Jahresbericht 2021

Allgemeines

Allgäuer Notarzt-Kurs: Rund 40 Ärztinnen und Ärzte bilden sich in Notfallmedizin weiter

Seit zehn Jahren bilden die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren Ärztinnen und Ärzte im Allgäu in Notfallmedizin weiter. Am diesjährigen 80-stündigen Kurs nahmen 37 Medizinerinnen und Mediziner teil. Organisiert von PD Dr. Bernd Hartmann und Dr. Joachim Klasen, vermittelt der Kurs theoretische Grundlagen und praxisnahe Übungen, unter anderem in Kooperation mit der HEMS Academy des ADAC. 2025 erstmals neu integriert war der „Advanced Cardiac Life Support“-Teil, um die Versorgung von reanimationspflichtigen Patienten zu optimieren. Hochkarätige Referenten und ein interdisziplinäres Team aus Klinik, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Fliegerhorst unterstützen die praxisnahe Ausbildung. Nach 50 begleiteten Einsätzen können die Teilnehmer die Prüfung zur Notärztin bzw. zum Notarzt ablegen.

 

 

 

Kooperationsvertrag: Allgäuer Klinikverbünde arbeiten strategisch zusammen

Am 8. Oktober 2025 unterzeichneten der Klinikverbund Allgäu (KVA) und die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren (KOK) einen Kooperationsvertrag. Damit stellen sie die bestehende Zusammenarbeit auf eine unbefristete, strategische Grundlage und bündeln Kräfte, um die Gesundheitsversorgung im Allgäu nachhaltig zu sichern. Die Partnerschaft umfasst medizinische Kernbereiche, spezialisierte Zentren sowie gemeinsame Dienstleistungen sowie abgestimmte Verwaltung und Ausbildung. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten wohnortnah hochwertig zu versorgen und die Eigenständigkeit beider Verbünde zu stärken. Bereits seit 2022 bestehen erste Formen der Zusammenarbeit. Durch die Bündelung von Kompetenzen setzen die Träger nun ein klares Signal für die langfristige Stärkung der regionalen Versorgung – pragmatisch, patientenorientiert und zukunftsgerichtet.

 

 

 

F.A.Z.-Studie: Klinik Füssen und Innere Medizin am Klinikum Kaufbeuren ausgezeichnet

Die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren zählen 2025 erneut zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. Die Klinik Füssen erhält zum vierten Mal in Folge Anerkennung für medizinische Qualität und persönliche Betreuung. Mit dem interdisziplinären Ansatz und enger Zusammenarbeit aller Fachbereiche werden Patientinnen und Patienten ganzheitlich versorgt – insbesondere ältere orthopädische und chirurgische Patienten mit Begleiterkrankungen. Auch das Klinikum Kaufbeuren überzeugt in der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie. Die F.A.Z.-Studie bewertet sowohl sachliche Qualitätskriterien als auch Patientenerfahrungen. Die wiederholte Auszeichnung bestätigt den konsequenten Qualitätsanspruch der Kliniken und stärkt die wohnortnahe Versorgung in der Region.

 

 

 

Feierlicher Abschluss der Berufsfachschulen für Pflege und Pflegehilfe

Insgesamt 60 junge Menschen haben 2025 ihre Pflegeausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurden im festlich geschmückten Zitt-Stadltheater in Blonhofen verabschiedet. Die Absolvent:innen der Berufsfachschule für Pflege in Kaufbeuren und der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe in Buchloe sind nach ihrer Ausbildung bestens gerüstet für ihre Tätigkeit in Krankenhäusern, Langzeitpflegeeinrichtungen oder in der ambulanten Versorgung. Ein großer Teil der Absolvent:innen verstärkt die Teams der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren und trägt damit aktiv zur Sicherung der Pflegequalität in der Region bei.

 

 

 

 

Pflegefachschulen verzeichnen großen Andrang

Zum Start des neuen Schuljahres 2025 waren erstmals seit Jahren alle Ausbildungsplätze vergeben.

 

An der Berufsfachschule für Pflege Kaufbeuren begannen 50 Auszubildende ihre dreijährige generalistische Ausbildung, die für den Einsatz in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege qualifiziert. An der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe in Buchloe starteten 30 Schülerinnen und Schüler die einjährige Ausbildung zur Pflegefachhilfe.

 

Der hohe Andrang unterstreicht die Bedeutung gut ausgebildeter Pflegekräfte für die Gesundheitsversorgung in der Region. Die Schulen bieten jungen Menschen nicht nur eine sichere berufliche Perspektive, sondern auch vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten in einem sinnstiftenden Berufsfeld.

 

 

Spenden

Im Jahr 2025 gab es wieder großzügige Spenden von Privatpersonen, Unternehmen sowie Fördervereinen. Die Kliniken, alle Mitarbeitenden sowie die Patientinnen und Patienten bedanken sich herzlich dafür.

