Jahresbericht 2021

Senioren

Neue Pflegebedarfsermittlung für den Landkreis Ostallgäu

Der demographische Wandel und veränderte familiäre Strukturen stellen den Landkreis Ostallgäu vor große Herausforderungen in der Senioren- und Sozialpolitik. Um auf diese umfassenden Veränderungen eingehen zu können und passgenaue Strukturen und Angebote zu entwickeln, hat der Landkreis Ostallgäu im Jahr 2020 eine Pflegebedarfsermittlung durchgeführt.

 

 

Die Pflegebedarfsermittlung ist die Grundlage für die zukünftige Planung, Steuerung und Weiterentwicklung der Angebote im Bereich der Seniorenarbeit und der Altenhilfe im Landkreis und damit für eine zukunftsorientierte und bürgernahe Sozialpolitik. Um aktuell einen umfassenden Überblick über die Situation und die Bedürfnisse der Generation 55+ im Landkreis zu gewinnen und möglichst viele Perspektiven mit einbeziehen zu können, wurde unter Federführung der Seniorenbeauftragten des Landkreises, Irmgard Haberberger, in enger Zusammenarbeit mit dem BASIS-Institut in Bamberg die aktuelle Pflegebedarfsermittlung erstellt. Die Datenerhebung erfolgte mit Hilfe von wissenschaftlich fundierten Befragungsinstrumenten, wie zum Beispiel einer Befragung von 5000 Personen der Generation 55plus sowie durch qualitative Interviews mit Experten. Damit auch die Meinungen und Erfahrungen der Bürger gewinnbringend in die Erhebung mit einfließen konnten, wurden auch mehrere Bürgerworkshops organisiert und anschließend ausgewertet.

 

Die Pflegebedarfsermittlung bestätigt, dass sich die Altersstruktur im Landkreis erheblich verändern wird und mittlerweile bereits verändert hat. Vor allem der überproportionale Zuwachs der Anzahl alter und sehr alter Menschen bei gleichzeitiger Abnahme der Zahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter ist bereits heute eine der großen Herausforderungen für den Landkreis und die einzelnen Kommunen. Dies wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch erheblich verschärfen. Legt man der Prognose das in der Pflegebedarfsermittlung dargestellte erweiterte Versorgungsvolumen zugrunde, wächst die Zahl der Unterstützungs- und Pflegebedürftigen von aktuell etwa 4600 bis 2034 um fast ein Drittel auf 6100 Menschen.

 

 

Sowohl in den Bereichen der alltagspraktischen, als auch der pflegebezogenen Hilfen leisten die Verwandten und Bekannten aktuell den Großteil der Unterstützung und dies auch bei einem anerkannten Pflegegrad. Es ist absehbar, dass die heute größte Stütze in der Betreuung, Pflege und Versorgung, nämlich die Angehörigen, diesen enormen Beitrag zukünftig nicht mehr wie im bisherigen Umfang übernehmen können, da immer weniger Angehörige für immer mehr betagte Menschen da sein müssen.

 

 

Zusammengefasst stellen die wesentlichen Ergebnisse der Pflegebedarfsermittlung unmittelbaren Handlungsbedarf in vier Bereichen fest:

 

  1. - Entlastung, Beratung und Wertschätzung der pflegenden Angehörigen
  2. - Alters- und alternsgerechte Entwicklung der Gemeinden
  3. - Ausbau ambulanter und (teil-)stationärer Einrichtungen und Dienste im Landkreis
  4. - Bewältigung der Folgen des Fachkräftemangels

 

 

Zu den Handlungsbedarfen wurden bereits zwei umfassende Maßnahmenpakete entwickelt, die sich aktuell in der Umsetzung befinden. Die Begleitung der Kommunen bei Gemeindeentwicklungsprojekten, der Aufbau eines Pflegestützpunktes, einer kostenlosen, umfassenden und unabhängigen Beratungsstelle für alle Fragen rund um das Thema Pflege und die Unterstützung beim Aufbau alternativer Wohnprojekte sind dabei nur einige Beispiele für Maßnahmen, die schon jetzt aktiv von den Mitarbeitern des Sachgebietes Soziale Entwicklung im Landratsamt gefördert und unterstützt werden.

