig gesichert und müssen nun dauerhaft per Verordnung festgesetzt werden. An der Grenze zum Landkreis Oberallgäu setzt das Landratsamt Ostallgäu auch das Überschwemmungsgebiet an der Wertach im Bereich der Gemeinde Oy-Mittelberg mit fest, das Landratsamt Oberallgäu dafür den Grüntensee komplett einschließlich der wenigen im Ostallgäu gelegenen, zum Markt Nesselwang gehörenden Überschwemmungsflächen.
   
In den bisher vorläufig gesicherten wie in den künftig festgesetzten Überschwemmungsgebieten gelten eine Reihe von gesetzlichen Verboten, zum Beispiel können neue Baugebiete im Außenbereich nur ausnahmsweise unter engen Voraussetzungen zugelassen werden. Bei der Planung und Errichtung baulicher Anlagen sind insbesondere nachteilige Auswirkungen von Ober- und Unterliegern zu vermeiden, bestehender Hochwasserschutz darf nicht beeinträchtigt werden und die hochwasserangepasste Errichtung von Bauvorhaben ist zu berücksichtigen. Grundsätzlich dürfen Mauern, Wälle und Ähnliches nicht errichtet werden, wassergefährdende Stoffe auf dem Boden nicht aufgebracht oder abgelagert oder außerhalb von Anlagen gelagert werden, die Erdoberfläche darf weder erhöht noch vertieft werden, Baum- und Strauchpflanzungen sind eingeschränkt und Auwald darf nicht in andere Nutzungsarten umgewandelt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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13 Ölunfälle in 2020

Die Sanierung nach einem Ölunfall ist oft sehr aufwändig. Bildquelle: Alexander Acker, Landratsamt Ostallgäu
Die Sanierung nach einem Ölunfall ist oft sehr aufwändig. Bildquelle: Alexander Acker, Landratsamt Ostallgäu

Im Jahr 2020 kam es im Landkreis Ostallgäu zu 13 Unfällen mit Austritt von Betriebsmitteln in den teilweise unbefestigten Untergrund. Normalerweise fallen jährlich durchschnittlich drei bis vier Einsätze an, in welchen bodenschutzrechtliche Maßnahmen notwendig werden. Die Ursache dieses Anstiegs ist nicht bekannt.
 
In allen Fällen wurde die Untere Bodenschutzbehörde tätig. In Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten wurden die notwendigen Sofortmaßnahmen zum Schutz des Bodens und des Grundwassers eingeleitet und beauftragt. Hierbei muss die jeweils zuständige schadensregulierende Versicherung mit einbezogen und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt werden.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
Wasserrecht

Tel. 08342 911-342
Fax 08342 911-556
 
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