So wurde zum Beispiel an der Klinik Füssen durch eine Spende der Kinderkrebshilfe Königswinkel ein moderner Defibrillator angeschafft. Das Gerät verbessert die Notfallversorgung für Erwachsene und Kinder und ermöglicht schnelle, effektive Maßnahmen bei Herz-Kreislauf-Stillständen.

 

 

Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement in den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren wurde in 2025 neu strukturiert, prozessorientiert und konsequent am PDCA-Zyklus ausgerichtet. Alle klinischen und administrativen Abläufe werden anhand definierter Prozessbeschreibungen geplant (Plan), umgesetzt (Do), regelmäßig überprüft (Check) und bei Bedarf systematisch verbessert (Act). Durch dieses Vorgehen wird eine hohe Transparenz der Abläufe geschaffen und die Grundlage für eine kontinuierliche Optimierung gelegt.

 

Ein zentrales Ziel des Qualitätsmanagements ist der direkte Nutzen für die Patientinnen und Patienten. Durch die systematische Weiterentwicklung von Prozessen werden Behandlungsabläufe sicherer, Warte- und Liegezeiten reduziert und die interdisziplinäre Zusammenarbeit gestärkt. Die kontinuierliche Verbesserung trägt damit wesentlich zur Steigerung der Versorgungsqualität und Patientenzufriedenheit bei.

 

Zur Sicherstellung der Qualitätsstandards werden in allen Bereichen regelmäßig Schulungen durchgeführt. Diese beinhalten sowohl fachspezifische Inhalte als auch Fortbildungen zur Prozessqualität, Patientensicherheit und zum Umgang mit den geltenden QM-Instrumenten. Ergänzend erfolgen interne Audits in sämtlichen Bereichen der Kliniken. Diese dienen der Überprüfung der Einhaltung definierter Vorgaben, der Identifikation von Verbesserungspotenzialen und der nachhaltigen Weiterentwicklung des Qualitätssystems.

 

Ein weiterer zentraler Bestandteil der Qualitätsorganisation sind strukturierte Qualitätsgespräche mit jedem Chefarzt. In diesen Gesprächen werden Qualitätskennzahlen, besondere Ereignisse, Verbesserungspotenziale und aktuelle Herausforderungen analysiert und gemeinsame Maßnahmen definiert. Insgesamt gewährleistet dieses systematische Vorgehen ein etabliertes, gelebtes Qualitätsmanagement, das sich konsequent an den Bedürfnissen der Patienten orientiert und zur kontinuierlichen Verbesserung der medizinischen und organisatorischen Abläufe in den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren beiträgt.

 

 

 

Risikomanagement

Weiterentwicklung des klinischen Risikomanagements

 

 

Das klinische Risikomanagement wurde in 2025 inhaltlich wie strukturell weiterentwickelt. Besonders hervorzuheben ist der kontinuierliche Anstieg der Qualität und Quantität der CIRS-Meldungen. Die wachsende Anzahl an qualitativ hochwertigen Meldungen zeigt, dass Mitarbeitende aktiv zur Identifikation von Risiken beitragen und das CIRS-System zunehmend als wichtiges Instrument der Patientensicherheit genutzt wird. Ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung ist die systematische Durchführung von Fallanalysen zu eingegangenen CIRS-Meldungen. Diese Analysen ermöglichen ein fundiertes Verständnis der zugrunde liegenden Ursachen und bieten die Basis für zielgerichtete Präventionsmaßnahmen. Die interdisziplinäre Zusammensetzung der Analysegruppen stellt sicher, dass unterschiedliche Perspektiven einbezogen und Verbesserungsmaßnahmen ganzheitlich entwickelt werden. Besonders positiv ist die sichtbare Weiterentwicklung der konstruktiven Fehlerkultur. Diese zeigt sich in der steigenden Zahl interdisziplinärer und berufsgruppenübergreifender Fallbesprechungen, in denen Ereignisse offen thematisiert und gemeinsam Lösungen erarbeitet werden. Die zunehmende Bereitschaft, Risiken transparent anzusprechen, trägt maßgeblich zur Stärkung der Patientensicherheit und zur Etablierung eines lernenden Systems bei.

 

Die Risikokommunikation wurde ebenfalls gezielt ausgebaut. In Pflichtschulungen werden Inhalte des Risikomanagements regelmäßig vermittelt und anhand praxisnaher Beispiele vertieft. Über das Intranet (KOALA) erfolgt zudem die regelmäßige Veröffentlichung eines „CIRS-Falls des Monats“, der Mitarbeitende auf aktuelle Risiken aufmerksam macht und zur Reflexion eigenen Handelns anregt.

 

Im Jahr 2025 wurden für alle Bereiche umfassende Risikohandbücher erstellt. Diese dienen als strukturiertes Nachschlagewerk, unterstützen die konsequente Risikoüberwachung und ermöglichen eine systematische Steuerung von Risiken im jeweiligen Verantwortungsbereich. Die Handbücher tragen damit zu einer nachhaltigen Verankerung des Risikomanagements im klinischen Alltag bei.