 

Die Pflegebedarfsermittlung kann unter www.sozialportal-ostallgaeu.de im Bereich Senioren gelesen und heruntergeladen werden.

Landkreis gibt Broschüre „Älter werden im Ostallgäu – unser Wegweiser“ heraus

Der Landkreis Ostallgäu hat die Publikation „Älter werden im Ostallgäu – unser Wegweiser“ aktualisiert und in siebter Auflage veröffentlicht. Ältere Menschen finden hier unter anderem Informationen zu Beratungs- und Hilfsangeboten sowie zu Aktivitäten und zur Selbstfürsorge.

 

„Die optimale Versorgung im Alter ist uns eine absolute Herzensangelegenheit. Hierfür kann der neue Wegweiser eine wichtige Hilfestellung sein“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Die meisten Menschen wollen in den eigenen vier Wänden alt werden. Das wissen wir aus unserer Pflegebedarfsermittlung. Auch dafür liefert die Broschüre wertvolle Informationen.“

 

Neben den Informationen zu Beratungs- und Hilfsangeboten und zu Aktivitäten und Selbstfürsorge gibt die Broschüre Auskunft zum neu eingerichteten Pflegestützpunkt des Landkreises, zu den Kontaktstellen Pflege und Demenz und zu Angeboten der Nachbarschaftshilfe. Darüber hinaus behandelt er die Themenfelder Demenz und Begleitung am Lebensende.

 

Der Wegweiser ist ab sofort bei allen Kommunen des Landkreises sowie bei den Sozialstationen, Alten- und Pflegeheimen, Kontaktstellen, Nachbarschaftshilfen, Hausärzten, Krankenhäusern und dem Pflegestützpunkt Ostallgäu im Landratsamt in Marktoberdorf kostenfrei erhältlich. Im Internet kann er auf der Seite www.sozialportal-ostallgaeu.de/senioreninfo.html digital gelesen und heruntergeladen werden. Ansprechpartnerin bei Fragen oder falls weitere Exemplare des Wegweisers benötigt werden, ist die Seniorenbeauftragte des Landkreises Irmgard Haberberger (Tel. 08342 911-475 oder irmgard.haberberger@lra-oal.bayern.de).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regionale Werbemaßnahmen „Fachkraftgewinnung in der Pflege“

Ziel der Werbemaßnahmen von Seiten des Landkreises soll die Fachkraftgewinnung in der Pflege im Ostallgäu sein. Außerdem wollen wir die Vielseitigkeit des Berufsfeldes aufzeigen und verschiedene Zielgruppen erreichen.

Die Werbemaßnahmen werden gemeinsam mit der Werbeagentur „Visionall“ aus Pfronten in Zusammenarbeit mit dem Künstler Robert Wilhelm aus Füssen entwickelt.

Um Experten aus den Einrichtungen, Schulen, dem Landratsamt sowie junge Pflegefachkräfte mit einzubeziehen fanden drei Workshops im Landratsamt statt bei denen Zielgruppen definiert, sowie Kernbotschaften und Designs erarbeitet wurden.

Die Kampagne soll im Rahmen einer Auftaktveranstaltung voraussichtlich im Frühjahr 2022 starten.

Quartiersentwicklung im Landkreis

Die Entwicklung von Alters- und alternsgerechten Quartieren nimmt immer an größerer Bedeutsamkeit zu. Der Landkreis Ostallgäu unterstützt die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Quartiers- und Gemeindeentwicklung und strebt an, möglichst viele Kommunen in diesen Prozess einzubeziehen. Diese Gemeindeentwicklung bezieht sich je nach Infrastruktur auf die Sicherung der Nahversorgung, wohnortnahe Gesundheitsversorgung, Mobilitätssicherung, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, niederschwellige Beratung, Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich, Umsetzung alternativer Wohnformen und dem Aufbau organisierter Nachbarschaftshilfe

 

 

Buchloe

Nach einer Beratung der kommunalen Seniorenbeauftragten Irmgard Haberberger und der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ über eine „Seniorengerechte Quartiersentwicklung“ war sich der Stadtrat einig, dass dieses Thema sehr wichtig ist und aufgenommen werden muss. Die Stadt Buchloe hat diesen Weg, ein „Seniorengerechtes Quartierskonzept“ zu erstellen nun mit Unterstützung der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ und der Begleitung von Seiten der gemeindlichen und der kommunalen Seniorenbeauftragten eingeschlagen und wird das Förderprogramm „Selbstbestimmtes Leben im Alter“ – SeLA beim Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, beantragen.

