Jahresbericht 2021

ÖPNV

Schulbus- und Bahnbegleiter: erfolgreiche Ausbildung

Die Polizeiinspektionen im Landkreis Ostallgäu bilden jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ostallgäu Schüler von weiterführenden Schulen zu Schulbus- und Bahnbegleitern aus, die für mehr Ruhe und Fairness in Bussen und Zügen sorgen. Im Schuljahr 2020/21 wurden 20 Schüler*innen an den Mittelschulen in Friesenried und Germaringen ausgebildet, an den Schulstandorten Füssen, Marktoberdorf, Buchloe, Obergünzburg und Biessenhofen fand aufgrund der Corona-Pandemie keine Ausbildung statt. Im laufenden Schuljahr ist die Anzahl der Schulbus- und Bahnbegleiter daher im gesamten Landkreis geschrumpft, aktuell sind 150 Begleiter im Einsatz.

Corona-Verstärkerbusse

Seit letztem Schuljahr unterstützt die Bayerische Staatsregierung die Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Schülerbeförderung durch ein eigenes Sonderförderprogramm für pandemiebedingte Schulbusverstärker. Auch im Landkreis Ostallgäu werden nahezu auf allen Buslinien solche Verstärkerbusse eingesetzt. Dieses Programm wurde bis 23. Dezember 2021 verlängert. Die zusätzlichen Verkehrsleistungen gehen über die regulär vorgesehenen Angebote hinaus und stellen eine Entlastung und Entzerrung der Schülerverkehre im allgemeinen ÖPNV und im freigestellten Schülerverkehr zu den Schulanfangs- bzw. Endzeiten dar.

Schülerbeförderung: Runder Tisch

Pandemiebedingt konnten die Runden Tische zur Schülerbeförderung auch 2021 nicht in Präsenz stattfinden. Die eingegangenen Themen wurden wie 2020 soweit möglich bearbeitet, es wurde nach Lösungen gesucht, die Antworten in einem Protokoll zusammengefasst und an alle Beteiligten versandt.

Es werden jedes Jahr Vertreter der Schulleitungen, des Elternbeirats, der Schülermitverantwortung, der Verkehrsunternehmer, der Kommunen sowie der Polizei zu einem Runden Tisch zur Schülerbeförderung eingeladen. Bei den Beteiligten werden die Wünsche und Probleme in der Schülerbeförderung im Vorfeld abgefragt, um am Runden Tisch bestmöglich nach Lösungen zu suchen.

Buswartehäuschen

Das Projekt zur Förderung von einheitlichen Buswartehäuschen ist weiterhin sehr erfolgreich. Drei dieser Häuschen wurden im vergangenen Jahr in Biessenhofen aufgestellt, ein Häuschen in Rieden am Forggensee. Anträge für insgesamt sechs weitere Häuschen in Füssen, Pforzen, Marktoberdorf und Stöttwang liegen dem Landratsamt vor, diese Häuschen werden in den kommenden Monaten fertiggestellt. Seit Einführung des Projektes im Jahr 2009 wurden bereits 64 Häuschen im Landkreis errichtet.

Allgäu-Verbund – Grundlagenstudie

Die „Kick Off“-Veranstaltung für diese Grundlagenstudie fand im November 2021 statt. Ziel und Gegenstand dieser Studie ist die Untersuchung, ob in dem Gebiet Oberallgäu mit Kempten und Ostallgäu mit Kaufbeuren eine Integration der genannten Gebietskörperschaften in einem ÖPNV-Verbund verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Grundsätzlich wird eine Verbundgründung bis 2025 angestrebt. Die vergebene Studie soll diese Gründung möglichst konkret vorbereiten.

S4-Ausbau München – Pasing – Buchenau

Das Verkehrsministerium München (StMB) plant zwischen Pasing und Buchenau auf rund 10 Kilometern Länge einen dreigleisigen Ausbau der Bahnstrecke. Nachdem die zwei äußeren Gleise für die S-Bahn vorgesehen sind, bliebe für den gesamten Fern-, Regional- und Güterverkehr auf dieser Trasse nur ein Gleis übrig. Durch dieses Nadelöhr müssten alle Verbindungen vom Allgäu (Lindau, Memmingen, Kempten, Oberstdorf, Füssen, Kaufbeuren) nach München und zurück. Die Kapazitäten wären somit zukünftig stark begrenzt.

 

Der Landkreis Ostallgäu setzt sich deshalb seit Jahren intensiv für einen viergleisigen Ausbau ein und hat 2021 erreicht, dass eine Aufwärtskompatibilität beim StMB zu vier Gleisen mitgeplant und bei den Bauwerken mitbeachtet wird. Nachdem im Bundesverkehrswegeplan im August 2021 ein viergleisiger Ausbau für diese Strecke aufgenommen worden ist, laufen unsere Bemühungen auch in Richtung Bund für einen zukunftsfähigen Ausbau weiter.

INTERREG Projekt: Attraktivierung der Regionalbahnen mit Allgäu GmbH / EUREGIO via salina

Anhand des gemeinsam in der Region erarbeiteten Leitfadens „Kommunale Handlungsempfehlung bei technisch ungesicherten Bahnübergängen“ soll es Kommunen erleichtert werden, unbeschrankte Bahnübergänge zu reduzieren, damit Regionalbahnen sicherer und wirtschaftlicher werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu
ÖPNV

Tel. 08342 911-462
Fax 08342 911-551
 
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