Jahresbericht 2021

Regionalmanagement

Mitgliederversammlung bergaufland Ostallgäu e. V.

Aufgrund der Ausnahmesituation durch die COVID-19-Pandemie musste die zunächst für Mai geplante siebte Mitgliederversammlung wiederholt abgesagt bzw. verschoben werden. Drei Beschlüsse konnten zeitlich nicht länger aufgeschoben werden und wurden deshalb im Rahmen eines Umlaufverfahrens beschlossen.

 

Die siebte Mitgliederversammlung konnte dann am 19. Oktober in der Bayerischen Musikakademie in Markoberdorf nachgeholt werden. Schwerpunkt lag auf der Abschlussbilanz der aktuellen Lokalen Entwicklungsstrategie (LES). Hierzu wurden von der externen Begleitung durch Dr. Heike Glatzel, Geschäftsführerin der FUTOUR GmbH aus München, die Ergebnisse aus dem Monitoring und den Befragungen vorgestellt sowie weitere Ergebnisse erarbeitet. Danach wurde die Abschlussbilanz der aktuellen LES beschlossen. Insgesamt wurden 29 Projekte, davon 18 sogenannte Einzelprojekte im Ostallgäu für eine Förderung über das Förderprogramm LEADER befürwortet. Es wurden insgesamt über 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln gebunden – davon über 1,1 Millionen Euro für Einzelprojekte und knapp 400.000 Euro für Kooperationsprojekte.

 

Zum zweiten Vorsitzenden wurde Robert Frei aus Nesselwang vorgeschlagen und gewählt. Ihm wurde ein guter Einstieg in die neue Aufgabe gewünscht. Der bisherige zweite Vorsitzende, Jürgen Schwarz, stand für eine weitere Periode nicht mehr zur Verfügung. Ihm wurde für sein langes und großes ehrenamtliches Engagement für das Ostallgäu gedankt. Darüber hinaus informierte Heiko Gansloser, Geschäftsführer des Vereins, über die Planungen für die künftige Förderperiode von LEADER 2023 - 2027. Hierzu wurde ein Beschluss für die Fortschreibung und Weiterentwicklung der LES für die Bewerbung auf die kommende Förderperiode gefasst.

 

Verabschiedet wurde auch der langjährige LEADER-Koordinator Ethelbert Babl. Die Nachfolgerin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten ist Veronika Hämmerle.

Entscheidungsgremium: Förderung von weiteren Kleinprojekten beschlossen

Bei der elften Sitzung entschied das Gremium über die eingereichten Anfragen der Einzelmaßnahmen im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“. Folgende Maßnahmen werden unterstützt: Förderung der Digitalen Nachbarschaft, Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Ostallgäu; Mit Bäumen und Sträuchern gegen den Klimawandel und für eine lebenswerte Umwelt, BUND Naturschutz – Ortsgruppe Germaringen; Wald- und Wiesenschule Irsee, BUND Naturschutz – Ortsgruppe Irsee; Wertach Aktivweg in Biessenhofen: LandArt mit Kindern am Wertachdamm, Bürgerstiftung Biessenhofen; Barrierefreie Station für WaldWissenSpielplatz, Kreisjugendring Ostallgäu; Lust auf Sprache, Kulturwelt Marktoberdorf e. V.; Hallo, ich bin’s! Ich erzähle Euch meine Lebensgeschichte – Kinder mit und ohne Migrationshintergrund berichten, Menschen im Aufwind e. V.; Streuobstwiese – Naturoase für Jung und Alt, Obst- und Gartenbauverein Jengen und Ummenhofen; Eine Holzlok für Groß und Klein – das soll es auf Eisenbergs Spielplatz sein, Spielplatzinitiative Eisenberg; Einrichtung eines mobilen Kreativ- und Kunstraumes mit Durchführung eines Malprojekts, Elternbeirat Kindergarten Bidingen; Kulturknotenpunkte Allgäu, Atelier Werkstatt Marktoberdorf; Kneippen in der Gemeinde, Arbeitskreis SeniorInnen/Soziales Aitrang und Schwimmkurs bzw. -training für Kinder, Heilpädagogische Tagesstätte, Förderschwerpunkt soziale, emotionale Entwicklung (HPTse) der Lebenshilfe Ostallgäu e.V. Für diese Vorhaben stehen rund 23.000 Euro zur Verfügung.

 

 

Förderung drei weiterer Projekte

 

Im Entscheidungsgremium wurden in der zwölften Sitzung am 23. November die Projekte „Stärkung regionaler Identität und Tourismusakzeptanz im Erlebnisraum Schlosspark“ sowie „Nachhaltigkeit im Lebensraum Allgäu erleben“ und „Digitales Wald-Holz-Netzwerk“ vorgestellt und für eine Förderung über das Förderprogramm LEADER befürwortet.

