Jahresbericht 2018

Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege

Gartenzertifizierung „Bayern blüht – Naturgarten“

Bei der landesweiten Aktion „Bayern blüht – Naturgarten“ wurden dieses Jahr erstmals auch im Landkreis Ostallgäu zwei Gärten ausgezeichnet. Die Gartenbesitzer bekamen vom Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Ostallgäu und Kaufbeuren, Kaspar Rager, die Gartenplakette sowie eine Ehrungsurkunde überreicht.

Für ihre besonders naturfreundliche Gartenanlage und -bewirtschaftung wurden Rolf Triebel aus Kaufbeuren und Franziska Nellessen aus Waal ausgezeichnet.

 

Zuvor wurden die Gärten bereits im Juni von jeweils zwei eigens dafür ausgebildeten Juroren begutachtet

 

Die Zertifizierung von sogenannten Naturgärten mit besonderer Vorbildfunktion durch den Kreisverband wird von nun an jährlich von Mai bis Juni stattfinden, Stichtag für die Anmeldung ist jeweils der 1. Mai. Interessierte können sich bei der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Ostallgäu informieren.

 

Über die Gartenzertifizierung „Bayern blüht – Naturgarten“

 

Angestoßen wurde das Projekt von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim mit Finanzmitteln vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Seit Januar 2021 wurde es zum größten Teil an den Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege übergeben. Die Ausbildungen der Zertifizierer und die inhaltliche Weiterentwicklung der Bewertungskriterien liegen weiter bei der LWG. Nach dem Start des Projekts im Bezirk Niederbayern erfolgt die Umsetzung in ganz Bayern. Durch das Projekt erhoffen sich die Träger einen Zuwachs an Gartenbesitzern, die ihre Gärten ökologisch wertvoll anlegen. In einem Naturgarten lässt sich eine lebendige Vielfalt von Lebensräumen für zahlreiche Pflanzen und Tiere finden. Ein wichtiges Merkmal für einen Naturgarten ist die Verwendung unterschiedlicher heimischer Wildpflanzen, Gehölze und Stauden, die standortgerecht gepflanzt oder belassen werden. Er verfügt über eine dynamische Vegetation – verändert also durch das Wechselspiel von Wetter, Bodenverhältnissen und Reproduktion seine Erscheinung und passt sich den Gegebenheiten an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gartenschau „Natur in Lindau“

Vom 20. Mai bis zum 10. Oktober 2021 waren Lindau und die Region Gastgeber der Bayerischen Kleinen Gartenschau „Natur in der Stadt“. Sie verwandelte die Stadt in ein sinnliches Erlebnis aus Gärten, Wasser und Panorama. Die Hintere Insel Lindau wurde dauerhaft zum grünen Gartenstrand umgestaltet.

Der Kreisverband Ostallgäu hat sich sieben Tage lang im Pavillon des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit einem Ausstellungsbeitrag zum Thema „Gärtnern ohne Torf“ präsentiert. Die Kreisfachberatung hat den Auftritt des Kreisverbandes Ostallgäu-Kaufbeuren auf der Gartenschau „Natur in Lindau“ vorbereitet.

 

Ausstellungsbeitrag zum Thema „Gärtnern ohne Torf“

 

Die häufige Verwendung von torfhaltigen Substraten stellt im Hobby- und Erwerbsgartenbau nach wie vor ein Problem dar, da der Abbau des Materials große Mengen von in den Mooren gespeicherten, klimaschädlichen Gase wie Kohlenstoffdioxid oder Methan freisetzt und damit dem Klima schadet. Gerade im Hobbygarten lässt sich die Verwendung von Torf jedoch durch zahlreiche Alternativen einfach vermeiden (bspw. Kreislaufwirtschaft durch Kompost und die Verwendung der im Garten aufgewachsenen Biomasse). Über die Möglichkeiten und Voraussetzungen des torffreien Gärtnerns informierten in abwechselnder Besetzung insgesamt acht Vorstandsmitglieder des Kreisverbandes. Die Kreisfachberatung bereitete Standbesetzung, Informationsmaterialien und Pflanz-Schaukästen vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herbstkreisversammlung der Ostallgäuer Gartenbauvereine