Bei einer Auswahl von Seiten des Ministeriums für die Stadt Buchloe bedeutet dies eine zeitlich befristete Förderung (Anschubfinanzierung) in Höhe von bis zu 80.000 Euro für maximal vier Jahre, um einen/eine  Quartiersmanager*in einzustellen. Damit eingeführte Maßnahmen auch nach Beendigung der vier Förderjahre erfolgreich weiterverfolgt werden können, müssen die Antragsteller die Nachhaltigkeit bei der Konzepterstellung gewährleisten.

Mit der Einführung eines Quartierskonzeptes soll mehr Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter durch gute Beratungs- und Unterstützungsangebote, den Ausbau von Nachbarschaftshilfen und Vernetzungsarbeit etc. gegeben sein.

 

 

Pfronten

Ebenso hat sich die Gemeinde Pfronten nach einer Beratung der kommunalen Seniorenbeauftragten Irmgard Haberberger und der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ über eine „Seniorengerechte Quartiersentwicklung“ in Kombination mit einem anderen Vorhaben entschlossen, das Förderprogramm „Selbstbestimmtes Leben im Alter“ – SeLA beim Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, zu beantragen.

Die Gemeinde Pfronten wurde aufgrund ihres Konzeptes und anderer Kriterien ausgewählt.

Es folgt eine Personalausschreibung für eine Quartiersmanagerstelle.

 

 

Biessenhofen/Bidingen und Ruderatshofen/Aitrang

Die GemeindenBiessenhofen/Bidingen und Ruderatshofen/Aitrang sind seit Oktober 2020 in der Quartiersarbeit aktiv.

Trotz der schwierigen Umstände, bedingt durch die Coronapandemie konnte am 13. Oktober zur Auftaktveranstaltung der neu gegründeten Nachbarschaftshilfe allerHand geladen werden.

 

 

Irsee

Auch die Gemeinde Irsee ist in der Quartiersarbeit sehr aktiv.

Die Quartiersmanagerin Bianca Martin koordiniert den Aufbau der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe Irsee. Hier war die Auftaktveranstaltung mit Tag der offenen Tür im Quartiersbüro am Freitag, 8. Oktober 2021 zwischen 15.00 bis 17.00 Uhr. Die Bürger fanden die Gelegenheit, das Quartiersbüro und seine Leiterin kennenzulernen und sich über die Aktivitäten und Angebote zu informieren.

Treffen der gemeindlichen Seniorenbeauftragten

Nach einer kurzen Vorstellung von Haberberger, dem neuen Demenzbeauftragten Gerhard Stadler, dem Inklusionskoordinator Dr. Penzholz und Manuela Walgenbach, Teamleitung des Pflegestützpunktes Ostallgäu, stellte Penzholz einen Flyer vor, der die Öffentlichkeitsarbeit der gemeindlichen Beauftragten erleichtern soll. Eine Rohversion inklusive Bildern wird dabei vom Ladratsamt gestellt und die jeweiligen Beauftragten füllen diese dann mit Inhalten wie einem Portrait, Kontaktdaten oder Informationen über ihre Arbeit.

 

Im Anschluss stellte Walgenbach den am 1. Juli eröffneten Pflegestützpunkt Ostallgäu und dessen Aufgaben vor. Der Pflegestützpunkt ist eine kostenlose Anlaufstelle für Rat- und Hilfesuchende zu allen Fragen rund um die Pflege. Unter 08342 911-511 erreicht man die Beraterinnen von Montag bis Freitag, jeweils von 8:00 bis 12:00 Uhr.

 

Haberberger stellte die neu aufgelegte Broschüre „Älter werden im Ostallgäu – unser Wegweiser“ vor, erklärte deren Aufbau und wies auf die neuen Angebote, die die Broschüre beinhaltet, wie beispielsweise die neu aufgenommene Notfallnummernseite und wichtige Adressen und Kontakte, hin. Sie betonte dabei die Wichtigkeit der Verteilung und Erklärung von Seiten der gemeindlichen Seniorenbeauftragten und Bürgermeistern, damit die Bürger*innen diese Broschüre als Unterstützung in ihren Anliegen und Fragen verstehen können. Es wurde darauf hingewiesen, dass auf den Social-Media-Kanälen und der Homepage des Landkreises die Broschüre digital angesehen und heruntergeladen werden kann:

https://www.total-lokal.de/publikationen/aelter-werden-im-ostallgaeu-unser-wegweiser-auflage-7-.html gibt.

