Jugendberufsagentur
Kein junger Mensch soll verlorengehen
Die Förderung der beruflichen und sozialen Integration benachteiligter junger Menschen ist eine gemeinsame Aufgabe der öffentlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der Arbeitsförderung sowie der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Dabei unterstützt die Jugendberufsagentur, koordiniert durch den Landkreis, das Jugendamt, das Jobcenter, die Agentur für Arbeit und weitere Partner wie JustYou und die Berufsschule, um Maßnahmen und Angebote abzustimmen und eng zu verzahnen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem internen Austausch, insbesondere mit der Koordinatorin für Berufsorientierung. Ziel ist es, durch kontinuierliche Zusammenarbeit aller Akteure jene jungen Menschen zu erreichen, die Gefahr laufen, den Zugang zu Unterstützungsangeboten zu verlieren oder bereits den Anschluss verloren haben, und sie dabei zu begleiten, sich beruflich, sozial und gesellschaftlich zu integrieren. So soll sichergestellt werden, dass kein junger Mensch – unabhängig von seiner Herkunft – verloren geht.
Netzwerkarbeit
Austauschtreffen auf operativer und strategischer Ebene
Für junge Menschen, die an der Schwelle zwischen Schule und Beruf stehen, ist es von großer Bedeutung, dass alle beteiligten Rechtskreise ein klares Verständnis über die bestehenden Hilfsangebote und die zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner haben. Nur so kann eine gezielte und effektive Unterstützung sichergestellt werden, die den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht wird. In diesem Zusammenhang haben sich regelmäßige und engmaschig angesetzte Austauschtreffen – sowohl auf der strategischen Ebene der Steuerungsgruppe als auch im operativen Bereich – in der Vergangenheit als äußerst wertvoll erwiesen. Diese bewährten Treffen werden auch 2024 fortgesetzt, um die Zusammenarbeit zu stärken und junge Menschen bestmöglich zu begleiten.
Besondere Herausforderungen im Jahr 2024 stellten der Umgang mit geflüchteten Jugendlichen, insbesondere unbegleiteten Minderjährigen, die zunehmend angespannte Wirtschaftslage sowie die wachsende Belastung der Jugendlichen durch psychische und physische Gesundheitsprobleme dar. Diese Faktoren und ihre Konsequenzen machen es umso wichtiger, dass alle Akteure ihre Kräfte bündeln und flexibel auf die sich verändernden Bedürfnisse der jungen Menschen eingehen.
Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Berufsschule Ostallgäu
Netzwerktreffen Übergangsmanagement
Am 7. Mai fand das jährliche Netzwerktreffen zum Übergangsmanagement an der Berufsschule statt und erfreute sich einer regen Teilnahme und lebhaften Austauschfreude. Eingeladen waren die Berufsberatungslehrkräfte der Mittelschulen aus dem gesamten Einzugsgebiet der Berufsschule, die Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeiter (JAS) sowie zahlreiche weitere interessierte Akteure, die sich mit dem Übergang von Schule in Ausbildung oder Beruf beschäftigen.
Im Zentrum der Veranstaltung stand einmal mehr die Frage, wie junge Menschen ohne Ausbildungsplatz dennoch sinnvoll gefördert und beschult werden können. Die Berufsschule OAL nutzte die Gelegenheit, ihre eigenen Maßnahmen und Programme vorzustellen, die speziell darauf ausgerichtet sind, diesen Jugendlichen eine Perspektive zu bieten und ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu verbessern. Darüber hinaus bereicherten JustYou und die Agentur für Arbeit das Treffen, indem sie ihre alternativen Angebote und Lösungsansätze präsentierten.
Das Netzwerktreffen wurde von allen Beteiligten sehr positiv aufgenommen und diente nicht nur dem Informationsaustausch, sondern auch der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Institutionen. Aufgrund des Erfolgs dieser Veranstaltung ist eine Fortsetzung im kommenden Jahr fest eingeplant, um den Dialog weiterzuführen und gemeinsam neue Wege für junge Menschen zu entwickeln, die beim Übergang in die Berufswelt Unterstützung benötigen.
Gemeinsame Veranstaltung
Am 6. März fand die gemeinsame Veranstaltung der Jugendberufsagentur statt und bot eine wertvolle Plattform für den Austausch zwischen den eng verbundenen Netzwerkpartnern. Das diesjährige Thema drehte sich um die Bedeutung und Stärkung der Zusammenarbeit. Die Partner JustYou und die Berufsschule Ostallgäu nutzten die Gelegenheit, sich vorzustellen und ihre spezifischen Unterstützungsangebote für junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf zu präsentieren.
Die Teilnehmenden hatten ausreichend Gelegenheit, offene Fragen zu stellen und Antworten direkt von den Experten zu erhalten. Wie bereits bei der ersten Veranstaltung bildete ein World Café zum Thema Netzwerken den zweiten Teil des Programms. In lockerer Atmosphäre konnten die Teilnehmenden ihre Gedanken und Erfahrungen austauschen, neue Impulse sammeln und die Vernetzung weiter vertiefen. Die Veranstaltung wurde von allen als sehr gewinnbringend wahrgenommen; die Rückmeldungen waren durchweg positiv und bestärkten die Jugendberufsagentur in ihrem Engagement, den gemeinsamen Austausch auch zukünftig zu fördern.
Austausch mit anderen Jugendberufsagenturen
Die Zusammenarbeit mit Kaufbeuren hat sich im Jahr 2024 spürbar intensiviert und ist sowohl mit dem Bildungsbüro als auch mit der Koordinatorin der Jugendberufsagentur Kaufbeuren besonders eng und konstruktiv geworden. Durch regelmäßige Absprachen, gegenseitige Veranstaltungsbesuche und gemeinsam organisierte Austauschtreffen konnte die Kooperation weiter gestärkt und bereichert werden.
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war das erste überregionale Austauschtreffen der Jugendberufsagenturen aus ganz Deutschland, das am 26. und 27. November stattfand. Diese Veranstaltung bot eine wertvolle Gelegenheit, überregionale Perspektiven kennenzulernen, neue Impulse zu gewinnen und die Zusammenarbeit zwischen den Agenturen auf ein neues Level zu heben.