Da die Jahreshauptversammlung im Frühjahr pandemiebedingt abgesagt werden musste, wurde das Treffen aller Gartenbauvereine im Herbst nachgeholt. Mit den aktuellen Hygienevorschriften und unter Einhaltung der 3G-Regel hat die Veranstaltung wieder in Präsenz in der Mitte des Landkreises in Leuterschach beim Voglerwirt stattgefunden.
Der Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren, Kaspar Rager, blickte nochmal auf das Jahr 2020 zurück. Nach den üblichen Regularien konnte das Geschäftsjahr damit rechtlich einwandfrei abgeschlossen werden. Anschließend referierte der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege vom Landratsamt Ostallgäu, David Nißle, über die Aktion „Bayern blüht – Naturgarten“ und informierte dabei über die zwei bereits ausgezeichneten Gärten im Landkreis.
Nach einigen Ehrungen zu runden Geburtstagen und Vereinsjubiläen wurde noch die neue Vorsitzende des Gartenbauvereins Kaufbeuren Marita Knauer vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erste Bauhofschulung im Rahmen des Projekts „Blühpakt Bayern“ zum Thema naturnahe Gehölzpflege

Bei der ersten Bauhofschulung der Reihe informierten die Kreisfachberater in Marktoberdorf insgesamt zwölf Mitarbeiter der Bauhöfe Schwangau und Buchloe sowie der Landkreisbauhöfe zum ökologisch orientierten Umgang mit gemeinde- oder landkreiseigenen Flächen. Thema war der große ökologische Wert von naturnahen Hecken, Alleen, Einzelbäumen und Streuobstbeständen, sowie die an die Bedürfnisse der heimischen Arten angepasste Pflege.

 

Die Fortbildungen für Bauhofmitarbeiter wird die Kreisfachberatung zweimal jährlich zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde anbieten. Dabei sollen nach und nach alle Lebensräume behandelt werden, die auf den Kommunalflächen im Landkreis vorkommen. „Ziel ist es, gemeinsam mit den Bauhöfen Vorgehensweisen zu finden, die im Praxisalltag der Bauhofmitarbeiter umsetzbar sind, aber eben auch die Biodiversität und Vielfalt an Lebensräumen in unseren Landschaften und Siedlungen wieder steigern“, sagt Kreisfachberaterin Birgit Wehnert.

 

Das Projekt „Kommunale Grünflächen: vielfältig – Artenreich – insektenfreundlich“ ist Teil des sogenannten Blühpaktes Bayern, mit dem das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, den Bürgern, den Städten und Kommunen und der Landwirtschaft die Artenvielfalt fördern möchte. Neben den Schulungen hilft ein neu entworfenes, umfangreiches Praxis-Handbuch bei der ökologischen Pflege und Neugestaltung kommunaler Grünflächen.

Sanierungs- und Pflegemaßnahmen bei den Baum-Naturdenkmälern im Landkreis

Auch in diesem Jahr waren die beiden Kreisfachberater für die Kontrolle und Maßnahmenkoordination der Naturdenkmäler im Landkreis zuständig. Neben zahlreichen Einzelbäumen und kleineren Baumgruppen wurde 2021 auch eine umfangreiche Pflegemaßnahme an einer der eindrucksvollsten Alleen des Landkreises, der Schloßallee in Waal, umgesetzt.

Beratungen rund um den Lebensraum Garten, zur Gestaltung öffentlicher Flächen sowie Pflege in der Landschaft

Mit steigender Tendenz konnte in diesem Jahr über 290 Ratsuchenden wieder zu den verschiedensten Themen weitergeholfen werden. Die fachlichen Schwerpunkte waren heuer Anlage und Pflege einer Streuobstwiese, Naturgarten, Heckenschnitt, Nachbarrecht sowie Feuerbrand und Pilzerkrankungen.

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu

Natur- und Umweltschutz

Tel. 08342 911-364

Fax 08342 911-564

 

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