Das Einzelprojekt „Stärkung regionaler Identität und Tourismusakzeptanz im Erlebnisraum Schlosspark“ vom Landkreis Ostallgäu trägt dazu bei, der einheimischen Bevölkerung und gesellschaftlichen Multiplikatoren, Betrieben wie auch Gästen die Besonderheiten, die hohe Attraktivität und Lebensqualität des Ostallgäu beziehungsweise des Erlebnisraums Schlosspark zu vermitteln. Das Kooperationsprojekt „Nachhaltigkeit im Lebensraum Allgäu erleben“ der Allgäu GmbH ist aus dem bereits durchgeführten Kooperationsprojekt „Umweltbildung und naturnaher Tourismus“ entstanden. Hier soll unter anderem die Balance von Ökologie, Ökonomie und Sozialem für Einheimische und Gäste im Lebensraum Allgäu beispielgebend erlebbar gemacht werden. Beim Kooperationsprojekt „Digitales Wald-Holz-Netzwerk“ vom Holzforum Allgäu e. V. hat die digitale Zusammenführung der regionalen Akteure und Unternehmer zum Ziel, eine Versorgungssicherheit in der Branche zu gewährleisten.

 

Den Projekten stehen bei positiver Prüfung durch die Bewilligungsbehörde insgesamt über 480.000 Euro an Fördermitteln im Rahmen von LEADER zur Verfügung. Die beiden Kooperationsprojekte werden in Zusammenarbeit mit den Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) Regionalentwicklung Oberallgäu e. V., Kneippland Unterallgäu e. V. und Westallgäu-Bayerischer Bodensee e. V. durchgeführt.

Die Sitzung fand aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen durch die COVID-19-Pandemie im Ostallgäu erstmalig online statt.

 

Regelmäßige Informationen zu den aktuellen Themen, Projekten und Terminen der Regionalentwicklung im Ostallgäu gibt es in den bergaufland News, dem Newsletter der LAG bergaufland Ostallgäu e. V.. Die Anmeldung zu den bergaufland News ist auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de möglich. Hier finden sich auch weitere Informationen. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter der E-Mail info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

„UDO“: Machbarkeitsstudie für Vermittlungseinrichtung vor Ort

Nach der Entdeckung der Fossilreste des Menschenaffen Danuvius guggenmoosi, genannt „UDO“ sowie den weiteren sensationellen anthropologischen und paläontologischen Funden in der Tongrube „Hammerschmiede“ in der Gemeinde Pforzen hat der Landkreis Ostallgäu in Kooperation mit der Gemeinde Pforzen eine Machbarkeitsstudie für eine mögliche Vermittlungseinrichtung vor Ort in Auftrag gegeben. Ziel der Machbarkeitsstudie war es, dass diese auf Grundlage einer ausführlichen Analyse eine Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Dauerausstellung (ggf. als Informations- und Besucherzentrum) vor Ort in Pforzen gibt. Diese Machbarkeitsstudie konnte nun abgeschlossen und am 16. Juli die Ergebnisse im Kreistag des Landkreises Ostallgäu sowie im Gemeinderat von Pforzen präsentiert werden.

 

Genusstage im Ostallgäu & Kaufbeuren

22 Gastronomen sowie 33 Landwirte und handwerkliche Verarbeiter aus dem gesamten Ostallgäu und Kaufbeuren haben bei der dritten Auflage der Genusstage Bürgern die Gelegenheit gegeben, die Region von ihrer kulinarischen Seite kennenzulernen und zu erleben.

 

Die Gastronomen kreierten für die Genusstage aus den hochwertigen, regionalen Lebensmitteln eigens Genusstage-Gerichte, die sie auf extra Speisekarten präsentierten. Das Besondere: die Gäste erfuhren direkt auf der Speisekarte, von welchem Landwirt oder handwerklichen Verarbeiter aus der Region die Lebensmittel stammten.

 

Zusätzlich gewährten einige der 33 Landwirte und handwerklichen Verarbeiter einen Blick hinter die Kulissen. So konnten Besucher bei Führungen über den Hof oder durch die Erlebnisimkerei vor Ort erleben, wie durch naturnahe und kleinstrukturierte Produktion hochwertige Lebensmittel entstehen.