 

Zur weiteren Prozessüberwachung werden regelmäßig Aktenanalysen durchgeführt. Diese dienen der Überprüfung der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sowie der internen Standards und ermöglichen die frühzeitige Erkennung von Abweichungen im Ablauf. Die Ergebnisse fließen direkt in Maßnahmen zur Optimierung der Prozesse und zur Erhöhung der Rechtssicherheit ein.

 

Insgesamt zeigt sich, dass das Risikomanagement strukturell gestärkt, transparenter gestaltet und im gesamten Klinikverbund breiter verankert wurde. Dadurch konnten wesentliche Schritte in Richtung eines lernenden, vorausschauend agierenden Systems gemacht werden.

 

 

 

Qualitätssicherung

Weiterentwicklung der externen Qualitätssicherung

 

 

Die externe Qualitätssicherung wurde im Berichtszeitraum gezielt weiterentwickelt und stärker in die klinischen Steuerungsprozesse integriert. Durch den Einsatz des QS-Monitors erfolgt eine konsequente und fortlaufende Überprüfung von Auffälligkeiten in allen relevanten Leistungsbereichen. Abweichungen werden frühzeitig erkannt und zeitnah einer detaillierten Analyse zugeführt. Zur strukturierten Bearbeitung dieser Auffälligkeiten finden regelmäßige Jour-fixe-Termine mit allen Fachabteilungen statt. In diesen Besprechungen werden die identifizierten Themen systematisch thematisiert, fachübergreifend analysiert und gemeinsam Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung abgeleitet. Durch dieses etablierte Vorgehen wird die externe Qualitätssicherung nachhaltig gestärkt, Transparenz erhöht und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Versorgungsqualität sichergestellt.

 

 

Einige Entwicklungen in der Stabsstelle Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung 2025

 

  • Durchführung von Qualitätsgesprächen

Vorstand, Klinikleitung, Chefarzt, QM-Mitarbeiter und Qualitätsmanagementbeauftragte besprechen gemeinsam Auffälligkeiten aus den Bereichen Qualitätsmanagement (wie Beschwerden, Befragungen, Audits etc.), Risikomanagement und externe Qualitätssicherung (auffällige Indikatoren). Gemeinsam werden Maßnahmen zur Prozessoptimierung besprochen.

 

  • Deutliche Zunahme an interdisziplinären, berufsgruppenübergreifenden M&M Konferenzen

Konstruktive Durchführung von gemeinsamen Fallanalysen zur Sensibilisierung und Lernen aus Fehlern.

 

  • Risikohandbuch

Bereichspezifische Risiken werden dokumentiert und jährlich neu bewertet. Zudem finden bei der Implementierung von neuen Prozessen eine strukturierte Risikoanalyse statt.

 

  • Pflichtfortbildungstag

Das Angebot eines Pflichtfortbildungstags wird von allen Mitarbeitenden auch in 2025 als sehr positiv bewertet. Der Tag fördert den interdisziplinären und kommunikativen Austausch.

 

  • Durchführung von internen Audits

Durchführung von Vor-Ort-Audits in allen Bereichen im Vorfeld erfolgt eine Selbstbewertung durch den jeweiligen Prozessverantwortlichen. Im Audit werden die Prozesse dann praktisch überprüft.

 

  • Unterstützung der Zentren bei Zertifizierungsvorbereitungen

Unterstützung bei der Planung und Vorbereitung der Zertifizierung neuer medizinischer Zentren (Brustkrebszentrum Ostallgäu-Kaufbeuren, Gynäkologisches Krebszentrum Ostallgäu-Kaufbeuren) und bestehender medizinischer Zentren.

 

  • Qualitätsziele

Qualitätsziele wurden für alle Bereiche definiert und Anfang 2026 ausgewertet.

 

  • Neustrukturierung der Dokumentenlenkung

Erfolgreicher Abschluss der Umstrukturierung der unternehmensinternen Dokumentenlenkungssoftware und Durchführung von Schulungen zur Nutzung der neuen Benutzeroberfläche.

 

  • Unterstützung der Arztpraxen der MVZ Ostallgäu-Kaufbeuren gGmbH

Aktive Hilfe bei der Weiterentwicklung und Anpassung der Qualitätsmanagementsysteme in den Praxen der MVZ gGmbH.

 

  • Enge Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Umsetzung einer strategischen Partnerschaft zur Sicherstellung der Unternehmensziele und -richtlinien.

 

 

Diese bedeutenden Schritte und Initiativen zeigen das Engagement des Unternehmens für fortlaufende Verbesserungen und das Streben nach höchsten Qualitätsstandards in allen Aspekten.

 

 

Kontakt

Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren
Zentralverwaltung
Dr.-Gutermann-Straße 2
87600 Kaufbeuren

Tel. 08341 42-3068
Fax 08341 42-3032

 

E-Mail schreiben

 

Zur Homepage der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

Durch das Laden dieser Ressource wird eine Verbindung zu externen Servern hergestellt, die evtl. Cookies und andere Tracking-Technologien verwenden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

YouTube-Videos laden