 

 

In der Quartiersentwicklung konnte die Seniorenbeauftragte darüber berichten, dass die Stadt Buchloe und die Gemeinde Pfronten sich nun auf den Weg zu generationenfreundlichen Gemeindeentwicklungsprojekten gemacht haben. Der Gemeinde Pfronten wurde bereits eine Förderung durch den Freistaat zugesagt. Eine Personalausschreibung wird demnächst stattfinden.

Über das Projekt „Gestalt“ wurde vom Demenzbeauftragten Gerhard Stadler informiert.

Bei GESTALT (Gehen, Spielen, Tanzen als lebenslange Tätigkeiten) handelt es sich um ein Bewegungsprogramm zur Demenzprävention, in dem physische, kognitive und soziale Elemente miteinander verknüpft werden. Es richtet sich an Personen ab 60 Jahren, die länger nicht mehr oder noch nie körperlich aktiv gewesen sind.

 

Abschließend wurden gemeinsam die Aktivitäten für das Jahr 2022 geplant.

Schulung zum Seniorenbegleiter: Landkreis und Bistum bieten Online-Schulung an

Gemeinsam mit dem Bistum Augsburg hat der Landkreis Ostallgäu erneut eine Schulung zum Seniorenbegleiter angeboten. Sie richtete sich an Menschen, die sich ehrenamtlich für ältere Mitbürger in der Pfarrgemeinde oder Kommune engagieren möchten. Wir freuen uns über 11 feste Teilnehmer und drei Modulgäste. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste wieder nach dem zweiten Termin spontan auf eine Online-Schulung umorganisiert werden. Kurzfristig und spontan wurde der Schulungsplan in Absprache mit den Referenten und den  Teilnehmer*innen von der Seniorenbeauftragten des Landkreises zu einer Online-Schulung umorganisiert.

Die Ausbildung ist nach § 45 a SGB XI anerkannt und erfüllt die Voraussetzungen für die Mitarbeit in landesrechtlich anerkannten niedrigschwelligen Diensten.

Für pflegende Angehörige und ehrenamtliche Helfer*innen, die bereits in der Pfarrgemeinde oder in einem Helferkreis tätig sind, ist der Kurs kostenlos.

Fortbildungsangebot 2021 Seniorenbegleiterschulung

Im Rahmen der Seniorenbegleiterschulung und darauf aufbauenden Fortbildungsangebot für das Jahr 2021 wurde am 20.02.2021 die erste virtuelle Schulung angeboten. Die Tehmen „Berührende Beziehungen, die Vielfalt unserer Sexualität“ von Herrn Dr. Nowak und „Dreidimensionale Liebe aus der jüdisch-christlichen Spiritualität“ von Herrn Semenou, Altenreferent des Bistums Augsburg war der Auftakt für drei weitere geplante Themen im Bereich Berührung.

Eine weitere Schulung fand zum Thema „Sterbebegleitung“ am 20.03.2021 statt. Es konnte die Referentin Hanna Huber, Krankenschwester, Buchautorin und Koordinatorin bei NUZ-Pfronten für den Vortrag gewonnen werden.

Trotz anfänglicher Bedenken, dieses wichtige Thema nicht in gewohnter Präsenz abzuhalten, wurde das Fortbildungsangebot sehr gut angenommen und geschätzt. Von Seiten der Teilnehmer kamen sehr gute Rückmeldungen über die Bedeutung der behandelten Themen.