 

 

Interessierte können sich beim Landratsamt melden

 

Initiiert und koordiniert werden die Genusstage durch den Landkreis Ostallgäu in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Ostallgäu e. V., den Öko-Modellregionen Ostallgäu und Günztal, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren sowie dem bergaufland Ostallgäu e. V. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Verarbeitern und Gastronomen in der Region langfristig zu stärken. Die Genusstage fanden 2019 erstmalig statt und werden auch in den nächsten Jahren fortgeführt. Weiterhin soll das Netzwerk an Mitstreitern wachsen. Interessierte Gastronomen, Landwirte und handwerkliche Verarbeiter aus dem Ostallgäu und Kaufbeuren können sich gerne beim Regionalmanagement des Landkreises Ostallgäu, Jana Betz, Telefon: 08342 911-353, E-Mail: jana.betz(at)lra-oal.bayern.de melden.

Mehr Informationen finden sich unter www.schlosspark.de/genusstage

Regionale Weihnachtsgeschenke

Einige der Genusstage-Landwirte und Verarbeiter bieten auch Lebensmittel an, die sich für Weihnachtsgeschenk für Kunden, Mitarbeiter, Freunde oder Familie eignen. Eine entsprechende Übersicht gibt Anregungen für eine kleine Aufmerksamkeit aus der Region. Von Elisen-Lebkuchen der Wertachtal Werkstätten aus Kaufbeuren bis zu herzhaften Leckereien und Hochprozentigem von zahlreichen weiteren Anbietern – hier ist für Jeden was dabei!

 

Alle Produkte und Anbieter finden sich unter www.schlosspark.de/regionale-weihnachtsgeschenke

 

 

 

 

 

 

 

 

Wissen, wo’s herkommt: Kommunikationsbaukasten für Gastronomie

Das Regionalmanagement des Landkreises und die Öko-Modellregion Ostallgäu haben einen neuen Kommunikationsbaukasten für Gastwirte und Erzeuger entwickelt. Konkret geht es dabei um Aufsteller und Wandtafeln, die den Gast auf die Initiative „Regionaler Genuss direkt auf den Tisch“ hinweisen soll. Die einzelnen Teile des Sets können von jedem Verwender individuell bestückt werden. Ob als Tischaufsteller für Gerichte mit regionalen Zutaten oder Info-Tafeln. Ein weiterer Bestandteil des Baukastens „Wissen, wo’s herkommt“ ist die Erstellung eines aussagekräftigen Kurzporträts von Hof und Betrieb, so erfahren die Menschen, wer hinter den Lebensmitteln steht.

 

Mehr Informationen finden sich unter www.schlosspark.de/genusstage

Allgäu & Tirol barrierefrei wird zu „Reisen für Alle“

Das regionale Signet „Allgäu & Tirol barrierefrei“ wird im Landkreis Ostallgäu wurde in das bundesweite Signet „Reisen für alle“ überführt. Die barrierefreien Betriebe im Ostallgäu und im gesamten Projektgebiet sowie weitere Informationen stehen auf der Internetseite www.allgaeu-tirol-barrierefrei.eu bzw. www.allgaeu.de/barrierefrei zur Verfügung.

Das Projekt „Allgäu & Tirol barrierefrei“ wurde im Rahmen von INTERREG Bayern - Österreich 2007 - 2013 umgesetzt.

Weitere interessierte Betriebe können sich auch künftig für das bundesweite Siegel „Reisen für Alle“ erheben und zertifizieren lassen.

 

Mit der barrierefreien Prüfung und Zertifizierung über „Reisen für Alle“ können Betriebe ein zusätzliches Angebot für ihre Kunden und Gäste besser kommunizieren und vermarkten, neue Kunden- und Gästegruppen erschließen sowie gezielte und detaillierte Informationen an Interessierte weitergeben. Gemäß der Prämisse: Barrierefreiheit ist für etwa 10 Prozent der Bevölkerung unentbehrlich, für 40 Prozent hilfreich und für 100 Prozent komfortabel. Für die Nutzung des Signets „Reisen für Alle“ können sich auch nicht touristische Betriebe prüfen lassen. Weitere Informationen stehen unter www.reisen-fuer-alle.de und www.bayern.by/erlebnisse/urlaub-fuer-alle/ zur Verfügung.

 

Barrierefreiheit bedeutet Lebensqualität, vor allem für Menschen mit Mobilitätseinschränkun-gen, wie zum Beispiel Senioren, Familien mit Kindern oder Menschen mit Handicap. Das Vorhaben hat die Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger mit Handicap zum Ziel, hilft jedoch auch Menschen ohne Handicap und soll die Region im Hinblick auf den barrierefreien Tourismus positionieren.

Sensationsfund "UDO"

Kontakt

Landratsamt Ostallgäu

Regionalmanagement

 

Tel. 08342 911-514

Fax: 08342 911-484

 

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