Berufsorientierung
Gemeinschaftsstand auf der Ausbildungsmesse Marktoberdorf: „Kein Kinderkram – Starte durch als Erzieher*in im Ostallgäu!“
Der Landkreis Ostallgäu engagiert sich aktiv für gute Bildungs- und Ausbildungschancen in der Region. Ein zentrales Anliegen ist es, die Einrichtungen im Landkreis bei der Gewinnung von Auszubildenden zu unterstützen.
Das Ziel: Jungen Menschen die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven des Erzieherinnen- und Erzieherberufs näherzubringen, sie für diesen wichtigen Berufszweig zu begeistern und langfristig neue Fachkräfte für unsere Region zu gewinnen.
Im Rahmen der Ausbildungsmesse in Marktoberdorf hatten Einrichtungen aus dem Ostallgäu sowie die Fachakademie für Sozialpädagogik Kaufbeuren die Möglichkeit, sich am Gemeinschaftsstand „Kein Kinderkram – Starte durch als Erzieherin und Erzieher im Ostallgäu!“ kostenfrei zu beteiligen. Hier konnten sie ihre Einrichtungen sowie die Ausbildungswege und Berufschancen anschaulich präsentieren und direkt mit interessierten Jugendlichen ins Gespräch kommen.
Schulhoftour zur Pflege- und Erzieherausbildung an der Realschule Marktoberdorf
An der Realschule Marktoberdorf fand bereits zum vierten Mal die „Schulhoftour Pflege- und Erzieherausbildung“ statt, organisiert von der Koordination Berufsorientierung des Landkreises Ostallgäu. Neben den Schülerinnen und Schülern der gastgebenden Realschule nahmen auch Jugendliche der Mittelschule Marktoberdorf, der Mittelschule Biessenhofen sowie des angrenzenden Gymnasiums an dieser Veranstaltung teil.
Ziel der Schulhoftour ist es, junge Menschen in der Phase ihrer Berufsorientierung gezielt für eine Ausbildung oder ein Studium in den Bereichen Pflege und Erziehung zu begeistern und ihnen praxisnahe Einblicke zu ermöglichen. Damit leistet der Landkreis Ostallgäu einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in diesen Berufsfeldern.
Vielfältige Aussteller und Mitmachangebote
Mehrere Institutionen und Einrichtungen waren als Aussteller vertreten, darunter:
- - Die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren mit ihrer Berufsfachschule für Krankenpflege
- - Die Hochschule Kempten mit dem Bachelorstudiengang Pflege
- - Die Stadt Marktoberdorf als Träger von 16 Kindertageseinrichtungen
- - Die Fachakademie für Sozialpädagogik Kaufbeuren
- - Der Sankt Georgshof, eine Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen
- - In diesem Jahr erstmals auch die Lebenshilfe Kaufbeuren
Neben Informationsständen und persönlicher Beratung – oft angeboten von aktuellen Auszubildenden und Studierenden – gab es zahlreiche praktische Übungs- und Mitmachaktionen. Besonders großes Interesse weckte der Alterssimulationsanzug, mit dem die Teilnehmenden die Einschränkungen der Sinne und physischen Fähigkeiten im Alter unmittelbar erleben konnten.
Darüber hinaus bot der Sankt Georgshof einen Bewegungsparcours an, der mit sogenannten „Rauschbrillen“ die Herausforderungen und Beeinträchtigungen des Alltags für Menschen mit bestimmten Einschränkungen nachvollziehbar machte.
Die Schulhoftour bot den Schülerinnen und Schülern die einmalige Gelegenheit, verschiedene Berufsbilder im Pflege- und Erziehungsbereich praxisnah kennenzulernen und sich über unterschiedliche Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren.
Mit der Veranstaltung möchte der Landkreis einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in diesen Bereichen leisten.
ProfilPASS® an der Staatlichen Berufsschule Ostallgäu mit finanzieller Unterstützung der Kinderbrücke Allgäu
Das Projekt „ProfilPASS®“ hat sich im Ostallgäu seit über sechs Jahren als wertvolles und nachhaltiges Instrument zur beruflichen Orientierung und Kompetenzermittlung für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz etabliert. Der Landkreis unterstützt das Projekt an der Berufsschule aktiv – durch die Gewinnung und Betreuung von qualifizierten Trainerinnen, die Akquise von Drittmitteln sowie die Bereitstellung notwendiger Materialien.
Die Berufsintegrationsklassen richten sich an neu zugewanderte, berufsschulpflichtige Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 21 Jahren.
Mithilfe des ProfilPASS® können die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler systematisch dokumentiert und übersichtlich dargestellt werden. Die Jugendlichen erhalten so die Chance, ihre persönlichen Stärken und erworbenen Kenntnisse unabhängig von Schulnoten oder formalen Zeugnissen zu entdecken und sichtbar zu machen.
Ein zentrales Element des ProfilPASS®-Systems ist die professionelle Begleitung durch zertifizierte Trainerinnen. Sie unterstützen die Jugendlichen nicht nur dabei, ihre Kompetenzen zu erkennen, sondern ermutigen sie auch, ihre oft verborgenen Potenziale weiterzuentwickeln. Der ProfilPASS® macht anschaulich, welche Fähigkeiten und Erfahrungen die jungen Menschen bereits auf ihrem individuellen Lebensweg erworben haben.
Dank dieses Angebots konnten über 80 Prozent der zuvor orientierungslosen Teilnehmer*innen in weiterführende Angebote vermittelt werden; rund die Hälfte davon fand anschließend den Weg in eine berufliche Ausbildung.
Finanzielle Unterstützung durch die Kinderbrücke Allgäu
Die Finanzierung des ProfilPASS® im Ostallgäu wird seit Jahren durch die Kinderbrücke Allgäu getragen. Der Verein engagiert sich in der Region mit niedrigschwelligen Hilfen für Kinder und Jugendliche in akuten Notlagen, initiiert nachhaltige Projekte und verbessert Bildungschancen durch gezielte Präventionsmaßnahmen.
Der ProfilPASS® ist ein wirksames Werkzeug, um Orientierung und Perspektiven für junge Menschen zu schaffen. Die Kombination aus persönlicher Begleitung und gezielter Förderung – unterstützt von starken Partnern wie der Kinderbrücke Allgäu – fördert erfolgreich die Integration und eröffnet konkrete Zukunftschancen.