Modellprojekt „Marktplatz der Generationen“ – in Osterzell

Der Gemeinde Osterzell gelang es im Rahmen des Modellprojekts „Marktplatz der Generationen“ vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales als eine von bayernweit 30 Modellgemeinden ausgewählt zu werden. Somit kann Osterzell im Rahmen des Programmes eine fachliche Begleitung durch das Institut Landimpuls kostenfrei erhalten. Ziel ist es, den demografischen Wandel vor Ort, insbesondere mit Blick auf die älteren Menschen, aktiv zu gestalten. Das erste virtuelle Treffen fand am 26.10.2020 statt. Die Gemeinde Osterzell ist eine sehr engagierte Gemeinde, die den demografischen Wandel im Blick hat und auch generationsübergreifende Vorhaben plant. Bedingt durch die Coronapandemie konnte die Gemeinde keine weiteren Maßnahmen planen. Ein Reaktivierungstreffen wurde 2021 durchgeführt und weitere Planungen besprochen.

Einrichten von Hospizzimmer im Ostallgäu

Dem Landkreis Ostallgäu ist es ein besonderes Anliegen, den Bürgern für die letzte Phase des Lebens die Möglichkeit einer heimatnahen Versorgung anzubieten. Sowohl der Hospizverein Kaufbeuren-Ostallgäu als auch der Hospizverein Südliches Ostallgäu waren sich im Austausch mit der Seniorenbeauftragten des Landkreises darüber einig, dass die Notwendigkeit heimatnaher hospizlicher Angebote im Landkreis besteht, insbesondere weil es kein stationäres Hospiz im Landkreis gibt. Der Aufbau und die Führung von Hospizzimmern in Pflegeinrichtungen im Ostallgäu, in Kooperation mit dem Landkreis, wurde von beiden Hospizvereinen zugesagt. Beide Vereine arbeiteten ein Konzept für dieses Vorhaben aus. Pandemiebedingt waren die Möglichkeiten erschwert sich persönlich zu treffen. Aktuell plant der Hospizverein Kaufbeuren-Ostallgäu in Zusammenarbeit mit dem Landkreis 2022 zunächst ein Hospizzimmer im Senioren-Pflegeheim Waal und ein weiteres im Pflegeheim Wiltschka in Mauersätten.

 

 

Der Hospizverein Südliches Ostallgäu plant die Errichtung eines Hospizzimmers im südlichen Landkreis das im Rahmen der Neukonzeptionierung und Erweiterung des Seniorenzentrums in Seeg. Der Hospizverein südliches Ostallgäu eV wurde vom BMFSFJ als eine von bundesweit 10 Initiativen unter mehr als 100 Interessensbekundungen ausgewählt um beim Pilotprogramm „Sterben wo man lebt und zu Hause ist“ teilzunehmen. Durch das Programm werden Projekte gefördert durch die in der letzten Lebensphase der möglichst lange Verbleib im häuslichen Umfeld ermöglicht sowie pflegende Angehörige unterstützt und entlastet werden.

 

 

Die Seniorenbeauftragte des Landkreises, die den Impuls für dieses wichtige Projekt gab, unterstützt dabei die Hospizvereine. Für die Entwicklung geeigneter Konzepte und für die geplanten Zimmer bekommt der Hospizverein außerdem Unterstützung seitens Frau Madita Lang, Mitarbeiterin in der Verwaltung der landkreiseigenen Senioren- und Pflegeheime.

 

Der Landkreis wird sich bei den Personalkosten der Hospizvereine für noch einzustellende Palliativ-Fachkräfte beteiligen, die nach Eröffnung den Betrieb der Hospizzimmer organisieren und die jeweilige Konzeption umsetzen sollen.

Zusammenarbeit mit der vhs und Bezuschussung von Seiten des Landkreises

In den letzten Jahren hat sich die Lebenswelt der Senioren stark gewandelt. Im Mittelpunkt steht heute eine aktive und selbstbestimmte Lebensgestaltung. Diese positive Entwicklung wollen die Volkshochschulen gemeinsam mit dem Landkreis Ostallgäu unterstützen. Daher wurden spezielle Kurse für die Generation 60+ gemeinsam entwickelt und im Rahmen des Volkshochschulprogramms angeboten. Erfreulicherweise werden auch die digitalen Angebote sehr gut angenommen.

Kontakt
<p>Landratsamt Ostallgäu<br /> Soziale Entwicklung<br /> Irmgard Haberberger</p> <p>Tel. 08342 911-475<br /> Fax 08342 911-563<br /> &nbsp;<br /> <a class="mail" href="mailto:irmgard.haberberger@lra-oal.bayern.de" title="E-Mail an die Seniorenbeauftragte">E-Mail schreiben</a></p>

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